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Pressemitteilung vom 21.01.2026    

Kontroverse um Windenergie im Wald: Bürgerinitiative zeigt Widerstand

In Helferskirchen versammelten sich fast 300 Bürger zu einer Informationsveranstaltung, organisiert von der Bürgerinitiative "Erhaltet unsere Natur und Wälder". Die Diskussion drehte sich um die umstrittene Nutzung von Waldflächen für Windenergieanlagen.

Symbolbild (Quelle: Pixabay)

Helferskirchen. Bei einer gut besuchten Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative "Erhaltet unsere Natur und Wälder" in Helferskirchen drängten die Sprecher Tanja Leicher und Peter Weber die anwesenden Kommunalpolitiker eindringlich, keine Flächen für Windenergieanlagen freizugeben. "Wir werden weiter Widerstand leisten und haben bereits über 2.200 Unterstützer, Mitglieder und Förderer", betonten die Vertreter der Initiative.

Der Hauptredner des Abends, Dr. Michael Altmoos, Biologe und Ökologe, präsentierte zusammen mit Harry Neumann, dem Vorsitzenden der Naturschutzinitiative e.V., die ökologischen Risiken, die mit dem Ausbau der Windkraft im Wald verbunden sind. Neumann eröffnete die Veranstaltung mit einem Multivisionsvortrag, der die Auswirkungen auf die Wälder veranschaulichte.

Anwendungsgrenzen von Windenergie
Dr. Altmoos erklärte, dass Windenergie zwar Strom erzeuge, dieser jedoch nicht zuverlässig verfügbar sei, da er von den Windverhältnissen abhängt. Trotz der fast 31.000 bestehenden Windräder in Deutschland gebe es immer noch Phasen, in denen überschüssige Energie ungenutzt bleibe, weil Speicherlösungen fehlen. In windarmen Zeiten sei man weiterhin auf konventionelle Kraftwerke angewiesen.



Ökologische Schäden durch Windindustrie
Der Ausbau der Windenergie wird kritisch betrachtet, da er erhebliche ökologische Schäden verursachen kann. Der Bau von Windrädern im Wald führt zu Bodenverdichtungen, die das Waldklima und den Wasserhaushalt negativ beeinflussen können. Der Waldboden dient als Schwamm für die Wasserversorgung der Kommunen im Westerwald. Gerade in trockenen Jahren wirkt sich die Bodenverdichtung aus, die Wasserreserven schwinden. Zudem sind Fledermäuse und Vögel durch den Verlust ihres Lebensraums gefährdet. Kollisionsschutzsysteme bieten nur begrenzten Schutz.

Finanzielle Aspekte und Lösungsmöglichkeiten
Die Diskussionen um Windkraft seien oft von finanziellen Interessen geprägt. Die Bürgerinitiative fordert stattdessen Strukturreformen in der Verteilung von Geldern zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Sie plädiert für eine nachhaltige Energiepolitik, die Solarenergie auf Dächern und Biomasse aus Reststoffen fördert, um natürliche Lebensräume zu schonen. (PM/Red)


Mehr dazu:   Naturschutz   Windkraft  
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