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Pressemitteilung vom 06.12.2025    

Debatte um Rentenpaket: Machalet warnt vor Abbau sozialer Sicherungen

Die Bundestagsabgeordnete Dr. Tanja Machalet bezieht Stellung zur aktuellen Diskussion um das Rentenpaket. Sie warnt vor einer einseitigen Sicht auf die Reformpläne und betont die Bedeutung der gesetzlichen Rente als tragende Säule der Altersversorgung.

(Fotoquelle: Heidi Perpeet / Wahlkreisbüro Dr. Tanja Machalet MdB)

Berlin. Die Bundestagsabgeordnete Dr. Tanja Machalet, Vorsitzende des Gesundheitsausschusses und ehemalige rentenpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, sieht in der aktuellen Debatte um das Rentenpaket die Gefahr einer verzerrten Darstellung. Nach ihrer Auffassung muss eine verlässliche gesetzliche Rente weiterhin die Grundlage der Altersversorgung in Deutschland bilden. Sie stellt heraus, dass bewährte sozialstaatliche Sicherungen nicht leichtfertig infrage gestellt werden sollten.

Auswirkungen des Rentenniveaus auf zukünftige Renten
Im Zentrum ihrer Argumentation steht das Rentenniveau. Machalet kritisiert die verbreitete Sichtweise, ein sinkendes Rentenniveau entlaste automatisch die jüngeren Generationen. Ihrer Einschätzung nach wirkt sich ein heute höheres Rentenniveau auch positiv auf die späteren Renten der heute Jüngeren aus. Sinke das Rentenniveau in der Gegenwart, verliere auch der Wert der zukünftigen Renten an Kaufkraft. Besonders für Personen mit niedrigen oder geringen Einkommen sieht sie darin ein erhebliches Problem, weil diese Gruppen weniger Spielraum für zusätzliche Vorsorge hätten.

Rolle der privaten und betrieblichen Vorsorge
Machalet räumt ein, dass private Vorsorge ein sinnvoller ergänzender Bestandteil der Altersabsicherung sein könne. Zugleich verweist sie darauf, dass private Vorsorge die gesetzliche Rente nicht ersetzen könne und für viele Menschen finanziell kaum leistbar sei. Als geeigneten Ansatz bewertet sie eine stärkere Ausweitung der Tarifbindung. In Betrieben mit Tarifverträgen gebe es nach ihrer Darstellung häufig auch eine gut ausgebaute betriebliche Altersvorsorge, die die gesetzliche Rente sinnvoll ergänze und damit die Gesamtsicherheit im Alter verbessere.



Solidarisches System statt Generationenkonflikt
Deutlich wendet sich Machalet gegen die Deutung der Rentendebatte als Konflikt zwischen den Generationen. Entscheidend sei aus ihrer Sicht, dass das solidarische Sicherungssystem insgesamt tragfähig bleibe. Dazu zählt sie eine faire und langfristig gesicherte Finanzierung sowie eine angemessene Verteilung der Lasten. Ein dauerhaft stabiles System entstehe nach ihrer Einschätzung nicht durch Leistungskürzungen, sondern durch eine breitere und gerechtere Ausgestaltung. Sie verweist in diesem Zusammenhang auf die Gefahr zusätzlichen Kaufkraftverlustes, falls das Rentenniveau weiter sinke.

Bewertung politischer Angriffe und Bedeutung des Rentenniveaus
Kritisch sieht Machalet auch die politischen Angriffe auf das Rentenpaket aus Richtungen, die grundsätzlich einen geringeren Umfang sozialstaatlicher Leistungen befürworten. Nach ihrer Einschätzung trägt eine solche Haltung dazu bei, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu belasten. Die Stabilisierung des Rentenniveaus bewertet sie als politisch richtig und sozial notwendig. Im Mittelpunkt steht für sie die Verantwortung, dass Menschen im Alter auf eine sichere und verlässliche Rente vertrauen können. Dies gelte sowohl für kommende Rentnerjahrgänge als auch für die heutigen Rentner, die aus ihrer Sicht einen Anspruch auf ein Altern in Würde haben.(PM/bearbeitet durch Red)


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