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Nachricht vom 14.01.2026    

Westerwalds digitaler Aufbruch: So gelingt der Anschluss an die Zukunft

Hinweis: Dieser Artikel ist für ein erwachsenes Publikum bestimmt und behandelt Themen (beinhaltet ggf. Links), die sich an Personen ab 18 Jahren richten. Der Westerwald wurde lange als digitales Entwicklungsland betrachtet - mangels Breitbandanbindung, mit veralteten Geschäftsmodellen und analogen Verwaltungsprozessen. Aber die Region macht Fortschritte. Die Ergebnisse einer aktuellen Bitkom-Studie aus 2025 belegen: 35 Prozent der deutschen Unternehmen betrachten sich mittlerweile als digitale Vorreiter, weil sie die Digitalisierung frühzeitig angegangen sind. Selbst im Westerwald sind die Fortschritte bemerkbar - sei es durch Smart Farming mit Drohnen und Sensoren, digitale Wander-Apps oder neue Bezahlsysteme in Gasthäusern.

Symbolfoto (KI generiert)

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis (WFG) ist aktiv dabei, diese Entwicklung voranzutreiben. Durch Partnerschaften wie dem Mittelstand-Digital Zentrum Kaiserslautern und dem DigiTruck, der neue Technologien direkt zu Firmen bringt, wird die Digitalisierung greifbar. Aber die Schwierigkeiten sind weiterhin erheblich: digitale Defizite bei älteren Unternehmern, das Fehlen von IT-Sicherheitskonzepten und immer noch unzureichende Breitbandanbindungen in abgelegenen Ortschaften.

Erfolgsgeschichten aus der Region im Detail
Die Tourismusbranche ist einer der Vorreiter. Heute werden Wanderwege digital erfasst, und GPS-basierte Apps leiten die Besucher durch die Kroppacher Schweiz und über den Westerwaldsteig. Online-Buchungssysteme für Ferienwohnungen und Hotels sind mittlerweile der Standard - was während der Pandemie als Notlösung begann, ist heute ein Wettbewerbsvorteil. Es ist zu erkennen, dass touristische Betriebe, die frühzeitig investiert haben, eine messbar höhere Auslastung verzeichnen.

In der Landwirtschaft nutzen Betriebe Präzisionstechnik. Felder werden von Drohnen überwacht, Sensoren erfassen die Bodenfeuchtigkeit und den Nährstoffgehalt, und automatisierte Fütterungssysteme verbessern die Viehwirtschaft. Was nach Hightech aussieht, ist ein Gewinn: geringere Ressourcenverbrauch, weniger Arbeitsstunden und höhere Erträge. Selbst kleine Höfe können jetzt von günstigen Einstiegslösungen profitieren.

Selbst traditionelle Gasthäuser modernisieren sich. Kontaktloses Bezahlen via Smartphone, digitale Speisekarten mit QR-Codes, Online-Reservierungssysteme - was in Städten längst üblich ist, hält nun auch im ländlichen Raum Einzug. Die WFG unterstützte solche Projekte mit dem Förderprogramm "Digi-Cash", das bis zu 2.500 Euro Zuschuss für Digitalisierungsmaßnahmen bereitstellte.

Die Herausforderungen bleiben
Trotz Fortschritten kämpft die Region mit strukturellen Problemen. Die Breitbandversorgung ist nach wie vor lückenhaft - während Montabaur und größere Orte gut angebunden sind, fehlt in entlegenen Dörfern oft schnelles Internet. Das bremst nicht nur Unternehmen, sondern macht die Region auch für junge Fachkräfte unattraktiv, die Homeoffice-Optionen erwarten.

Ein weiteres Problem: digitale Kompetenzen. Viele Unternehmer der älteren Generation tun sich schwer mit Cloud-Lösungen, E-Commerce oder digitalen Marketingstrategien. Die Bitkom-Studie zeigt, dass 53 Prozent der deutschen Unternehmen Probleme bei der Bewältigung der Digitalisierung haben - erstmals eine Mehrheit. Im ländlichen Raum dürfte dieser Anteil noch höher liegen. Hier setzt die WFG mit Beratungsangeboten und Schulungen an, doch der Bedarf übersteigt die Kapazitäten.

Cybersicherheit wird unterschätzt. Kleine Betriebe gehen oft davon aus, sie seien für Hacker uninteressant - ein fataler Irrtum. Ransomware-Angriffe treffen gerade mittelständische Unternehmen hart, weil Backups fehlen oder veraltet sind. Die WFG kooperiert mit Sicherheitsexperten, um hier Aufklärung zu leisten.

Partner mit Vertrauen finden
Westerwälder Unternehmer, die sich auf die Digitalisierung einlassen wollen, fragen sich oft: Welchem Dienstleister kann ich vertrauen? Der Markt für Webdesign, Online-Marketing und digitale Bezahlsysteme ist komplex - er reicht von lokalen Ein-Mann-Agenturen bis hin zu internationalen Unternehmen. Ein strukturierter Ansatz, wie er in anderen Branchen schon lange Standard ist, ist hier von Hilfe. Verbraucher vergleichen etwa die Top Casinos Online im Test anhand transparenter Faktoren wie Sicherheit, Lizenzierung und Nutzerbewertungen.

Unternehmen sollten ähnlich handeln: Referenzprojekte anschauen, Zertifikate wie TÜV oder Trusted Shops überprüfen und unabhängige Bewertungsportale zu Rate ziehen. Die Wirtschaftsförderung Westerwald gibt hier eine Orientierung und stellt geprüfte Partner zur Verfügung. Evidenzbasierte Bewertungen anstelle des erstbesten Google-Ergebnisses zu nutzen, ist ein kluger Schritt: Man spart Lehrgeld und investiert in nachhaltige Lösungen - vor allem in einer Region, wo Fehlinvestitionen besonders schmerzen.

Motor durch Förderprogramme
Ab 2024 hat die WFG ihre Arbeit auf die vier wichtigsten Themenbereiche Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Fördermittel und Innovation fokussiert. Das Bundesförderprogramm "go-digital" umfasst drei Beratungsleistungen: Digitalisierte Geschäftsprozesse, Digitale Markterschließung und IT-Sicherheit. Die WFG ergänzt dies, indem sie praktische Umsetzungsförderung bietet und mit dem DigiTruck digitale Technologien direkt zu den Unternehmen bringt, damit sie diese vor Ort ausprobieren können.

Durch die Zusammenarbeit mit dem Mittelstand-Digital Zentrum Kaiserslautern sind Beratungen und Workshops kostenlos. Schwerpunkte sind dabei Prozessoptimierung, ERP-Systeme, Künstliche Intelligenz und Datenschutz. Auf der Lernplattform LEA haben Unternehmen die Möglichkeit, individuelle Online-Kurse zu absolvieren und diese mit einem Zertifikat abzuschließen. Die WFG bringt diese Angebote aktiv in die Region, weil viele Betriebe den Weg nach Kaiserslautern als zu weit empfinden. (prm)

Hinweis zu den Risiken von Glücksspielen:
Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst und nutzen Sie bei Bedarf Hilfsangebote wie die Suchtberatung (Link: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung - Glücksspielsucht).




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