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Pressemitteilung vom 26.11.2025    

Gemeinsam gegen Gewalt: Westerwaldkreis setzt Zeichen mit einer Fahnenaktion

Am 25. November wurde auch in diesem Jahr weltweit der "Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen" begangen. Im Westerwaldkreis wurde dieser Anlass genutzt, um mit einer Fahnenaktion ein deutliches Zeichen zu setzen. Landrat Achim Schwickert und die Gleichstellungsbeauftragte Beate Ullwer standen an vorderster Front.

Landrat Achim Schwickert setzt gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten des Westerwaldkreises Beate Ullwer (Mitte) und ihrer Stellvertreterin Bianca Westphal mit den gehissten Fahnen ein Zeichen. (Foto: Kreisverwaltung/Carolin Faller)

Montabaur/Westerburg. Seit den 1980er Jahren ist der 25. November als "Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen" bekannt, auch als "Orange Day" bezeichnet. In diesem Jahr beteiligten sich im Westerwaldkreis Landrat Achim Schwickert sowie die Gleichstellungsbeauftragte Beate Ullwer und ihre Stellvertreterin Bianca Westphal an der Fahnenaktion "NEIN zu Gewalt", um auf das Thema aufmerksam zu machen. Ziel der Aktion ist es, Gewalt gegen Frauen sichtbarer und gesellschaftlich geächteter zu machen.

Die Istanbul-Konvention zeigt, dass die Wurzeln der Gewalt in ungleichen Machtverhältnissen zwischen Männern und Frauen sowie in traditionellen Rollenbildern liegen. Diese führen oft zu einer finanziellen Abhängigkeit der Frauen, was das Verlassen gewaltbelasteter Beziehungen erschwert. Seit 2018 verpflichtet die Konvention Deutschland dazu, umfassend gegen Gewalt an Mädchen und Frauen vorzugehen und präventive Maßnahmen zu ergreifen. Beate Ullwer fordert: "Dies muss angesichts der dramatischen Zahlen endlich konsequent und nachhaltig umgesetzt werden." Sie betont die Notwendigkeit ausreichender finanzieller Mittel für Schutzplätze, Beratungsstellen und Präventionsangebote, insbesondere für Jungen und Männer.




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Hilfe und Unterstützung
Ein bedeutender Schritt könnte das Anfang 2025 verabschiedete Gewaltschutzgesetz sein, das einen besseren Zugang zu Schutz und Unterstützung für betroffene Frauen schaffen soll. Die Umsetzung auf Länderebene ist jedoch entscheidend, damit das Gesetz seine Wirkung entfalten kann.

Neben der symbolischen Fahnenaktion engagiert sich die Gleichstellungsstelle ganzjährig in verschiedenen Aktionskreisen und Arbeitsgruppen. Am 26. November informierten sie gemeinsam mit dem Frauennotruf, dem Frauenhaus, der Interventionsstelle, dem Weißen Ring und der Täterarbeitseinrichtung beim Wochenmarkt in Westerburg über Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten.

Das bundesweite Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" bietet unter der Rufnummer 116 016 rund um die Uhr an 365 Tagen Beratung für Betroffene aller Nationalitäten, mit und ohne Behinderung. Die Beratung ist auch online möglich. Auch Angehörige, Freunde und Fachkräfte können anonym und kostenfrei Unterstützung erhalten.


Mehr dazu:   Politik & Wahlen  
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