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Pressemitteilung vom 12.12.2025    

Radverkehrskonzept der Verbandsgemeinde Montabaur: Ein Schritt in Richtung zukünftige Mobilität

In der Verbandsgemeinde Montabaur wird das Fahrradfahren immer populärer. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, hat die Gemeinde ein umfassendes Radverkehrskonzept vorgestellt. Dieses Konzept könnte entscheidend für die zukünftige Planung und Verbesserung der Radinfrastruktur sein.

Das Radverkehrskonzept der VG Montabaur ist ein Baustein der Verkehrsentwicklung in der Region insgesamt, denn es muss immer das Zusammenspiel zwischen Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern betrachtet werden (Foto: VG Montabaur / Christina Weiß)

VG Montabaur. Die Verbandsgemeinde (VG) Montabaur hat ein neues Radverkehrskonzept entwickelt, das als Grundlage für die künftige Planung von Radwegen dient. Das Konzept stellt alltagstaugliche Radwege in den Mittelpunkt und umfasst insgesamt 309 Einzelmaßnahmen, von langen Radwegen entlang von Bundesstraßen bis hin zu Schildern mit der Aufschrift "Für Radfahrer frei" an Gehwegen.

Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich betonte während einer Sitzung, dass der Prozess zur Umsetzung des Konzepts komplex sei und viele Beteiligte erfordere. "Auch wenn wir alle uns das wünschen würden: Wir werden nicht im nächsten Jahr damit beginnen, überall Radwege zu bauen und auszuweisen", erklärte er. Dennoch sei ein Anfang gemacht worden, und eine umfassende Sammlung von Ideen liege nun auf dem Tisch.

Pendlerrouten, Basisrouten und Verdichtungsnetz
Das Büro VAR+ erstellte das Konzept im Auftrag der VG und ihrer Mitgliedsgemeinden. Es sieht drei Kategorien von Radwegen vor: Pendlerrouten, Basisrouten und ein Verdichtungsnetz. Insgesamt ist ein Netz von fast 450 Kilometern geplant, von denen 115 Kilometer noch gebaut werden müssen. Die Umsetzung aller Maßnahmen würde etwa 70 Millionen Euro kosten.




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Marion Gräf, Fachbereichsleiterin, hob die Bedeutung der Bürgerbeteiligung hervor. Rund 400 Meldungen von Bürgern wurden in das Konzept integriert. "Es gab sehr viele gute Beiträge, die zum größten Teil übernommen wurden", sagte sie. Das Konzept soll auch dazu dienen, Fördermittel zu beantragen und die Koordination zwischen den verschiedenen Straßenbaulastträgern zu verbessern.

Zusammenspiel zwischen Fußgängern, Radfahrern und Autofahrer
Neben baulichen Maßnahmen könnten auch durch geänderte Beschilderung Verbesserungen erzielt werden. Bürgermeister Richter-Hopprich kündigte an, das Ordnungsamt zu beauftragen, entsprechende Maßnahmen zu prüfen. Er betonte: "Priorität hat dabei das Miteinander aller Verkehrsteilnehmer."

Auf landespolitischer Ebene will Richter-Hopprich ebenfalls aktiv bleiben. Als Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Kommunen (AGFFK) in Rheinland-Pfalz setzt er sich dafür ein, dass neue Methoden wie Piktogrammketten auch in Rheinland-Pfalz angewendet werden dürfen. Das Radverkehrskonzept soll kontinuierlich weiterentwickelt werden, um ein funktionierendes Netz über die Grenzen der Gemarkung hinaus zu schaffen. (PM/Red)


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