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Pressemitteilung vom 20.01.2026    

Fallstricke beim Social-Media-Shopping: Tipps der Verbraucherzentrale NRW

Social-Media-Plattformen sind für unter anderem eine Einkaufsquelle. Doch die Verbraucherzentrale NRW warnt vor den Risiken und Fallstricken, die dort lauern können. Welche Strategien helfen, um nicht in die Shopping-Falle zu tappen?

Symbolbild (Foto: Pixabay)

Region. Die Nutzung von Social-Media-Kanälen zum Einkaufen ist weit verbreitet. Laut einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom kaufen 48 Prozent der 16- bis 29-Jährigen und 36 Prozent der 30- bis 49-Jährigen über Plattformen wie Instagram oder TikTok ein. Iwona Husemann von der Verbraucherzentrale NRW erklärt, dass diese Art des Einkaufens problematisch sein kann. Häufig verleiten die Designs der Apps zu Impulskäufen, die Herkunft der Waren ist oft unklar und es werden umfangreiche Daten gesammelt.

Dem Kauf-Impuls widerstehen
Viele Apps fördern Impulskäufe durch manipulative Designs, sogenannte "Dark Patterns". Dazu gehören Einblendungen wie Countdowns oder Hinweise, wie viele Personen einen Artikel ebenfalls im Warenkorb haben. Verbraucher sollten sich fragen, ob sie das Produkt wirklich benötigen und Alternativen prüfen - auch im stationären Handel.

Vorsicht bei Influencer-Werbung
Influencer werben häufig für Produkte, was vielen Konsumenten bewusst ist. Während 33 Prozent der 16- bis 29-Jährigen diese Werbung sympathisch finden, wünschen sich 43 Prozent dieser Altersgruppe eine klarere Kennzeichnung. Klassische Produkttests genießen bei 90 Prozent aller Befragten mehr Vertrauen.



Datenschutz beachten
Beim Online-Kauf ist es wichtig, sparsam mit persönlichen Daten umzugehen. Käufer sollten sichere Zahlungsmethoden wählen und unerwünschte Werbeansprachen vermeiden, indem sie Push-Benachrichtigungen deaktivieren und sich von Newslettern abmelden. Auch personenbezogene Daten sind für Plattformen von Interesse, weshalb Nutzer Standorttracking und andere Tracking-Optionen ausschalten sollten.

Widerrufsrecht nutzen
Sollten bestellte Produkte nicht den Erwartungen entsprechen, haben Verbraucher das Recht auf Widerruf. Dies ist innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Ware möglich. Viele Shops bieten dafür Online-Formulare an. Sollte die Rückerstattung nicht reibungslos verlaufen, hilft der Musterbrief der Verbraucherzentrale NRW.

Umweltfolgen bedenken
Rücksendungen sind im Online-Handel häufig. Schätzungen zufolge wird jedes vierte Paket zurückgeschickt, bei Bekleidung sogar jedes zweite. Für 2025 wird mit etwa 550 Millionen Retouren in Deutschland gerechnet, was erhebliche CO₂-Emissionen verursacht. Zurückgeschickte Neuware wird zudem teilweise nicht wieder angeboten, sondern entsorgt. (PM/Red)


Mehr dazu:   Gesellschaft  
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