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Pressemitteilung vom 20.11.2025    

Wirtschaftsstimmung im Westerwaldkreis auf dem Prüfstand

Die aktuelle Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer zeigt eine leichte Verbesserung der wirtschaftlichen Lage im Westerwaldkreis. Doch trotz positiver Tendenzen bleiben Investitions- und Beschäftigungsabsichten verhalten.

IHK-Konjunkturklimaindikator Westerwaldkreis und IHK-Bezirk Koblenz (Quelle: Industrie und Handelskammer Koblenz)

Montabaur. Die aktuelle Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) im Westerwaldkreis zeigt: Die wirtschaftliche Stimmung hat sich seit dem Herbst 2024 kontinuierlich verbessert.

Mit einem IHK-Konjunkturklimaindex von 99 Punkten liegt der Wert aktuell nur noch knapp unter der kritischen Marke von 100 Punkten, die die Grenze von positiver und negativer Gesamtstimmung markiert.

Stimmung besser als im restlichen Kammerbezirk - aber nicht gut
Die Einschätzung der aktuellen Lage durch die regionalen Unternehmen hat sich im Herbst 2025 leicht verbessert. Insgesamt 28 Prozent der Befragten beurteilen ihre wirtschaftliche Situation als "gut", während 47 Prozent von einer "befriedigenden" Lage sprechen. Ein Viertel der Unternehmen berichtet jedoch weiterhin von einer "schlechten" Geschäftssituation.

Beim Blick auf die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate zeigt sich im bisherigen Jahresverlauf zwar eine Verbesserung, insgesamt bleiben die Perspektiven der Betriebe jedoch verhalten. Eine deutliche Mehrheit von 69 Prozent erwartet eine gleichbleibende Entwicklung, 18 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung, während 13 Prozent optimistisch in die Zukunft blicken.

Der Saldo aus positiven und negativen Erwartungen liegt aktuell fünf Prozentpunkte im negativen Bereich und damit deutlich über dem Wert des Frühsommers 2025 (damals 16 Prozentpunkte im negativen Bereich).

Zurückhaltende Investitions- und Beschäftigungsabsichten

Dagegen haben sich die Investitions- und Beschäftigungsabsichten der Unternehmen weiter eingetrübt. Nur noch 13 Prozent der Westerwälder Betriebe planen für die kommenden zwölf Monate ihre Investitionstätigkeit zu erhöhen - im Frühsommer waren es noch 23 Prozent. Der Investitionssaldo aus höheren und niedrigeren Erwartungen sinkt damit von 17 auf 27 Prozentpunkte im negativen Bereich.



Auch bei den Beschäftigungsabsichten überwiegt die Zurückhaltung: Lediglich sieben Prozent der Unternehmen beabsichtigen, ihre Mitarbeiterzahl zu erhöhen, während 27 Prozent mit einem Personalabbau rechnen. Der Beschäftigungssaldo fällt damit von elf Prozentpunkten im negativen Bereich im Frühsommer auf derzeit 20 Prozentpunkte im negativen Bereich.

Geschäftsrisiko Nummer Eins: Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen
Drei Geschäftsrisiken dominieren die aktuelle Umfrage: 72 Prozent der Unternehmen nennen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als größtes Geschäftsrisiko für die nächsten zwölf Monate. An zweiter Stelle folgen die Arbeitskosten (66 Prozent), gefolgt vom Inlandsabsatz (61 Prozent), der ebenfalls als bedeutender Unsicherheitsfaktor eingeschätzt wird. (PM/Red)


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