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Nachricht vom 07.01.2026    

Verlassen im Winter: Die bewegende Rettung von Wellensittich Chico

Im November letzten Jahres meldeten besorgte Nachbarn einen traurigen Anblick: Auf einer Terrasse saß ein einzelner Wellensittich, eingesperrt in einem Käfig, während der Frost durch die Gitter kroch. Sie wandten sich schnell an den Tierschutz Siebengebirge, um Hilfe zu leisten - und verhinderten so Schlimmeres.

Bild: KI-generiert

Bad Honnef. Eine Tierschützerin des Vereins machte sich sofort auf den Weg. Vor Ort stellte sich heraus, dass der Halter mitten in einem Umzug steckte und den Vogel, der den Namen Chico trägt, nicht mit in die neue Wohnung nehmen konnte. Sie war fassungslos, als sie den kleinen, frierenden Vogel sah, und wusste sofort: Chico musste in Sicherheit gebracht werden. Daraufhin nahm sie ihn mit.

Zu Hause setzte die Wellensittich-Expertin Chico zu Ernie und Bert, zwei weiteren Wellensittichen, die ebenfalls in Pflege waren und bald in ein neues Zuhause vermittelt werden sollten. Innerhalb weniger Stunden entwickelte sich zwischen Chico und Ernie eine enge Freundschaft: Sie rückten zusammen, suchten die Nähe des anderen und wirkten, als hätten sie sich schon lange gekannt. Bert beobachtete die neue Bindung gelassen.

Die Pflegerin war zunächst unsicher, wie sie mit dieser frisch entstandenen Freundschaft umgehen sollte. Kurzerhand rief sie die zukünftigen Adoptanten von Ernie und Bert an, schilderte die Situation - und erhielt sofort eine positive Antwort: Die Adoptanten erklärten sich spontan bereit, auch Chico aufzunehmen. So konnten alle drei Wellensittiche gemeinsam in ihr neues Zuhause ziehen.



Für die Betreiberin der Pflegestelle war diese Zusage eine große Erleichterung - für Chico bedeutete sie den Beginn eines neuen Alltags als Teil eines größeren Schwarms.

Wer nicht weiter weiß, findet Hilfe
Die Geschichte von Chico zeigt eindrücklich: Wer als Tierhalter nicht weiterweiß, sollte sich an Tierheime oder Tierschutzvereine wenden. "Ein Tier in die Kälte zu setzen, ist nicht nur herzlos, sondern kann auch rechtliche Konsequenzen haben", erklärt eine Mitarbeiterin des Tierschutzvereins. "Wir raten jedem Tierhalter, frühzeitig Hilfe zu suchen - oft gibt es unkomplizierte Lösungen, bevor ein Tier in Not gerät."

Weitere Informationen zum Tierschutz Siebengebirge gibt es auf der Website des Vereins, auf Facebook und Instagram sowie telefonisch unter der Rufnummer 02224-9803216.

"Besonderer Dank gilt denjenigen, die den Notfall gemeldet und so Chicos Rettung ermöglicht haben. Wenn sie nicht gehandelt hätten, hätte Chico in der Kälte bleiben müssen", betonen die Tierschützer. "Es ist schön zu sehen, dass Aufmerksamkeit wirklich Leben retten kann."

Ein bisschen Aufmerksamkeit, ein wenig Mut - und eine Notlage wie die von Chico kann ein glückliches Ende finden. (Red)


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