Werbung

Pressemitteilung vom 11.01.2026    

Schweitzer fordert Reformen bei Sonder-Ministerpräsidentenkonferenz

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) setzt große Hoffnungen in das für Anfang 2026 geplante Treffen der Länderregierungschefs mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Im Fokus stehen dabei entscheidende Verbesserungen für die Kommunalfinanzen.

Ministerpräsidentenkonferenz. (Foto: Michael Kappeler/dpa)

Mainz. Für Alexander Schweitzer ist es essenziell, dass das Treffen der Länderregierungschefs mit dem Kanzler konkrete Fortschritte bringt. "Nur eine neue Runde zu machen, in der wir noch mal die Probleme wälzen, wird nicht ausreichend sein", erklärte Schweitzer der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Er zeigt sich optimistisch, dass die Sonder-Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) im ersten Quartal die erhofften Ziele erreichen könnte. Einen konkreten Termin gibt es jedoch bisher nicht.

Schweitzer, derzeit Vorsitzender der MPK, betonte die Notwendigkeit einer Regelung für die kommunalen Altschulden. Dies sei ein bundesweites Problem, das selbst wohlhabendere Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg betreffe. Alle Ministerpräsidenten seien sich einig, dass Handlungsbedarf bestehe. Neben dieser Regelung müsse die Bundesregierung ihre Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einlösen: "Es ist und bleibt die Formel: Wer bestellt, muss auch bezahlen."

Umfassende Reform der Aufgaben- und Finanzverteilung
Eine umfassende Reform der Aufgaben- und Finanzbeziehungen zwischen Bund, Ländern und Kommunen steht ebenfalls auf Schweitzers Agenda. Zu viele Aufgaben würden parallel von verschiedenen staatlichen Ebenen wahrgenommen, während den Kommunen oft nur wenig Handlungsspielraum bleibe. "Das hat mit kommunaler Selbstverwaltung manchmal nur noch am Rande zu tun", so Schweitzer. Eine Modernisierung des Sozialstaats soll ebenfalls Teil der Diskussionen sein.



Schweitzer schlägt vor, aus den gewachsenen Strukturen der Sozialgesetzbücher ein neues zu schaffen, um Doppelzuständigkeiten abzubauen. Dabei müsse klar definiert werden, welche Aufgaben von Bund, Ländern und Kommunen übernommen werden sollen. Das Prinzip "Wer bestellt, bezahlt" solle verbindlich gelten, sodass die Folgekosten eines Gesetzes über dessen gesamte Laufzeit hinweg klar beziffert werden. "Kein Gesetz ohne den Grundsatz 'Wer bestellt, bezahlt'", forderte Schweitzer. Die aktuelle Praxis führe zu Frustration und könne dramatische Folgen für die Gemeinschaft und Demokratie haben.
(dpa/bearbeitet durch Red)


Mehr dazu:   Politik & Wahlen  
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Rheinland-Pfalz


Verfassungsgerichtshof prüft AfD-Klage zu Zuverlässigkeitsüberprüfungen

Der Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz befasst sich mit einer Klage der AfD gegen die Zuverlässigkeitsüberprüfung ...

Drei Wochen ohne Smartphone: Ein Experiment in Rheinland-Pfalz

Wie gestaltet sich der Alltag von Jugendlichen, wenn das Smartphone plötzlich verschwindet? Diese Frage ...

Tierseuchen in Rheinland-Pfalz 2025: Herausforderungen und Erfolge

Im Jahr 2025 standen die Veterinärbehörden in Rheinland-Pfalz vor großen Aufgaben. Tierseuchen wie die ...

Partielle Mondfinsternis über Rheinland-Pfalz: Ein Spektakel für Frühaufsteher

Der Himmel über Rheinland-Pfalz bietet in den frühen Morgenstunden des Freitags, 28. August 2026, ein ...

Gewitter und Starkregen drohen in Rheinland-Pfalz

Nach einer Phase sommerlicher Hitze könnte das Wetter in Rheinland-Pfalz ab Donnerstag ungemütlich werden. ...

Neuzulassungen von Elektroautos legen in Rheinland-Pfalz deutlich zu

Die Elektromobilität gewinnt in Rheinland-Pfalz zunehmend an Fahrt. Neue Zahlen des Statistischen Landesamts ...

Weitere Artikel


Grandiose Jubiläums-Herrensitzung der "Närrischen Ritter" in Herschbach

Eigentlich sollte man als neutraler Beobachter und Berichterstatter mit Superlativen sparsam umgehen. ...

Lehrermangel bei der Einführung des islamischen Religionsunterrichts in Rheinland-Pfalz

Die Einführung des islamischen Religionsunterrichts in Rheinland-Pfalz wird durch einen Mangel an qualifizierten ...

Wehrdienst-Anschreiben für 18-Jährige in Rheinland-Pfalz

Ab Mitte Januar 2026 erhalten junge Männer in Rheinland-Pfalz Post von der Bundeswehr. Sie werden gebeten, ...

Verkehrsunfall bei Goddert: Pkw überschlägt sich auf glatter Fahrbahn

Am Samstagabend (10. Januar 2026) ereignete sich auf der Landstraße 307 bei Goddert ein Verkehrsunfall, ...

Top-Bedingungen für die Skigebiete im Westerwald: Frühester Saisonstart seit 20 Jahren

Die Skigebiete in der Region freuen sich über den Winter: Auf den Pisten liegt natürlicher Schnee, die ...

Vielfältige Karrierechancen bei der Bundespolizei: Infoveranstaltung in Montabaur

Am Donnerstag, 22. Januar, öffnet das Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Rhein-Wied-Westerwald ...

Werbung