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Nachricht vom 28.11.2025    

Inklusive Kita aus Unkel gewinnt Deutschen Kita-Preis 2025

Eine inklusive Kita aus Unkel hat den Deutschen Kita-Preis 2025 gewonnen und damit bundesweit Aufmerksamkeit erhalten. Die Einrichtung überzeugte die Jury mit ihrem pädagogischen Konzept und einer umfassenden inklusiven Ausrichtung. Auch aus dem Landkreis gab es große Anerkennung.

Preisverleihung des Deutschen Kita-Preises. Foto: Soeren Stache/dpa

Unkel. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung hat am Donnerstagabend in Berlin die Inklusive Kita Unkel mit dem Deutschen Kita-Preis 2025 ausgezeichnet. Der Titel "Kita des Jahres 2025" ist mit einem Preisgeld von 25.000 Euro verbunden. Auch die Kita St. Nikolaus aus Kirchen/Sieg in Rheinland-Pfalz erreichte einen zweiten Platz.

Wertschätzende Betreuung und enge Kooperationen
Die Unkeler Kita überzeugte die Jury durch ihre professionelle und wertschätzende Betreuung aller Kinder, unabhängig von möglichen Beeinträchtigungen. Besondere Anerkennung fand die enge Zusammenarbeit mit dem Heilpädagogisch-Therapeutischen Zentrum Neuwied, durch die Förderbedarf frühzeitig erkannt und therapeutische Maßnahmen direkt in der Kita umgesetzt werden können.

Ein fester Bestandteil der Arbeit ist zudem Therapiehund Karl, der erste Anzeichen epileptischer Anfälle erkennen kann. Das Team wird regelmäßig im Umgang mit medizinischen Notfällen geschult, sodass auch Kindern mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Epilepsie Naturerfahrungen ermöglicht werden. Häufige Besuche in der örtlichen Grundschule erleichtern zudem den Übergang von der Kita in die Schule.

Reaktionen aus dem Landkreis
Landrat Achim Hallerbach würdigte das Ergebnis ausdrücklich. „Wenn eine Stadt Kultur atmet, dann spürt man das und für die Kulturstadt am Rhein gilt das aktuell im Besonderen für unsere Jüngsten. Denn in Unkel zeigt sich diese lebendige Kultur jetzt sogar im pädagogischen Alltag zum Wohl der Kinder. Die Inklusive Kita Unkel ist deutschlandweit Spitze“, erklärte er.

Weiter betonte er: „Für unseren Landkreis Neuwied, aber auch persönlich, freut es mich, Leiterin Claudia Gries und ihrer Stellvertreterin Claudia Muß sowie der Kulturstadt Unkel mit Bürgermeister Alfons Mußhoff als Träger und dem Heilpädagogisch-Therapeutischen Zentrum (HTZ) Neuwied unter Geschäftsführer Thomas Voß, von dem die Einrichtung betrieben wird, herzlich gratulieren zu können.“




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Leitmotiv und Teamarbeit
Das Leitmotiv „Den Spuren der Kinder folgen und Spuren für Kinder legen!“ prägt die pädagogische Arbeit der Einrichtung. Insgesamt 28 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen derzeit 131 Kinder. Die Kita versteht sich als Ort, an dem Kinder ihre Neugier ausleben, Mut erproben, zuschauen oder in Ruhe in ihr Spiel finden können. Ziel ist es auch, gemeinsam Fähigkeiten zu entwickeln, die später eine gleichberechtigte und demokratische Gesellschaft stärken.

Die Jury hob hervor, „dass die Einrichtung auf außergewöhnliche Weise ein inklusiver Ort für alle Kinder – mit und ohne Beeinträchtigung – ist und jedes einzelne Kind mit großer Wertschätzung, Professionalität und Herz bestmöglich begleitet wird“. Für jedes Kind werde ein individueller Weg zur Teilhabe gefunden. Therapiehund Karl sowie regelmäßig geschulte Fachkräfte trügen zu einer hohen pädagogischen und therapeutischen Qualität bei.

Weitere Preise
In der Kategorie "Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres" ging der erste Platz an die Präventionsketten im niedersächsischen Landkreis Peine, ebenfalls mit 25.000 Euro Preisgeld. Diese Initiative unterstützt Kinder und Familien beim Übergang von der Krippe über die Kita bis zur Schule. Insgesamt ist der Deutsche Kita-Preis mit 110.000 Euro dotiert.

Landrat Hallerbach fasste zusammen: „Wir sind stolz und glücklich, eine solche Kita im Landkreis Neuwied zu haben. Dieser Preis ist Anerkennung und Motivation zugleich. Herzlichen Glückwunsch an die Inklusive Kita Unkel – machen Sie weiter so!“ dpa/PM/Red


Mehr dazu:   Kinder & Jugend  
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