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Pressemitteilung vom 04.12.2025    

Ende und Neuanfang: Jugendkirche "Way to J" verabschiedet sich nach 18 Jahren

Nach über 18 Jahren verabschiedet sich die ökumenische Jugendkirche "Way to J" in Selters mit einem Gottesdienst. Die Zukunft der Jugendlichen bleibt jedoch gesichert, denn ein neues Projekt steht bereits in den Startlöchern.

Das Team von Way to J schickt Herzen zum Abschied vom Jugendraum am Selterser Marktplatz. (Fotos: Sabine Hammann-Gonschorek)

Selters. In Selters fand der Abschiedsgottesdienst der ökumenischen Jugendkirche "Way to J(esus)" statt, die sich nach über 18 Jahren offiziell aufgelöst hat. Gegründet vor rund zwanzig Jahren, bot das Projekt kreativen Raum für Jugendliche, um Gottesdienste an außergewöhnlichen Orten wie Kinos, Fitnessstudios oder Bauernhöfen zu feiern. Aktionen wie "7 Wochen ohne Lügen" in der Passionszeit und jährliche Sommerfreizeiten nach Italien, Frankreich und Skandinavien prägten das Angebot.

Beim musikalischen Lobpreis-Gottesdienst reflektierten die Teamer Emil (18 Jahre) und Henny (24 Jahre) die vergangenen Jahre. "Ich glaube, wir sind alle ein wenig traurig. Die Sommerfreizeiten, die guten Gespräche, die Begegnungen werden in Erinnerung bleiben. Aber ich bin zuversichtlich, dass Freundschaften überdauern und es weitergeht. Es ist eine neue Möglichkeit für uns alle", sagte Emil. Henny ergänzte: "Es ist schade, dass dieses Kapitel endet, aber es ist der richtige Zeitpunkt, um zu schauen, was wir als Jugendkirche zukünftig machen möchten. Unsere Gottesdienste, namens 'Light Up', sollen auf jeden Fall weitergehen."

Erlebnisse der letzten 18 Jahre
In einer Präsentation wurde deutlich, wie sehr die Jugendkirche das Leben der Jugendlichen in der Region geprägt hat. Insgesamt wurden 132 Gottesdienste gefeiert, etwa 1000 Jugendtreffs organisiert und 17 Sommerfreizeiten durchgeführt. Der Name Way to J und der Jugendraum in Selters werden zum Jahresende 2025 Geschichte sein. Doch der Abschied bedeutet nicht das Ende. Ab Januar 2026 übernimmt die Stadt Selters den Jugendraum für offene Treffs unter der Leitung der Kommunalen Jugendpflege.




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Neuanfang in den Startlöchern
Das Team von Way to J plant, als mobile Jugendkirche in Montabaur weiterzumachen. Die Planungen für das neue ökumenische Jugendprojekt "Jugendkirche 2.0" laufen bereits. Stefan Ley, katholischer Pastoralreferent und langjähriger Leiter von Way to J, betonte: "Auch wenn das Kapitel in Selters zu Ende geht, so öffnen sich neue Türen. Wir wollen mit dem neuen Projekt in Montabaur weiter den jungen Menschen einen Raum bieten, in dem sie Kirche gestalten können, so wie sie es selbst für richtig halten." Die Abschiedsfeier bot auch Gelegenheit für Dank und Rückschau. "18 Jahre sind für ein Jugendprojekt eine unvorstellbar lange Zeit", sagte Ley. "Doch wir sind zuversichtlich, dass das, was wir hier aufgebaut haben, weiterhin lebendig ist. Wir sind dankbar für alles, was wir gemeinsam und mit Gott erlebt haben."

Nach dem Gottesdienst gab es einen gemütlichen Ausklang mit Kuchen und Pizza. Zahlreiche Weggefährten begleiteten den Abschiedsabend, darunter Pfarrer Werner Schleifenbaum, Mitbegründer von Way to J, und der ehemalige Dekanatsjugendreferent Marco Herrlich. (PM/Red)


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