Werbung

Pressemitteilung vom 19.12.2025    

Pfarrer aus Leutesdorf berichtet von der Lage in Nigeria und dem Wunsch nach einem sicheren Weihnachtsfest

"Die Menschen in Nigeria schlafen mit einem geschlossenen und einem geöffneten Auge, denn sie wissen nicht, was als nächstes passiert", weiß Pater Magnus Ifedikwa, Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Bad Hönningen-Rheinbrohl.

Friedlich ist es in Nigeria schon lange nicht mehr. (Foto: Pater Magnus)

Leutesdorf/Abuja – Der 49-Jährige ist in Nigeria geboren, zur Schule gegangen und hat dort das Priesterseminar besucht. "Damals war es friedlich, viele Touristen kamen." Doch die Sicherheitslage in Nigeria hat sich dramatisch verschärft. Besonders im Norden und im Middle Belt werden staatliche und christliche Schulen, Dörfer, Kirchen, Pfarreien oder Polizeiposten angegriffen. Zu Weihnachten fürchten alle christlichen Gemeinschaften Anschläge, sofern der nigerianische Staat nicht für Sicherheit für alle sorgt. Daher hat das internationale katholische Hilfswerk missio Aachen eine E-Mail-Aktion an den Präsidenten Nigerias, Bola Ahmed Tinubu, gestartet und ruft zur Teilnahme auf.

Die Entführungen gehören zum Alltag und treffen Menschen aller sozialen Gruppen und Religionen. Am 21. November kam es zum bisher schwersten Angriff: Bewaffnete überfielen die katholische Schule St. Mary im Bundesstaat Niger und entführten rund 320 Kinder und Lehrkräfte. Kriminelle Banden und islamistische Terrorgruppen verbreiten Angst und Schrecken und bedrohen Bürger, unabhängig von ihrer Religion oder Herkunft. "Viele leben mit einer großen Sorge und einer großen Angst", berichtet Pater Magnus, der in täglichem Austausch mit seiner Familie und Freunden steht. "Sie verhalten sich sehr vorsichtig." Im kommenden Jahr wird er selbst wieder nach Nigeria reisen. "Ich versuche dann von Besuchen wieder um 18 Uhr zurück zu sein, also im Hellen, weil ich Angst habe, dass mir sonst etwas passiert. Ich muss immer vorsichtig sein", erklärt Pater Magnus. "Die Christen vor Ort und ich beten täglich, dass es zu einer großen Veränderung der politischen Situation kommt, damit die Menschen in Nigeria friedlich leben können."



Missio hat eine Vorlage mit zwei Appellen an den nigerianischen Präsidenten formuliert: "Erstens: Setzen Sie alle verfügbaren Mittel ein, um alle entführten Kinder und Lehrer der Schule St. Mary unversehrt zu ihren Familien zurückzubringen. Zweitens: Sorgen Sie dafür, dass christliche Gemeinden in Nigeria sichere und friedliche Weihnachten feiern können. Sicherheitskräfte müssen vor Ort präsent sein und Schulen, Kirchen, Gemeinden sowie Wohnviertel der christlichen Gemeinschaft vor Gewalt schützen." Das Hilfswerk lädt dazu ein, sich bis zum 26. Dezember an der Aktion zu beteiligen.

Weitere Informationen über die Lage in Nigeria und über die Aktion des Hilfswerks missio Aachen gibt es auf www.missio-hilft.de/eilaktion. (PM)


Mehr dazu:   Veranstaltungsrückblicke  
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Alle Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
   

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Erfolgreiche Ski-Talente aus Betzdorf bei Bezirksmeisterschaften

Fünf junge Skifahrer aus Betzdorf zeigten beeindruckende Leistungen bei den alpinen Bezirksmeisterschaften ...

Montabaur gedenkt der Shoah-Opfer mit Stolperstein-Rundgang

Am 27. Januar, dem Internationalen Holocaust-Gedenktag, versammelten sich zahlreiche Menschen in Montabaur, ...

Aktualisiert: Verkehrsunfall mit vier Verletzten auf der Lahnstraße in Bad Ems

Am Nachmittag des 2. Februar 2026 ereignete sich auf der B260 in Bad Ems ein Verkehrsunfall, der zu einer ...

Verfolgungsjagd: Autofahrer ohne Führerschein flüchtet vor Polizei in Bad Ems

In den frühen Morgenstunden des 2. Februar 2026 ereignete sich in Bad Ems eine Verfolgungsjagd, die für ...

Einladung zur Besucherfahrt nach Mainz: Einblicke in die Landespolitik

Der CDU-Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach lädt Bürger zu einer Tagesfahrt nach Mainz ein. Am 6. ...

Rennstrecke und Berufsschule: Cedric Fuchs aus Holzappel meistert die Doppelbelastung

Cedric Fuchs aus Holzappel hat ein anspruchsvolles Jahr hinter sich. Der junge Mann kombinierte seine ...

Weitere Artikel


60 Minuten im lichtlosen Raum: Jugendliche aus Bad Marienberg entdecken Erlebnismuseen

Zwanzig Bad Marienberger Konfirmanden haben bei einem Tagesausflug andere und neue Welten erkundet. Zunächst ...

Erfolgreiche Blutspendeaktion des DRK Selters in der dortigen Festhalle

Eine Blutentnahme kann lebensrettend sein - wenn die Blutentnahme nicht von der Polizei angeordnet wurde ...

Kinderärztlicher Notdienst in Kirchen bleibt bestehen

In Kirchen gibt es gute Nachrichten für Eltern und Kinder: Der kinderärztliche Notdienst wird weiterhin ...

Gastronomie in Rheinland-Pfalz: Gaststätten hoffen trotz Krise auf Weihnachtswunder

Das Gastgewerbe in Rheinland-Pfalz steht vor großen Herausforderungen. Der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbands ...

Weihnachtsferien in Rheinland-Pfalz: Volle Straßen und Verkehrstipps

Mit dem Beginn der Weihnachtsferien in Rheinland-Pfalz wird es auf den Straßen, in Zügen und am Frankfurter ...

Grippewelle in Rheinland-Pfalz: Influenzaviren auf dem Vormarsch

Mit der kalten Jahreszeit steigt die Zahl der Grippefälle in Rheinland-Pfalz deutlich an. Besonders das ...

Werbung