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Pressemitteilung vom 23.01.2026    

Grünen-Politiker besuchen Rennerod: Nachhaltige Energie und Bio-Landwirtschaft im Fokus

Vertreter des Grünen Kreisverbandes Altenkirchen haben sich in Rennerod über zukunftsweisende Projekte in den Bereichen erneuerbare Energien und biodynamische Landwirtschaft informiert. Dabei standen Besuche bei der nwe Ingenieurgesellschaft und dem Demeter-zertifizierten Albertshof auf dem Programm.

Albertshof Rennerod (Fotos: Susanne Leber/Kreisverband Altenkirchen Bündnis 90/Die Grünen)

Rennerod. Vertreter des Grünen Kreisverbandes Altenkirchen, darunter Markus Grigat, Direktkandidat zur Landtagswahl im Wahlkreis 1, und Julian Joswig, Mitglied des Deutschen Bundestages für Bündnis 90/Die Grünen, besuchten die nwe Ingenieurgesellschaft mbH & Co. KG sowie den Biobauernhof Albertshof in Rennerod. Ziel war es, sich über innovative Ansätze für Klimaschutz und nachhaltige Wirtschaft zu informieren.

Nutzung von umwelt- und ressourcenschonenden Technologien
Bei der nwe Ingenieurgesellschaft, die im historischen Bahnhof von Rennerod mit 50 Mitarbeitern ansässig ist, erhielten die Grünen Einblicke in das breite Leistungsspektrum des Unternehmens. Dieses reicht von der Planung klimaneutraler Quartiere über Fördermittelberatung bis hin zur technischen Gebäudeausrüstung mit Schwerpunkt auf erneuerbare Energien. Geschäftsführer Torsten Schöw betonte: "Seit unserer Gründung 1998 setzen wir konsequent auf umwelt- und ressourcenschonende Technologien. Kommunen brauchen jetzt mutige Partner, um die Energieautarkie Realität werden zu lassen." Die ganzheitliche Begleitung von Kommunen auf dem Weg zur klimaneutralen Energieversorgung wurde besonders hervorgehoben.

Zusammenarbeit von Ökologie und Wirtschaft
Im Anschluss besichtigte die Gruppe den Demeter-zertifizierten Biobauernhof Albertshof, der von Kerstin und Peter Doppstadt betrieben wird. Der Hof verbindet wirtschaftliche Praxis mit Bildungsarbeit als anerkanntem landwirtschaftlicher Lernort. Trotz erheblicher Investitionen in Modernisierung und Nachhaltigkeit bleibt der Betrieb jedoch von der Entwicklung des Milchgeldes abhängig, was seine Rentabilität gefährdet. Kerstin Doppstadt erklärte während des Rundgangs: "Konventionelle Betriebe mögen durch das Mercosur-Abkommen unter Druck geraten - für uns als Demeter-Betrieb ist die größere Bedrohung aktuell die geplante Umgehungsstraße B54 um Rennerod." Die favorisierte Trassenführung würde bewirtschaftete Flächen beeinträchtigen und die Weidehaltung erschweren.



Der Albertshof hat sich mit einem Hofcafé und Hofladen zu einem zentralen Begegnungsort in der Region entwickelt. Das Café wurde 2023 für sein nachhaltiges Konzept ausgezeichnet. Julian Joswig hob hervor: "Betriebe wie der Albertshof beweisen, dass Ökologie und Wirtschaftlichkeit kein Widerspruch sein müssen. Doch sie brauchen planungssichere Rahmenbedingungen."

Der Albertshof gilt seit über 20 Jahren als Vorreiter der ökologischen Landwirtschaft im Westerwald. Die Umstellung auf Demeter 2024 erfolgte trotz hoher Investitionskosten bewusst als Signal für eine klimagerechte und tierwohlorientierte Milchproduktion. Die geplante Umgehungsstraße B54 wird derzeit im kommunalen Verkehrswegebauplan diskutiert; eine finale Entscheidung steht noch aus.

Markus Grigat resümierte für die Gruppe: "Die beiden Besuche haben gezeigt, dass Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und gute Planung umsetzbar und zukunftsfähig sind." (PM/Red)


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