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Pressemitteilung vom 05.12.2025    

Brücken bauen im Westerwald: Wie Ehrenamt Integration fördert

Am Freitag (5. Dezember 2025) wird weltweit der Internationale Tag des Ehrenamtes gefeiert, um die Bedeutung freiwilligen Engagements zu würdigen. Im Westerwald- und Rhein-Lahn-Kreis ist die Arbeit der Caritas ohne die Unterstützung zahlreicher Ehrenamtlicher nicht denkbar. Ein Blick in die Caritas-Anziehpunkte zeigt, wie das Ehrenamt Brücken zwischen Kulturen baut.

Multikulturelles Erinnerungsfoto im Anziehpunkt Lahnstein: Leiterin Antje Fleckenstein (2. von rechts) und Gemeindecaritas-Referent Rainer Lehmer (3. von links) mit den Ehrenamtlichen (von links) Petros Mohammad, Vasyl Tsiurupa, Nina Kovelenko und Sherin Hadji. (Foto: Caritas WWRL/Holger Pöritzsch)

Westerwald. Der Internationale Tag des Ehrenamtes, jedes Jahr am 5. Dezember begangen, würdigt global die unverzichtbaren Beiträge von Freiwilligen. In Deutschland engagieren sich laut dem aktuellen Freiwilligensurvey rund 29 Millionen Menschen ehrenamtlich. Auch im Westerwald- und Rhein-Lahn-Kreis ist die Arbeit der Caritas ohne die vielen Ehrenamtlichen undenkbar. "Ehrenamtliches Engagement ist und bleibt unersetzlich, denn es schafft eine Nähe zu den Menschen vor Ort, die hauptamtliche Arbeit nur schwer leisten kann", so Rainer Lehmler, Referent für Gemeindecaritas beim Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn.

In den Caritas-Anziehpunkten in Lahnstein und Montabaur treffen täglich Menschen unterschiedlichster Herkunft aufeinander. Im Anziehpunkt Lahnstein etwa engagieren sich rund 50 Ehrenamtliche aus Ländern wie der Ukraine, Syrien, Russland, Kasachstan, dem Iran oder Afghanistan. Antje Fleckenstein, Leiterin des Anziehpunkts in der Adolfstraße 51, erzählt: "Einige der Ehrenamtlichen kamen als Kundin oder Kunde, andere über unsere Beratungsdienste - und manche standen einfach im Laden und fragten, ob sie helfen dürfen." Sie schätzt die Vielfalt ihres Teams sehr: "Alle bringen interessante Lebensgeschichten mit."

Wie Ehrenamt im Anziehpunkt Montabaur Brücken zwischen Kulturen baut

Die ehrenamtliche Arbeit öffnet Türen, wie die Geschichten der Helfer zeigen. Sherin Hadji aus Syrien liebt es, Menschen zu helfen, während Vasyl Tsiurupa aus Odessa in der Ukraine besonders die Annahme der Spenden betreut. Nina Kovelenko aus Poltawa/Ukraine verbessert neben ihrer Tätigkeit im Anziehpunkt auch ihre Sprachkenntnisse. Petros Mohammad aus dem Iran betont die Bedeutung von Sprache, Teilhabe und Gemeinschaft für Integration.



Auch im Anziehpunkt Montabaur engagieren sich Menschen aus verschiedenen Ländern, darunter zwei junge Frauen aus dem Sudan und dem Libanon. "Wir sind ein Ort, an dem jeder willkommen ist - nicht nur beim Einkauf, sondern auch im Ehrenamt", sagt Vera Zimmermann, Leiterin des Anziehpunkts.

Rainer Lehmler sieht in diesem Engagement gelebte christliche Sozialarbeit: "Ehrenamtliches Engagement schafft Nähe zum Menschen - und Integration geschieht nicht abstrakt, sondern im direkten Miteinander." Die Ehrenamtlichen des Caritasverbandes leisten wertvolle Arbeit in vielen Bereichen, von Gottesdiensten bis hin zu Betreuungsangeboten in Altenzentren. Der Caritasverband wirbt aktuell mit einer Kampagne unter dem Motto "Gemeinsam Gutes bewegen - MITMACHER*IN gesucht" für das Ehrenamt. Interessierte können sich bei Rainer Lehmler unter der Telefonnummer 02602-160669 oder per E-Mail an rainer.lehmler@cv-ww-rl.de informieren. (PM/Red)


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