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Pressemitteilung vom 03.01.2026    

Spannende Einblicke in die Bergbaugeschichte bei NABU-Winterwanderung

Die traditionelle Winterwanderung des NABU Hundsangen zog auch 2025 zahlreiche Teilnehmer an. Mit der Naturführerin Rita Landau erkundeten sie die geschichtsträchtigen Lahnhöhen und erfuhren Spannendes über den historischen Bergbau rund um Dörnberg.

Rita Landau erklärt den Teilnehmern die Entstehung des Lahntales und deren
Bergbaulandschaften. Foto: Marcel Weidenfeller

Dörnberg. Am 30. Dezember 2025 führte die jährliche NABU-Winterwanderung knapp 50 Interessierte auf eine etwa 12 Kilometer lange Strecke durch die malerische Landschaft rund um Dörnberg. Unter der Leitung von NABU-Naturführerin Rita Landau stand weniger die Natur, sondern vielmehr die bewegte Geschichte der Region im Vordergrund. Die Teilnehmer wanderten durch Wiesen und Wälder, immer begleitet von beeindruckenden Ausblicken auf die Lahn, den Hunsrück, den Taunus und den Westerwald.

In der Vergangenheit prägte der Erzabbau das Leben in Dörnberg. Blei, Silber, Kupfer, Zink und Nickel verhalfen dem Ort zu Wohlstand, während die Arbeitsbedingungen für die Bergarbeiter äußerst hart waren. Viele starben früh aufgrund der schweren Arbeit und des gesundheitsschädlichen Staubs. Der hochgiftige Abfall aus den Minen wurde auf Halden aufgeschüttet, was auch nach der Schließung der Bergwerke im Jahr 1952 noch Umweltprobleme verursachte. Heute sind der Herthasee und die angestauten Teiche, die einst als Betriebswasserreservoirs dienten, beliebte touristische Ziele und werden teilweise von Angelvereinen genutzt.



Während der Wanderung entdeckten die Teilnehmer Relikte dieser Zeit, wie das weit verzweigte Stollensystem, das bis in Tiefen von 1000 Metern reichte und sich über 40 Kilometer erstreckte. Der Weg führte entlang mystischer Pfade, vorbei an moosbewachsenen Felsformationen, abgestorbenen Bäumen und Schieferplatten mit Fossilieneinschlüssen. Auch die Klosterruine "Brunnenburg", ein ehemaliges Benediktinerkloster, wurde passiert. Gegründet 1224 und 1542 aufgelöst, liegt sie heute am Lahnhöhenweg und Jakobsweg.

Eine Rast an einer kleinen Wanderhütte bot Gelegenheit zur Stärkung mit Pizza, Leberkäse und vegetarischen Speisen, während die Teilnehmer den sonnigen Tag und die klare Luft genossen. PM/Red


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