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Pressemitteilung vom 15.01.2026    

Sicher ins neue Jahr: Schutz vor digitalen Betrugsmaschen

Jedes Jahr versuchen Kriminelle mit neuen Tricks, an persönliche Daten und Geld zu gelangen. Phishing, Smishing und Quishing sind dabei besonders verbreitet. Hier erfahren Sie, wie Verbraucherinnen und Verbraucher sich effektiv schützen können.

(Symbolfoto)

Hachenburg. Unseriöse Absender geben sich häufig als vertrauenswürdige Quellen aus und versenden massenhaft Phishing-Mails und Textnachrichten oder platzieren manipulierte QR-Codes, etwa an Parkautomaten. Typisch für Phishing-Mails ist die Angabe einer sehr kurzen Frist, in der gehandelt werden müsse. So erhalten Betroffene beispielsweise angebliche E-Mails von ihrer Hausbank, die eine Aktualisierung der ID aufgrund des Jahreswechsels fordern. Weitere Legenden umfassen Gewinnversprechen, Erbschaften, Rechnungen, Mahnungen, polizeiliche Vorladungen oder Haftbefehle. Ziel ist es, an persönliche Daten zu gelangen. Dabei kommen zunehmend KI-gestützte Texte zum Einsatz, die kaum noch von echten Nachrichten zu unterscheiden sind.

Das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale warnen vor zunehmenden Phishing-Fällen über Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Telegram. Diese beginnen oft in unbekannten Gruppen-Chats. Betrüger locken mit falschen Nebenjobs, angeblichen Trading-Gewinnen oder gefälschten Online-Abstimmungen, um an Geld oder persönliche Daten zu gelangen. Die Angebote wirken zunächst seriös, dienen aber letztlich dazu, Vertrauen aufzubauen und Opfer finanziell zu schädigen.

Nach Weihnachten ist sogenanntes Smishing besonders verbreitet. In diesen Fällen schicken Betrüger gefälschte SMS von Paketdiensten mit dem Ziel, persönliche Daten abzugreifen. Beliebte Vorwände sind: "Ihr Paket konnte nicht zugestellt werden", "ein Zollbetrag muss gezahlt werden" oder "Die Anschrift muss erneut angegeben werden". Die vermeintliche Lösung ist immer ein externer Link zu einer gefälschten Webseite, auf der persönliche Daten abgefragt werden.



Eine neuere Masche ist das Quishing. Kriminelle nutzen QR-Codes für betrügerische Zwecke. Verbraucher sollten im öffentlichen Raum wachsam sein, zum Beispiel auf Parkplätzen, an Parkuhren, E-Ladesäulen, Bahnhöfen oder Bushaltestellen. Aktuell werden auch Paketbenachrichtigungen direkt in Briefkästen eingeworfen, die einen QR-Code enthalten. Nach dem Scannen sollen Bankdaten auf gefälschten Webseiten eingegeben werden.

Betrüger wollen an persönliche Daten oder Geld gelangen. Mit den gewonnenen Informationen können Cyber-Kriminelle gezieltere Phishing-Attacken durchführen. Auch besteht das Risiko, durch unseriöse Links Schadsoftware herunterzuladen.

Die Verbraucherzentrale und das Landeskriminalamt raten:
Keine Links von unbekannten oder unerwarteten Kontakten öffnen.
Ruhe bewahren und sich nicht drängen lassen. Seriöse Institutionen geben ausreichend Zeit.
Wichtige Transaktionen nur über offizielle Websites oder Apps durchführen.
QR-Codes nur scannen, wenn sicher ist, dass sie seriös sind.
Unbekannte Gruppen in Messenger-Diensten sofort verlassen.
Bei Job-, Gewinn- oder Investmentangeboten misstrauisch sein und keine sensiblen Daten preisgeben.

Weitere Informationen zu Phishing, Smishing und Quishing bietet die Verbraucherzentrale auf ihren Webseiten. Der Phishing-Radar zeigt tagesaktuelle Warnungen und Betrugsversuche. (PM/Red)


Mehr dazu:   Blaulicht  
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