Werbung

Pressemitteilung vom 03.12.2025    

Rattenalarm in Koblenz: Wefelscheid fordert Kurswechsel bei Schädlingsbekämpfung

In der Koblenzer Schlossstraße sorgt eine Rattenplage für Unruhe. Der Landtagsabgeordnete Stephan Wefelscheid warnt vor den Folgen verschärfter Regeln für Schädlingsbekämpfungsmittel und sieht dringenden Handlungsbedarf.

Symbolbild: Pixabay.

Koblenz. In der Schlossstraße von Koblenz sind Mäuse und Ratten zu einem ernsthaften Problem geworden, das Anwohner, Geschäftsleute und Besucher gleichermaßen beunruhigt. Der Koblenzer Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der FREIE WÄHLER Stadtratsfraktion, Stephan Wefelscheid, kritisiert die aktuellen Regularien scharf: "Praxis übertrifft mal wieder Theorie." Er sieht in den Problemen ein warnendes Beispiel dafür, dass verschärfte Regeln ohne praxistaugliche Lösungen in eine hygienische und gesundheitliche Sackgasse führen können.

Wefelscheid hatte mit einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung frühzeitig auf die Risiken eines möglichen Verbots von Rodentiziden hingewiesen. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) prüft derzeit, ob die Zulassung bestimmter Mittel für private Anwender auslaufen soll. Ab dem 1. Januar 2026 ist geplant, dass Rodentizide nur noch stark eingeschränkt verkauft werden dürfen, wobei Privatpersonen diese generell nicht mehr erwerben können.

Die Antwort der Landesregierung bestätigt, dass es in städtischen Gebieten seit Jahren Probleme gibt. Während Rodentizide als besonders wirksam angesehen werden, setzt das Umweltministerium verstärkt auf Schlagfallen und professionelle Schädlingsbekämpfer. Wefelscheid sieht darin einen gefährlichen Schlingerkurs: "Die Landesregierung teilt die Bewertung der Bundesanstalt, blendet aber aus, was das für die Realität in unseren Städten bedeutet."



Besonders kritisch sieht er die Vorstellung, dass Kommunen und Fachbetriebe allein die Bekämpfung übernehmen könnten. Bereits jetzt stoßen viele Kommunen an ihre finanziellen und personellen Grenzen. Wenn der Zugang zu Rodentiziden für Bürger beschränkt wird, drohe eine Versorgungslücke, die professionelle Dienstleister weder organisatorisch noch kostengünstig schließen könnten.

Die Situation in der Schlossstraße verdeutlicht laut Wefelscheid die Problematik: "Wir sehen, was passiert, wenn wir theoretische Idealvorstellungen über die Praxis stellen. Die Menschen erwarten zu Recht, dass Stadt und Land eine wirksame Schädlingsbekämpfung ermöglichen." Er plädiert für einen verantwortungsvollen und fachlich begleiteten Einsatz von Rodentiziden mit klaren Vorgaben.

Wefelscheid fordert von der Bundesregierung praxistaugliche Lösungen, die nicht zusätzliche Belastungen für Kommunen und private Haushalte schaffen. Eine Kombination aus Prävention, kommunalen Konzepten und kontrolliertem Rodentizid-Einsatz sei notwendig. "Der Vertrieb könnte Fachbetrieben vorbehalten sein, begleitet von einem Verbot des anonymen Online-Handels", so Wefelscheid. Er sieht insbesondere Umweltministerin Katrin Eder und die Koblenzer Bundestagsabgeordneten in der Verantwortung, die Situation in Berlin zu thematisieren. PM/Red


Mehr dazu:   Umwelt & Gesundheit  
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Gnadenlose Narren besetzten das Rathaus in Höhr-Grenzhausen

Rathausstürmung am rußigen Freitag (13. Februar 2026): Obwohl der Eingang zur Verbandsgemeindeverwaltung ...

Kirchenpräsidentin Tietz besucht Westerwälder Einrichtungen

Prof. Dr. Christiane Tietz, Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), ...

Frühlingsboten in Nahaufnahme: Ein Tag mit der NAJU-Kindergruppe Hundsangen

In Hundsangen erwacht die Natur, und die NAJU-Kindergruppe entdeckt die Geheimnisse der Frühblüher. Mit ...

Feuerwehr rettet Rottweiler aus Abwasserschacht in Alsbach

In Alsbach ereignete sich am Freitag, dem 13. Februar 2026, ein ungewöhnlicher Rettungseinsatz. Ein Rottweiler ...

Winterhygge verzaubert Hachenburgs Alten Markt

Vom 15. Januar bis 7. Februar 2026 verwandelte sich der Alte Markt in Hachenburg in einen besonderen ...

Kriminalpolizei warnt vor Betrügern im Westerwaldkreis

Im Westerwaldkreis häufen sich derzeit Betrugsfälle durch sogenannte "Dachhaie". Diese Täter sprechen ...

Weitere Artikel


Buchtipp: "Gedankenfarben" von Marie Spohr

Das Titelbild des Buches zeigt die leuchtenden Farben eines winterlichen Schönwetter-Sonnenuntergangs: ...

Neue Impulse für die Kita-Sozialarbeit im Westerwaldkreis

Mit neuen Ideen und frischem Wissen sind die Kita-Sozialarbeitenden im Westerwaldkreis aus einer mehrteiligen ...

Unbekannte schlagen Pkw-Scheibe in Westerburg ein

In Westerburg kam es am Mittwoch (3. Dezember 2025) zu einem Pkw-Aufbruch auf dem Parkplatz Hofwiese. ...

Dank und Anerkennung: Feuerwehr-Ehrentag in Ransbach-Baumbach

Am 14. November kamen über 200 Feuerwehrleute in der festlich geschmückten Haiderbachhalle in der Verbandsgemeinde ...

AKTUALISIERT | Öffentlichkeitsfahndung nach Tatjana G. aus Koblenz eingestellt

AKTUALISIERT | Die Polizei Koblenz hat die Fahndung nach der vermissten Tatjana G. beendet. Die 40-jährige ...

Rheinland-Pfalz: Landwirtschaft und Umweltschutz schmieden neue Allianz für Artenvielfalt

In Rheinland-Pfalz haben sich Landwirtschaft und Umweltschutz nach einem langen Prozess auf eine engere ...

Werbung