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Pressemitteilung vom 18.12.2025    

Neues Gremium der katholischen Kirche startet 2026

Die Synodalkonferenz, ein neues nationales Gremium der katholischen Kirche in Deutschland, soll im Herbst 2026 erstmals tagen. Dabei werden Kleriker und Laien gemeinsam über wichtige Zukunftsthemen beraten.

Trierer Bischof Stephan Ackermann. (Foto: Harald Tittel/dpa)

Trier. Es ist ein bedeutender Schritt für die katholische Kirche in Deutschland: Die Synodalkonferenz, in der Bischöfe und Laien gleichberechtigt zusammenarbeiten sollen, wird voraussichtlich im Laufe des nächsten Jahres an den Start gehen. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann erwartet, dass das erste Treffen im Spätherbst 2026 stattfinden wird.

Ackermann bezeichnete die Gründung der Synodalkonferenz als "ein guter Schritt", da sie die Möglichkeit biete, Entscheidungen über Themen oder Prozesse, die die deutsche Kirche betreffen, mit größerer Verbindlichkeit zu treffen. Zudem könne man in der Öffentlichkeit noch stärker gemeinsam auftreten und die Kirche gestalten. "Ich glaube, das hat eine neue Qualität. Das ist eine Chance, die darin liegt", so der Bischof.

Die Satzung für die Synodalkonferenz wurde bereits mit Rom abgestimmt. Sowohl der Synodale Ausschuss als auch das Zentralkomitee der Katholiken (ZdK) haben zugestimmt, nun fehlt nur noch die Zustimmung der Bischofskonferenz. Ackermann erwartet diese Zustimmung bei der Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe.



Das neue Gremium könnte Themenprioritäten setzen, mit denen sich die Bistümer im folgenden Jahr besonders befassen sollten. "Natürlich müssen die Bistümer bei der Umsetzung jeweils zustimmen", betonte der Bischof. Ackermanns Fazit lautet: "Der Reformprozess ist nicht im Stocken, sondern er geht voran entlang der Wegmarken, die wir uns gesetzt haben."

Die Synodalkonferenz ist ein Ergebnis des seit 2019 laufenden Reformprozesses Synodaler Weg. Sie soll aus den 27 Diözesanbischöfen, ebenso vielen Mitgliedern des ZdK und weiteren 27 von der Synodalversammlung zu wählenden Mitgliedern bestehen.

Bischof Ackermann äußerte sich auch zu Papst Leo XIV., den er als "moderaten Reformer" und "guten Zuhörer" beschrieb. Leo setze die Linie von Papst Franziskus fort und sichere Veränderungen ab, wie die Möglichkeit für Frauen, Chefinnen von vatikanischen Behörden zu werden. Einheit in der Kirche sei dem Papst ein sehr wichtiges Anliegen. (dpa/bearbeitet durch Red)


Mehr dazu:   Kirche & Religion  
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