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Pressemitteilung vom 17.12.2025    

Neue Ansätze für den Umgang mit herausforderndem Verhalten in Kitas

In den evangelischen Kindertagesstätten im Westerwald stehen Fachkräfte vor der Herausforderung, angemessen auf schwieriges Verhalten von Kindern zu reagieren. Eine neue Schulung soll ihnen helfen, besser damit umzugehen. Doch was steckt hinter dem Konzept und wie kann es die Arbeit erleichtern?

Die teilnehmenden Kita-Leitungen. (Foto: Sabine Hammann-Gonschorek)

Westerburg. Was tun, wenn ein Kita-Kind andere Kinder schlägt oder beißt? Erzieherinnen und Erzieher sind oft unsicher, wie sie auf solches Verhalten reagieren sollen. Sabrina Wittwer, Geschäftsführerin der zwölf evangelischen Kitas im Westerwald, berichtet von der Hilflosigkeit vieler Fachkräfte: "Viele Kolleginnen und Kollegen fühlen sich in solchen Situationen zunehmend hilflos, da es nur wenige gut evaluierte Konzepte für die pädagogische Praxis gibt."

Um dem entgegenzuwirken, werden alle Kita-Leitungen und Stellvertretungen mit dem Konzept HeViKi geschult. Diese Methode, entwickelt am Zentrum für Kinder- und Jugendforschung an der Evangelischen Hochschule Freiburg, zielt darauf ab, durch systematische Qualifizierung von Kitateams die Kompetenzen der Fachkräfte zu erweitern.

Katja Wüst, Fachberaterin für Kindertagesstätten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), ist überzeugt: "Das Modell ist zukunftsweisend, um alltägliche Stresssituationen abzubauen und den Ursachen für herausforderndes Verhalten auf den Grund zu gehen."




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20 Prozent der Kinder brauchen mehr Aufmerksamkeit
Die Schulung, geleitet von Dr. Klaus Fröhlich-Gildhoff, bietet einen klaren Handlungskreislauf aus Beobachten, Verstehen, Analysieren, Handeln und Überprüfen. Studien zeigen, dass etwa 20 Prozent der Kinder mehr Aufmerksamkeit benötigen. Der Ansatz richtet sich sowohl an impulsive als auch an stille Kinder.

Dr. Fröhlich-Gildhoff betont, dass nicht die Zahl der schwierigen Kinder gestiegen sei, sondern die Anforderungen an die Kitas. Die Altersspanne der betreuten Kinder hat zugenommen, und Familienstrukturen verändern sich. Ziel ist es, die Fachkräfte zu stärken und die Kinder frühzeitig zu unterstützen. Die Kita-Leitungen sollen das erlernte Wissen in ihre Teams tragen, um eine nachhaltige Verbesserung zu erzielen. (PM/Red)


Mehr dazu:   Kinder & Jugend  
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