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Pressemitteilung vom 18.01.2026    

Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz: Ältere stehen vor besonderen Hürden

Der Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz zeigt sich im Jahr 2025 herausfordernd. Während Jüngere schneller wieder Arbeit finden, haben ältere Arbeitssuchende oft mit längeren Wartezeiten zu kämpfen. Eine Entspannung der Situation scheint vorerst nicht in Sicht.

Symbolbild

Mainz. Die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz ist gestiegen. Im Jahresdurchschnitt waren 2025 126.100 Frauen und Männer ohne Job, wie die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland mitteilt. Zum Vergleich: 2024 waren es 120.600. Für 2026 prognostiziert das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung einen weiteren leichten Anstieg.

Der Weg zurück in den Job kann steinig sein. Menschen, die arbeitslos werden, brauchen mehr Geduld als früher. Die sogenannte Abgangschance - also die Wahrscheinlichkeit, aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Stelle zu finden - stagnierte 2025 bei 6,0. Vor der Pandemie lag sie mit 7,9 deutlich höher. Das bedeutet: Auch wenn die Zahl der Arbeitslosen nicht drastisch steigt, dauert der Neustart im Beruf seine Zeit.

Bildung entscheidet mit über Chancen. Qualifikation bleibt der wichtigste Schutz. Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung beendeten im Schnitt nach 166 Tagen die Arbeitslosigkeit. Hingegen gelang Menschen mit Ausbildung die Beschäftigungsaufnahme nach durchschnittlich 132 Tagen. "Individuelle Weiterbildung ist der Schlüssel für ein stetes Berufsleben", sagt Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit. Die Zahlen geben ihr zwar recht, schlüsselt man aber die Altersstruktur auf, zeigen sich weitere Aspekte.



Zeit ist nicht für alle gleich
Im Durchschnitt dauerte die Arbeitslosigkeit 2025 in Rheinland-Pfalz 148 Tage - zwölf Tage mehr als im Jahr zuvor. Jüngere unter 30 Jahren fanden nach durchschnittlich 116 Tagen wieder Arbeit. Für Menschen ab 50 dauerte es hingegen mit 170 Tagen deutlich länger, obwohl das Renteneintrittsalter noch mehr als ein Jahrzehnt in der Zukunft liegt. Der Arbeitsmarkt interessiert sich für die Jüngeren, Erfahrung allein reicht oft nicht.

Prävention beginnt früh und hört nie auf. Berufsorientierung und Ausbildung sollen aber kein Notfallinstrument sein. "Je besser Menschen qualifiziert sind, umso besser sind ihre Chancen am Arbeitsmarkt", sagt Heidrun Schulz. "Daher gehen wir den Weg weiter, junge Menschen schon mit frühzeitiger Orientierung zu sensibilisieren." Berater der Arbeitsagenturen sollen im weiteren Verlauf bei der Qualifizierung helfen.
(dpa/bearbeitet durch Red)


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