Werbung

Pressemitteilung vom 14.12.2025    

Mobilfunkoffensive: Rheinland-Pfalz will Sendelücken in freier Natur schließen

Die Mobilfunkversorgung in den malerischen Landschaften von Rheinland-Pfalz soll verbessert werden. Dies betrifft insbesondere schwer zugängliche Gebiete im Westerwald.

Funklöcher in Deutschland. (Foto: Martin Schutt/dpa)

Mainz. Telefonieren im Wald oder in Naturschutzgebieten ist oft schwierig, da die Verbindung schlecht ist. Digitalisierungsministerin Dörte Schall (SPD) betonte, dass "die Lücken da sind, wo die Landschaft am schönsten ist". Rheinland-Pfalz unterscheide sich damit nicht von anderen Regionen Deutschlands.

Ein zentrales Problem bei der Errichtung von Mobilfunkmasten in ländlichen Gebieten ist die Stromanbindung. Daher gibt es nun Treffen zwischen Mobilfunkunternehmen und Energieversorgern. Diese Zusammenarbeit ist für die Funkmastbetreiber, die seit September Teil des neuen Mobilfunkpakts mit der Landesregierung sind, von großem Interesse.

Die Ministerin erklärte, dass die Anbindung an das Stromnetz ein erheblicher Zeit- und Kostenfaktor sei. Ziel sei es, günstige Konditionen für eine verlässliche Versorgung zu erreichen. Zudem müssen geeignete Liegenschaften als potenzielle Mobilfunkstandorte identifiziert werden.

Sendemasten im Wald?
Naturschutz und digitale Infrastruktur können koexistieren, so Alina Decker vom Naturschutzbund NABU. Entscheidend sei dabei die Standortwahl der Masten, um Eingriffe in sensible Bereiche wie Brutplätze oder naturnahe Waldstrukturen zu vermeiden. Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) warnt vor den Auswirkungen auf Schutzgebiete durch Sendemasten.



Für die Verbesserung der Mobilfunkversorgung plant die Digitalisierungsministerin eine weitere Mobilfunkmesswoche in Rheinland-Pfalz. Die Bürger erfassen dabei die Netzabdeckung mit einer App der Bundesnetzagentur. "Ich finde das super", sagte Schall. Solche Messungen legen "den Finger in die Wunde" und helfen, strategisch auszubauen und bestehende Anlagen zu modernisieren.

2.100 Masten sollen bis 2027 hinzukommen
Seit 2022 gibt es in Rheinland-Pfalz einen Mobilfunkpakt, der bis 2027 erneuert wurde. Die vier Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone, Telefonica/O2 und 1&1 sowie neue aktive Funkmastbetreiber verpflichten sich, rund 2.100 Standortmaßnahmen zu realisieren. Im Fokus stehen Neubauten und Erweiterungen in ländlichen Gebieten.

Laut dem Digitalministerium sollen bereits jetzt rund 99,85 Prozent der Haushalte über 4G/LTE versorgt sein. Der Standard 5G deckt bereits 98,73 Prozent der Haushalte ab. Dennoch bestehen weiterhin regionale Lücken, besonders in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.
(dpa/bearbeitet durch Red)


Mehr dazu:   Politik & Wahlen   Wirtschaft  
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Rheinland-Pfalz


Versicherungsschutz für junge Erwachsene: Worauf Eltern achten sollten

Mit dem 18. Geburtstag steht jungen Erwachsenen ein wichtiger Schritt bevor: Die Anpassung ihres Versicherungsschutzes. ...

Rhein in Bedrängnis: Niedrigwasser sorgt für Schwierigkeiten in Rheinland-Pfalz

Der Rhein, eine der wichtigsten Wasserstraßen Europas, kämpft derzeit mit niedrigen Pegelständen und ...

Politologe rät Merz zur Annäherung an die CDU-Fraktion in Rheinland-Pfalz

Der Umgang von Friedrich Merz mit dem ehemaligen Verkehrsminister Patrick Schnieder hat innerhalb der ...

Niedrigwasser stoppt traditionellen Schiffskonvoi bei "Rhein in Flammen" in Koblenz

Das Feuerwerksspektakel "Rhein in Flammen" in Koblenz steht vor einer Herausforderung. Aufgrund niedriger ...

Premiere bei Schreiner Wolf in Moschheim: Leonie Bothe ist erste weibliche Auszubildende

Abitur, Studium, Bürojob? Nicht für Leonie Bothe. Die 19-Jährige lernt Tischlerin und bricht dabei auch ...

Heißes Wetter und anstehendes Unwetter in Rheinland-Pfalz

Ein heißer Tag steht bevor, doch die Ruhe könnte trügerisch sein. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt ...

Weitere Artikel


Ukrainische Schüler in Rheinland-Pfalz möchten dauerhaft in Deutschland bleiben

Die Integration von Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine in die Schulen von Rheinland-Pfalz soll ...

Sonnige Aussichten für den Westerwald in der neuen Woche

Nach einer Phase trüben, wenn auch warmen Winterwetters dürfen sich die Menschen im Westerwald auf heiteres ...

Vier Westerwälder Schulen werden "Schulen der Zukunft"

Vier Schulen aus dem Westerwaldkreis haben es geschafft. Sie wurden als "Schulen der Zukunft" anerkannt ...

Bad Ems: Gemeinsame Kontrollen im Rhein-Lahn-Kreis zeigen positive Resonanz

Am 13. Dezember 2025 führte die Polizeiinspektion Bad Ems in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung des ...

Vielfältiges Kunsthandwerk und Lichterglanz auf dem Puderbacher Weihnachtsmarkt

Der Weihnachtsmarkt findet in Puderbach traditionell am dritten Adventswochenende statt. Um 15 Uhr am ...

Klangvolle Vorfreude: Weihnachtliches Singen und Schmausen in Simmern

In Simmern wird es am Samstag, 20. Dezember, ein stimmungsvolles Weihnachtsliedersingen geben. Der Gesangverein ...

Werbung