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Pressemitteilung vom 19.11.2025    

Neues Bildungs- und Gemeinschaftszentrum entsteht in Westerburg

In Westerburg entsteht ein Bauprojekt, das Bildung, Sport und Gemeinschaft unter einem Dach vereint. Gefördert vom Klimabündnis Bauen Rheinland-Pfalz, setzt der Neubau auf nachhaltige Materialien und erneuerbare Energien.

Symbolbild (Foto: Pixabay)

Westerburg. Am Schulzentrum Westerburg wird derzeit ein moderner Gebäudekomplex errichtet, der eine Dreifach-Sporthalle, ein Lehrschwimmbecken, eine Zentralmensa und eine Bibliothek umfasst. Dieses Projekt, das von der Verbandsgemeinde Westerburg in Zusammenarbeit mit dem Westerwaldkreis realisiert wird, soll die Bildungs- und Freizeitlandschaft der Region nachhaltig prägen. Der Entwurf des Frankfurter Architekturbüros STUDIOBORNHEIM Unger Ritter Architekten sieht einen kompakten, eingeschossigen Baukörper vor, der sich harmonisch in die Umgebung einfügt. Großzügige Glasflächen sorgen für helle, freundliche Räume und ermöglichen Einblicke zwischen den verschiedenen Bereichen. Das Dach wird begrünt und mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, um umweltfreundlich Strom zu erzeugen.

Multifunktionales Zentrum für Schulen, Vereine und die Bürgerschaft
Klimaschutzministerin Katrin Eder lobte das Projekt als "echtes Leuchtturmprojekt". Sie betonte, dass das Gebäude nicht nur den rund 5.000 Schülern des Schulzentrums zugutekommen wird, sondern auch der gesamten Ortsgemeinschaft. Bürgermeister Markus Hof ergänzte: "Mit diesem Neubau investieren wir nicht nur in die Zukunft unserer Kinder, sondern schaffen einen Ort, an dem Sport, Bildung und Begegnung in einem modernen und nachhaltigen Umfeld zusammenkommen."

Die durchgeführte Machbarkeitsstudie sowie die Sportstättenplanungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz hatten zuvor ergeben, dass es im Schulzentrum Westerburg zu wenig Möglichkeiten gibt, Sport in der Halle auszuüben. Dies wird sich nun ändern, da das neue Zentrum optimale Bedingungen für Unterricht, Sport, Freizeit und Begegnung bietet.

Gebäude ist barrierefrei
Die neue Dreifach-Sporthalle bietet Platz für bis zu 600 Personen und kann flexibel in drei Teilbereiche unterteilt werden. Sie steht sowohl dem Schul- als auch dem Vereinssport zur Verfügung. Das Lehrschwimmbecken ist 16,66 Meter lang und verfügt über einen verstellbaren Hubboden, wodurch unterschiedliche Wassertiefen eingestellt werden können. Ermöglicht wurde der Bau durch eine Spende der Else Schütz Stiftung in Höhe von 1.650.000 Euro.



Die Zentralmensa des Zentrums kann täglich bis zu 500 Mahlzeiten zubereiten und bietet 300 Sitzplätze im Innen- und Außenbereich. Ergänzt wird das Angebot durch eine moderne Bibliothek, die sowohl den Schulen als auch der Öffentlichkeit zugänglich ist.

Besonderer Wert wurde auf die Barrierefreiheit gelegt: Alle Gebäudebereiche sind schwellenlos erreichbar, ein Aufzug verbindet alle Ebenen, und in allen Funktionsbereichen gibt es barrierefreie Sanitäreinrichtungen.

Nachhaltigkeit
In ökologischer Hinsicht setzt der Neubau ebenfalls Maßstäbe. Errichtet in Holzbauweise, nutzt das Gebäude das vorhandene Nahwärmenetz, gespeist durch Blockheizkraftwerk, Pelletkessel und Wärmepumpen. Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sorgt für optimale Luftqualität bei hoher Energieeffizienz. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach liefert rund 183 Kilowatt-Peak und trägt zur Eigenstromversorgung bei. "Das Projekt steht beispielhaft für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Bauweise", erklärten die Architekten Christopher Unger und Peter Ritter. "Durch den hohen Anteil an Holz als Baustoff, kurze Wege und energieeffiziente Technik entsteht ein Gebäude, das ökologisch, wirtschaftlich und funktional überzeugt."

Der Neubau dient als Modellprojekt für den Einsatz regionaler, nachwachsender Stoffe im Hochbau. Er demonstriert, wie stoffliche Nutzung, CO₂-Speicherung und Ressourceneffizienz in einem öffentlichen Gebäude umgesetzt werden können. (PM/Red)


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