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Nachricht vom 01.01.2026    

Kranzwürfeln in Bannberscheid mit großer Resonanz an Silvester

Von Wolfgang Rabsch

Hocherfreute Gesichter waren bei Laura Schenk, Vorsitzende der Kirmesgesellschaft Bannberscheid und Georg Holl, Ortsbürgermeister von Bannberscheid zu beobachten. In der Aubachhalle von Bannberscheid fand an Silvester wieder das traditionelle Auswürfeln des Jahreskranzes statt.

Fotos: Wolfgang Rabsch

Bannberscheid. Insgesamt hatten sich über 70 Personen angemeldet, die Lust und Freude an diesem spielerischen Vergnügen hatten. So meinte denn auch Georg Holl, als er zufrieden in die Auerbachhalle schaute: "Bannberscheid hat etwa 700 Einwohner, davon sind über 10 Prozent hier in der Aubachhalle anwesend. Das ist ein großer Erfolg, auch für die Kirmesgesellschaft, und zeigt die Akzeptanz der Veranstaltung, aber auch das spürbare Zusammenhalten der Dorfgemeinschaft."

Nicht ohne Stolz wies Georg Holl auch darauf hin, dass im Rahmen einer Feierstunde am 21. Februar 2025, im Festsaal der Staatskanzlei in Mainz, die Kirmesgesellschaft Bannberscheid für ihr gesellschaftliches Engagement durch Ministerpräsident Alexander Schweitzer geehrt wurde.

Worum geht es bei diesem Kranzwürfeln?

Die Kirmesgesellschaft Bamberscheid bestellt bei der ortsansässigen Bäckerei Burggraf 75 Hefekränze mit einem Durchmesser von etwa 30 Zentimetern und das Objekt der Begierde, den Jahreskranz in der Größe eines Backblechs, in dem die 2026 zu lesen ist. Teilnehmen kann jeder aus Bannberscheid, egal ob Männlein oder Weiblein, alt oder jung, keinerlei Vorschriften regeln die Teilnahme.

An mehreren Tischen in der Aubachhalle nahmen die Teilnehmer in Gruppen aufgeteilt Platz und begannen zu würfeln. Es wurde nach den allgemeinen Regeln gespielt. Wer die höchste Zahl mit drei Würfeln erreichte, hatte gewonnen - entweder mit dem höchsten aller Würfe: dreimal die Eins; oder mit einem Pasch, das heißt: zweimal die Eins und dazu eine andere Zahl bis sechs (zweimal die Eins und eine Vier wären also zum Beispiel Pasch Vier). Wenn kein Pasch, oder dreimal die Eins gewürfelt wird, dann gewinnt die höchste Zahl, durch Addieren der einzelnen Zahlen auf den Würfeln.



In der Vorrunde gingen, innerhalb von einer knappen halben Stunde, alle 75 Hefekränze über den Tisch, die ihre neuen Besitzer stolz nach Hause tragen konnten. Dazu meinte Lauro Schenk, die Vorsitzende der Kirmesgesellschaft, das sei ein neuer Rekord, so schnell wären die kleinen Kränze noch nie gewonnen worden. Da man Knobeln nicht trainieren kann und auch nicht gepfuscht werden könne, hätten die Spieler unglaubliches Glück mit ihren Würfen gehabt. Von allen Teilnehmern blieben nach der Vorrunde 47 Spieler übrig, die nun versuchten, nach den bekannten Regeln, die Finalteilnehmer zu ermitteln.

And the winner is: Kurt Goldhausen
Letztendlich konnten sich Pauline Fox und Kurt Goldhausen gegen alle Mitbewerber durchsetzen und bestritten das mit Spannung erwartete Finale, in dem sich Kurt Goldhausen mit der höheren Zahl durchsetzen konnte. Glücksstrahlend konnte er den großen Jahreskranz in Empfang nehmen. Als erste Gratulantin kam seine Enkelin zu ihm gelaufen, um Opa zu gratulieren.

Das Würfelturnier in Bannberscheid war erneut ein eindrucksvoller Beweis des Zusammengehörigkeitsgefühls in dem Ort. Durch diese Veranstaltung wurde nochmals die Verleihung des Ehrenpreises durch Ministerpräsident Alexander Schweitzer an die Kirmesgesellschaft Bannberscheid gerechtfertigt.

Am Ende des Spielenachmittags zeigten sich alle sehr zufrieden, Veranstalter und Besucher konnten sich doch nun auf die kommende Silvesterparty vorbereiten. Übrigens wurde von Laura Schenk das Versprechen erneuert, sich an Silvester 2026 wieder beim Knobelturnier in der Aubachhalle zu treffen.


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