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Nachricht vom 25.11.2025    

Gewalt gegen Frauen in Rheinland-Pfalz: Alarmierende Zahlen und Ausbau der Hilfsangebote

Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, 25. November, wird die Aufmerksamkeit auf ein gesellschaftliches Problem gelenkt. In Rheinland-Pfalz sind die Zahlen hoch, doch das Land setzt auf verstärkte Maßnahmen zum Schutz von Frauen und Mädchen.

Gewalt gegen Frauen (Foto: Maurizio Gambarini/dpa)

Rheinland-Pfalz. Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) betonte am heutigen Dienstag, 25. November, die Dringlichkeit des Themas: "Jede dritte Frau in Deutschland ist mindestens einmal in ihrem Leben von physischer oder sexualisierter Gewalt betroffen." Die rheinland-pfälzische Landesregierung verfolge eine klare Strategie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Neben der strafrechtlichen Verfolgung der Täter, sei der Schutz und die Unterstützung der Opfer entscheidend. Ein umfassender Plan für den Ausbau des Hilfesystems sei bereits festgelegt.

Im Rahmen der UN-Kampagne "Orange the World" finden in Rheinland-Pfalz zahlreiche Aktionen statt. Viele öffentliche Gebäude werden orange beleuchtet, um das Bewusstsein für die Allgegenwärtigkeit von Gewalt gegen Frauen zu schärfen, wie die Staatskanzlei mitteilte. Die Farbe Orange steht symbolisch für eine gewaltfreie Welt.

Versorgung wird landesweit ausgebaut
Frauenministerin Katharina Binz (Grüne) berichtete, dass 2024 in Rheinland-Pfalz rund 13.500 Fälle häuslicher Gewalt angezeigt wurden, darunter knapp 9.000 Fälle von Partnerschaftsgewalt. Die Dunkelziffer sei weitaus höher. "Frauen und Mädchen müssen Gehör finden und die Unterstützung bekommen, die sie benötigen", so Binz. Diese Unterstützung sei nicht nur am 25. November wichtig, sondern an jedem Tag.



Rheinland-Pfalz hat die Zahl der Frauenhausplätze kontinuierlich erhöht. "Unser Ziel ist eine flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung in allen Regionen des Landes", erklärte Binz. Derzeit wird das 20. Frauenhaus im Kreis Neuwied umgesetzt. Zusätzlich gibt es 14 Frauennotrufe und 18 Interventionsstellen.

Durch die Umsetzung der Istanbul-Konvention und des neuen Gewalthilfegesetzes wird dieses System weiter gestärkt. Das Gesetz garantiert gewaltbetroffenen Frauen und Mädchen künftig einen Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung. Zudem beteiligt sich erstmals der Bund an der Finanzierung. (dpa/bearbeitet durch Red)


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