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Nachricht vom 10.01.2026    

Zuversicht und positive Stimmung beim Neujahrsempfang der Westerwald Bank

Von Mariam Nasiripour

Was hält das Jahr 2026 für die Menschen in Deutschland und der Region bereit? Welche Lehren können wir aus dem vergangenen Jahr 2025 ziehen? Die Westerwald Bank wagte bei ihrem Neujahrsempfang in der Stadthalle in Ransbach-Baumbach einen optimistischen Blick in die Zukunft.

(alle Fotos: Mariam Nasiripour)

Ransbach-Baumbach. Mit einem Rückblick auf ein turbulentes Jahr 2025 und einem hoffnungsvollen Blick auf das junge Jahr 2026 begrüßte Dr. Ralf Kölbach, eines der Vorstandsmitglieder der Westerwald Bank, die rund 500 Gäste des Neujahrsempfangs. Zu den Ehrengästen zählten unter anderem der Landrat des Westerwaldkreises Achim Schwickert, der Landrat des Landkreises Altenkirchen und Michael Merz, Stadt- und Verbandsgemeindebürgermeister von Ransbach-Baumbach. Aber auch zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft und Politik waren der Einladung gefolgt.

Draußen schneite es heftig an diesem Donnerstagabend, doch drinnen hatten es die Gäste warm und trocken. Der Neujahrsempfang der Westerwald Bank hat Tradition. Ralf Kölbach sprach in seiner Begrüßungsrede die Abstiegsängste der Menschen, den demographischen Wandel und die politische Lage in Deutschland und der Welt an. Er erläuterte, dass die neoliberale Globalisierung der Jahre 2009 bis 2015 vorbei sei. Die Geopolitik sei mit voller Härte zurück. Immer mehr Länder verfolgten eine imperialistische Politik und stellten nationale Interessen in den Vordergrund. Die Zeiten, in denen Deutschland auf den Schutz der USA, billiges Gas aus Russland und Importware aus China setzen konnte, seien vorbei. Das müssten die Menschen begreifen, so Kölbach. Es sei an der Zeit, dass Europa zu neuer Stärke finde.

Strukturelle Probleme statt kurzfristiger Krisen
Weiter erklärte er, dass Corona und die Kriege nicht allein für die wirtschaftliche Lage in Deutschland verantwortlich seien. „Wir haben strukturelle Probleme“, führte Kölbach aus. Deutschland kämpfe mit einer alternden Gesellschaft, viel Bürokratie, kriselnden Sozialsystemen, zögerlicher Digitalisierung und Arbeitskräftemangel. Das Land befinde sich im dritten Jahr der Rezession. Ralf Kölbach gab der Koalition aber auch einen Vertrauensvorschuss. Hoffnung gebe das von der Bundesregierung beschlossene Investitions- und Infrastrukturpaket, allerdings komme es auf den richtigen Einsatz der Mittel an.



Wachstum und Investitionen als Hoffnungsträger
„Prognosen zufolge wird für das Jahr 2026 immerhin mit einem moderaten Wirtschaftswachstum von einem Prozent gerechnet“, sagte Kölbach optimistisch. 2026 sei das Jahr der Weichenstellung. Neben den staatlichen Programmen seien es aber jetzt die Unternehmen, die mit ihren Investitionen das Wachstum anstoßen könnten. Genauso wichtig sei auch der private Konsum.

Laut Ralf Kölbach blickt die Westerwald Bank auf eine erfreuliche Geschäftsentwicklung zurück. Die Bilanzsumme habe sich auf etwa 4,4 Milliarden Euro erhöht. Darüber hinaus seien die Kundenkredite um 5,4 Prozent und die Kundeneinlagen um gut sieben Prozent gestiegen. Aber im Firmenkundengeschäft hätten sich die Auswirkungen der Rezession gezeigt.

Kritik und Vergleich aus der Politik
Landrat Achim Schwickert ging in seiner Rede ebenfalls auf die Lage in Deutschland ein. Er verglich das Land mit einem Planwagen in der Prärie. Um den Planwagen ans Ziel zu bringen, müssten die Insassen den Karren umspannen, den Karren aus dem Dreck ziehen, Ballast abwerfen und schneller werden. Ausgerechnet in solchen Zeiten würden die Menschen von Teilzeit, Vier-Tage-Woche und Bürokratieabbau durch Digitalisierung sprechen. Der Sarkasmus in seinen Worten war nicht zu überhören. Ohne Namen zu nennen, fügte Schwickert hinzu, dass es in diesem Land Kräfte gebe, die den Karren wieder in das Loch fahren möchten.

Neues aus der Stadt und ein gelungener Ausklang
Bürgermeister Michael Merz vermeldete stolz das Ende der Baustelle in Ransbach-Baumbach. Er ergänzte, dass die Stadtchronik Ende 2025 fertiggestellt wurde und nun käuflich zu erwerben sei. Merz sprach außerdem die Investitionen in die Stadthalle, in das Gewerbegebiet und das Baugebiet an. Für die musikalische Unterhaltung war die Gruppe „iNFO FOLGT“ zuständig. Im Anschluss an den offiziellen Teil bedienten sich die Gäste am reichhaltigen Buffet und genossen einen schönen Abend mit regem Austausch.


Mehr dazu:   Wirtschaft  
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