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Pressemitteilung vom 12.11.2025    

Gedenkgottesdienst in Kirburg: Ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit

In Kirburg fand ein Gedenkgottesdienst statt, der an die Opfer der Pogromnacht erinnerte und sich deutlich gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit positionierte. Die Veranstaltung wurde von der Kirchengemeinde Kirburg in Zusammenarbeit mit dem Projekt "Demokratiesommer" der Verbandsgemeinde Bad Marienberg organisiert.

Musikalisch wurde der Abend gestaltet mit jüdischen Liedern von der Sängerin Bella Liebermann, begleitet von Kateryna Kashuba am Piano. (Foto: Rüdiger Stein)

Kirburg. Anlässlich der Pogromnacht erinnerte die Kirchengemeinde Kirburg in Kooperation mit dem Projekt "Demokratiesommer" der Verbandsgemeinde Bad Marienberg in einem Gedenkgottesdienst an die Opfer und setzte ein Zeichen gegen Antisemitismus, Hass und Fremdenfeindlichkeit.

Vor 87 Jahren, in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, brannten in Deutschland die Synagogen. Diese Nacht markierte den Beginn der systematischen Verfolgung und Ermordung von Millionen Juden. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirburger Kirche zitierte Pfarrer Rüdiger Stein den früheren Bundespräsidenten Roman Herzog: "Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen". Dieser mahnte schon 1996, dass die Notwendigkeit des Gedenkens eine Lehre für die Zukunft und ein Schutz vor der Wiederholung von Gräueltaten, Antisemitismus und Menschenverachtung sei.

Der Gottesdienst rief auch die Worte der in diesem Jahr im Alter von 103 Jahren verstorbenen Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer ins Gedächtnis: "Es gibt kein christliches, kein muslimisches, kein jüdisches Blut. Es gibt nur menschliches Blut." Die Teilnehmenden waren dazu aufgerufen, sich auch weiterhin für Demokratie, Vielfalt und Toleranz einzusetzen, Werte, die in den Projekten des "Demokratiesommers" lebendig werden. Das Symbol der bunten Hände, das diese Initiative begleitet, steht dabei sinnbildlich für das Miteinander unterschiedlicher Menschen und Kulturen in der Region. (PM)



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