Pressemitteilung vom 16.01.2026 
Shoah-Gedenktag in Montabaur: Ein stiller Gang zu den Stolpersteinen
Am Dienstag, 27. Januar 2026, wird in Montabaur der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust begangen. Eine besondere Form des Erinnerns sind die Stolpersteine, die an das Schicksal der Verschleppten und Ermordeten erinnern.
Montabaur. Der Shoah-Gedenktag am 27. Januar 2026 markiert den Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee im Jahr 1945. Seit 1998 wird in Montabaur jährlich der Opfer des nationalsozialistischen Unrechtsregimes gedacht.
Eine zentrale Rolle im Gedenken nehmen die sogenannten "Stolpersteine" ein. Diese kleinen Messingplatten sind in Bürgersteigen vor den ehemaligen Wohnsitzen von Opfern eingelassen und wurden vom Künstler Gunter Demnig gestaltet. Sie sollen Passanten im Alltag innehalten lassen und zum Nachdenken anregen. Seit 1992 wurden über 100.000 dieser Steine verlegt, davon 25 in Montabaur und weitere in umliegenden Städten und Gemeinden.
Zum Shoah-Gedenken 2026 sind Interessierte eingeladen, um 17.30 Uhr vor dem Alten Rathaus am Großen Markt zusammenzukommen. Unter der Leitung der Stadtführerin Beatrix Künzer führt der Weg zu ausgewählten Stolpersteinen in der Altstadt. Um etwa 18.30 Uhr findet eine Gedenkveranstaltung in der Kirche St. Peter in Ketten statt, bei der allen Opfern des NS-Regimes aus Montabaur gedacht wird.
Das Gedenken wird gemeinsam von der Evangelischen und Katholischen Kirchengemeinde, "pax christi Westerwald" sowie der Katholischen Erwachsenenbildung Westerwald - Rhein-Lahn organisiert. (PM/Red)
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