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Nachricht vom 19.12.2025    

Erfolgreiche Blutspendeaktion des DRK Selters in der dortigen Festhalle

Von Wolfgang Rabsch

Eine Blutentnahme kann lebensrettend sein - wenn die Blutentnahme nicht von der Polizei angeordnet wurde und das Blut promillefrei ist. Viel sinnvoller ist es daher, dem Aufruf des DRK-Ortsvereins Selters zu einer Blutspende zu folgen, wie auch in diesem Jahr kurz vor Weihnachten.

Fotos: Wolfgang Rabsch

Selters. Gestern (18. Dezember) war es wieder so weit: In der Festhalle von Selters warteten die Sanitäter des Ortsvereins auf Mitbürger, die bereit waren, ihr Blut zu spenden. Vorab einige Informationen, die verständlich machen, wie wichtig Blutspendeaktionen sind.

Wieso sollte man Blut spenden?
Blutspenden ist ein enorm wichtiges Anliegen, denn es kann je nach Situation lebensrettend und -erhaltend sein. Blutkonserven werden dringend benötigt: bei Unfallverletzungen als Ersatz für verlorenes Blut, bei Operationen mit Blutverlust, zum vorübergehenden Ersatz bei geschädigten Blutzellen, zur Unterstützung von Heilungsprozessen sowie bei Blutaustauschtransfusionen zur Rettung Neugeborener.

Wer kann Blut spenden?
Als Erstspender können Männer und Frauen im Alter von 18 bis maximal 68 Jahren Blut spenden, wobei Frauen pro Jahr bis zu viermal und Männer innerhalb eines Jahres bis zu sechsmal Vollblut spenden dürfen. Mehrfachspender, also Personen, die bereits regelmäßig Blut spenden, können auch über das Alter von 68 Jahren hinaus zur Blutspende zugelassen werden. Das Körpergewicht sollte mindestens 50 Kilogramm betragen. Zwischen zwei Vollblutspenden sollten mindestens 56 Tage liegen. Die jeweilige Blutspende wird in einem Blutspenderpass festgehalten.

Wie läuft eine Blutspende ab?
Bevor das Blut entnommen wird, werden Blutdruck und Puls gemessen und der Wert des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) festgestellt. Vor jeder Blutspende füllt der Spender einen Fragebogen zu seiner gesundheitlichen Situation aus, die Anamnese erfolgt durch einen approbierten Arzt, der über die Zulassung der Blutentnahme entscheidet. Es empfiehlt sich, vor der Blutspende ausgiebig zu essen und genug Flüssigkeit zu trinken. Aus einer Ellenbogenvene wird mittels keimfreien Einwegmaterials das Blut entnommen. Die Menge beträgt etwa 500 Milliliter, zusätzlich etwas Blut für Proben der Laboruntersuchungen. In der Regel dauert die Blutentnahme höchstens zehn Minuten.

Die Verträglichkeit der Blutentnahme ist im Allgemeinen als gut bis sehr gut zu bezeichnen. Es wird jedoch angeraten, sich nach der Blutentnahme an bestimmte Regeln zu halten. Nach der Entnahme sollte man unbedingt eine halbe Stunde ruhen, erst danach wieder am Straßenverkehr teilnehmen, rund 2,5 Liter Flüssigkeit trinken, zwei Stunden nach der Blutentnahme keinen Alkohol trinken und nicht rauchen sowie zwölf Stunden nach der Entnahme keine anstrengenden Arbeiten durchführen; auch von Sport und Sauna wird abgeraten. Nach jeder Blutentnahme werden die Blutgruppe und der Rhesusfaktor bestimmt. Darüber hinaus wird das Blut auf die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Infektionskrankheiten untersucht.



Rekordhalter war Steffen Müller mit 90 Blutspenden
So viel zur Bedeutung der Blutspende, die für Interessenten sehr wichtig ist, um vor dem letzten Schritt eventuell noch eine Hemmschwelle abzubauen. Viele Erstspender haben nach den ersten Spenden ganz im Sinne des Wortes „Blut geleckt“ und nutzen die jährliche Höchstzulassung zum Blutspenden, die in der Regel bis zu sechsmal vorgenommen werden kann und entsprechend vermerkt und registriert wird. Rekordhalter beim gestrigen Blutspendetermin in der Festhalle war Steffen Müller aus Selters, der selbst Mitglied im DRK OV Selters ist und gestern zum 90. Mal Blut gespendet hat. Für Steffen Müller ist es eine Selbstverständlichkeit, sein Blut zu spenden, um anderen Menschen zu helfen. Er selbst ist sportlich absolut austrainiert, läuft regelmäßig Marathon und verfügt über eine bemerkenswerte Gesundheit. Sein nächstes Ziel wird sein, einhundertmal Blut gespendet zu haben.

Der DRK-Ortsverein Selters ist als Partner des DRK-Blutspendedienstes Rheinland-Pfalz und Saarland für die Organisation und Durchführung der Blutspendetermine in der Stadt Selters sowie den Gemeinden Wölferlingen und Wittgert (Haiderbach) zuständig. In der Festhalle in Selters wurden die Blutspenden unter Mitwirkung von Medizinern sowie vielen ausgebildeten Sanitätern und Hilfskräften des DRK Selters durchgeführt.

Weit über 100 Blutspender waren erschienen
Zum Ende der Blutspendeaktion konnte der WW-Kurier mit Verantwortlichen des DRK Selters sprechen, die sich zusammenfassend sehr zufrieden mit der Resonanz auf den Blutspendetermin zeigten, hatten doch weit über 100 Spender daran teilgenommen. Bei dieser Gelegenheit wiesen sie auf Anfang 2026 anstehende weitere Termine hin und baten gleichzeitig darum, einen Aufruf zu starten, dass der DRK OV sehr erfreut wäre, wenn sich weitere Mitglieder und Helfer dem Verein anschließen würden.

Blutspendetermine 2026:
5. Februar 2026 in Wittgert von 16:30 Uhr bis 19:30 Uhr;
12. Februar 2026 (Schwerdonnerstag) in Weidenhahn, ebenfalls von 16:30 Uhr bis 19:30 Uhr;
14. Februar 2026 (Karnevalsamstag) in Selters von 13:30 Uhr bis 17:00 Uhr.

Ansprechpartner: Christian Meurer, Tel.: 0176/3571058, und Julian Schell, Tel.: 0157/85583034.


Mehr dazu:   Gesundheitsversorgung  
Lokales: Selters & Umgebung
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