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Pressemitteilung vom 09.01.2026    

Tückisches Eis: DLRG warnt vor Gefahren auf zugefrorenen Weihern in Rheinland-Pfalz

Die anhaltenden Minusgrade lassen Weiher und Teiche in Rheinland-Pfalz zufrieren, doch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt eindringlich vor den Gefahren, die von diesen vermeintlich stabilen Eisflächen ausgehen.

Tückisch: Trägt das Eis? (Quelle: Pixabay)

Mainz. Die kalte Witterung hat in Teilen von Rheinland-Pfalz zu gefrorenen Weihern und Teichen geführt, was viele Menschen zum Eislaufen verlockt. Doch ist das Eis wirklich tragfähig? Oliver Nagel-Schwab von der DLRG Ludwigshafen-Oggersheim erklärt: "Grundsätzlich ist das Betreten von Eisflächen immer gefährlich und mit einem gewissen Risiko verbunden." Ein Einbruch ins Eis könne schnell lebensgefährlich werden, da die Kälte des Wassers zur Unterkühlung führen kann.

Die größte Gefahr besteht aktuell darin, dass Schnee tagsüber antaut und nachts wieder gefriert, wodurch mehrschichtige Eisplatten entstehen. Diese wirken optisch massiv, sind jedoch oft nicht tragfähig. Der Wechsel zwischen Frost und Tauwetter erhöht das Risiko zusätzlich. Eine Eisdicke von mindestens sechs bis acht Zentimetern sei erforderlich, um eine Einzelperson zu tragen, betont Nagel-Schwab, doch dies sei lediglich ein Richtwert.

Eisflächen sollten nur betreten werden, wenn die Gemeinden sie freigeben
"Grundsätzlich raten wir als DLRG, Eisflächen nur dann zu betreten, wenn diese ausdrücklich freigegeben sind", so Nagel-Schwab. Die Freigabe obliegt den Gemeinden, doch aufgrund möglicher Haftungsansprüche verzichten immer mehr darauf. Erfahrungsgemäß müssen die Temperaturen über mindestens zwei Wochen deutlich im Minusbereich liegen, damit Wasserflächen vollständig zufrieren können. Bei fließenden Gewässern dauert es noch länger. In Rheinland-Pfalz bilden sich derzeit eher dünne, nicht tragfähige Eisschichten am Rand der Gewässer, berichtet Nagel-Schwab. Der DLRG seien aktuell keine vollständig zugefrorenen Wasserflächen im Bundesland bekannt.




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Was tun bei einem Eiseinbruch?
Warnzeichen wie dunkle Stellen oder Knackgeräusche sollten ernst genommen werden. Im Falle eines Eiseinbruchs gilt es, Ruhe zu bewahren. "Man sollte sich möglichst mit dem Oberkörper auf den Eisrand legen, um das Gewicht zu verteilen, und so in Bauchlage an das Ufer robben", erklärt Nagel-Schwab. Wer einen Einbruch beobachtet, sollte Hilfe holen und sofort den Notruf 112 wählen. Eigene Rettungsversuche dürfen nur erfolgen, wenn keine zusätzliche Gefahr für den Helfer entsteht. Gegenstände können gereicht oder zugeworfen werden, um die eingebrochene Person zu retten.
(dpa/bearbeitet durch Red)


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