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Pressemitteilung vom 10.12.2025    

Rheinland-Pfalz beschleunigt Windenergie-Ausbau

Rheinland-Pfalz hat sich ehrgeizige Ziele beim Ausbau der Windenergie gesetzt und will schneller vorankommen als vom Bund vorgegeben. Diese Pläne stoßen jedoch auf deutliche Kritik seitens der Opposition.

Symbolbild. (Quelle: Pixabay)

Mainz. Beim Ausbau der Windenergie setzt Rheinland-Pfalz auf ein hohes Tempo. Der Landtag in Mainz verabschiedete das sogenannte Windenergie-Gebietegesetz, mit dem das Bundesland ambitioniertere Vorgaben als der Bund verfolgt. Bereits bis zum Jahr 2030 soll die vorgeschriebene Fläche ausgewiesen sein, auf der Windräder errichtet werden dürfen. Hintergrund dieser Regelung ist das Ziel, in Deutschland mehr Strom aus Windkraft zu erzeugen. Die Bundesländer sind angehalten, bis Ende 2032 Flächen für den Bau von Windkraftanlagen festzulegen. Laut dem Bundesgesetz sollen in Rheinland-Pfalz 2,2 Prozent der Landesfläche dafür vorgesehen werden. Das neue Gesetz der Ampelregierung sieht vor, dass bis Ende 2027 bereits 1,4 Prozent der Fläche bereitgestellt werden und die restlichen 0,8 Prozent bis Ende 2030 folgen.

Starke Kritik der Opposition
CDU-Abgeordneter Sven Koch kritisierte, dass die Landesregierung die Chance vergebe, den Windenergieausbau gemeinsam mit den Kommunen strukturiert und verlässlich voranzubringen. Er bemängelte eine unzureichende Einbindung und zu kurze Fristen, was Verunsicherung schaffe und die Akzeptanz gefährde. Auch AfD-Fraktionschef Jan Bollinger berichtete von Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Vorgaben in den Regionen und bezweifelte die Umsetzbarkeit des Bundesgesetzes in Rheinland-Pfalz. Patrick Kunz von den Freien Wählern wies auf Protestaktionen in den Regionen gegen die Ausbaupläne hin.



Innenminister sichert Augenmaß zu
Innenminister Michael Ebling (SPD) hingegen versicherte, dass die Vorhaben mit Augenmaß umgesetzt würden. Die Ziele seien zwar ambitioniert, jedoch werde für einen fairen Interessenausgleich gesorgt. Zur Verringerung von Abhängigkeiten bei der Energieversorgung sei der Ausbau erneuerbarer Energien notwendig.
(dpa/bearbeitet durch Red)


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