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Pressemitteilung vom 15.11.2025    

Inklusive Kunst: Keramikmuseum Westerwald setzt auf Gebärdensprache und Leichte Sprache

Das Keramikmuseum Westerwald verbessert den Zugang zu seinen Ausstellungen. Neue digitale Führungen in Gebärdensprache und Leichter Sprache stärken die kulturelle Teilhabe für alle Besucher.

Gemeinsam freuten sich über die Umsetzung des Projekts vor Ort: (v.l.n.r.) Annette Zeischka-Kenzler, wissenschaftliche Mitarbeiterin Keramikmuseum, Nele van Wieringen, Leiterin Keramikmuseum Westerwald, Petra Noll, Geschäftsführerin Museen im Westerwald GmbH, Michael Baumann, Vorstandsmitglied Naspa, Landrat Achim Schwickert, Jens Prange-Wegmann, Geschäftsführer Naspa Stiftung (Fotos: Kreisverwaltung / Nicole Chemnitz)

Höhr-Grenzhausen. Einen wichtigen Schritt in Richtung Barrierefreiheit hat das Keramikmuseum Westerwald umgesetzt: Die beliebten digitalen Mediaguides sind ab sofort in Gebärdensprache verfügbar und werden zeitnah auch in Leichter Sprache bereitgestellt. Damit erweitert das Museum sein barrierefreies Angebot für Besucher mit unterschiedlichen Bedürfnissen.

Digitale Führungen für alle zugänglich gemacht
Die Mediaguides sind seit 2023 in den Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch verfügbar und werden kostenfrei ohne App-Installation über das eigene Smartphone genutzt. Sie informieren an 15 Stationen der Dauerausstellung über Exponate und die Geschichte der Keramik. Nun kommen zwei zentrale Erweiterungen hinzu: Gebärdensprache und Leichte Sprache. Dadurch können auch Menschen mit Hörbeeinträchtigungen oder kognitiven Einschränkungen die Inhalte selbstständig erleben.

Finanzielle Unterstützung und engagierte Umsetzung
Die Umsetzung wurde maßgeblich durch eine Förderung in Höhe von 8.000 Euro durch die Naspa ermöglicht. Landrat Achim Schwickert lobte das Projekt als wichtigen Beitrag zur Inklusion und dankte dem Museumsteam, den beteiligten Gästen der Caritas sowie der Naspa für deren Unterstützung. Auch Naspa-Vorstandsmitglied Michael Baumann betonte die Bedeutung von kultureller Teilhabe für alle Menschen.



Entwicklung der Leichten Sprache als Herausforderung
Die Erstellung der Texte in Leichter Sprache gestaltete sich anspruchsvoll. Museumsleiterin Nele van Wieringen berichtete, wie schwierig es war, komplexe Inhalte verständlich, aber korrekt und vollständig zu formulieren. Dabei unterstützte ein spezialisiertes externes Büro die Arbeit. Ziel war es, Informationen über Themen wie Tonabbau, Steinzeug oder die verschiedenen Handwerksberufe im Keramikbereich einfach und anschaulich zu vermitteln.

Testlauf mit authentischem Feedback
Ein Probelauf mit Beschäftigten der Caritas Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn diente der Überprüfung der Verständlichkeit. Die Teilnehmer nutzten die Mediaguides während eines Rundgangs. Museumspädagogin Petra Britscho achtete dabei auf Textverständnis, Orientierung im Raum und passende Textlängen. Die Rückmeldungen flossen in die Weiterentwicklung ein.

Letzte Schritte vor Veröffentlichung
Die gesammelten Erkenntnisse werden nun für die professionelle Vertonung aufbereitet. Anschließend wird der Mediaguide in Leichter Sprache über die Internetseite des Museums abrufbar sein – nicht nur vor Ort, sondern auch für Interessierte zu Hause. (PM/bearbeitet durch Red)


Lokales: Höhr-Grenzhausen & Umgebung
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