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Nachricht vom 08.11.2025    

Hachenburger Katharinenmarkt: Tradition, Geselligkeit und neue Angebote

Von Helmi Tischler-Venter

Wenn Parkplätze Mangelware sind und der goldene Löwe auf dem Alten Markt zwischen Currywurst, Bier und Waffeln versinkt, ist Katharinenmarkt in Hachenburg. Standbetreiber, ortsansässige Händler und Vereine hatten sich mit speziellen Angeboten auf den Besucherandrang vorbereitet. Das kühle, aber trockene Wetter spielte mit.

Fotos: Wolfgang Tischler

Hachenburg. Die Hachenburger Tourist-Information hieß Besucher mit kostenlosen Spielen und Informationsbroschüren willkommen. In einer hübschen grünen „Hui Wäller?“-Tragetasche konnte man seine regionaltypischen Schätzchen nach Hause tragen. Nicht kostenlos, aber wertlos im monetären Sinn waren originelle Null-Euro-Scheine mit Hachenburg-Motiv und Gold- oder Silberstempel, die limitierte Edition fand schnell Liebhaber.

Die Futterzone auf dem Marktplatz wies weniger Betrieb auf als in früheren Jahren. Das war zum großen Bedauern von Stadtbürgermeister Stefan Leukel den neuen strengen Sicherheitsauflagen geschuldet. Überall werden Abstände und Rettungszufahrten verlangt, die kontaktfördernde gemütliche Enge ist damit weg. Materiell und personell wurde erneut in die Sicherheit investiert.

Lautes Kettensägengeräusch vor der Marktkirche verriet den „Westerwälder Holzkopf“, der live seine dekorativen und dauerhaften Tannenbäume gestaltete. Mehrfach führten Händler ihre Wunder-Reinigungsmittel vor, gegen die kein bösartiger Fleck eine Chance hatte. Auch Brillen- und Lederreiniger fanden anschauliche Anwendungen.

Vor den Läden lockten Wühlkörbe mit Schnäppchenpreisen, Hinweise auf „Sale“ und Sonderaktionen die Käufer an. Dazwischen ließ der Duft frisch gebrannter Mandeln, der Waffel- und Crêpes-Bäckereien, von Kaffee, Glühwein und Kinderpunsch das Wasser im Mund zusammenlaufen. Das Nahrungsangebot war schier unendlich: Winzerwein, türkische Spezialitäten, Champignons aus der Großpfanne, Käse- und Wurstspezialitäten aus der Region und aus Österreich, Reibekuchen, Baumstriezel, Brezeln, Brot und Kräbbelchen, Grillhähnchen, Fritten, Honig aus dem Westerwald, Magenbrot und Lebkuchen, Balkan-Feinkost, Bonbons, Pizza, Fleischspieße, Wildspezialitäten, Nüsse, Zuckerwatte, Secco und Liköre, Honig, Gewürze und Tee, Würste und Käse aller Art. Ein Händler hatte eine spannende „Käse-Wundertüte“ im Angebot. Öle und Dips konnten direkt am Stand verkostet werden.




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Traditionelle Herbstmarktartikel wie Blumenzwiebeln, Plätzchen-Ausstechformen, Messer, Scheren, Pfannen, Gemüseschneider, Taschen und Gürtel, Lammfelle und Lammfellschuhe, Bürsten und Besen, Unterwäsche, Mützen, Hüte, Schals und Handschuhe, Schürzen, Kittel und Tischdecken, Hosenträger, Körbe sowie Pullover und Jacken durften nicht fehlen. Erstaunlich war die Vielfalt an Socken aus Baumwolle, Schaf- und Alpakawolle, Bambus, Socken ganz ohne Gummi, Jeanssocken, Diabetikersocken, Army-Socken und „hygge“ Socken sowie Beinstulpen.

Schmuck, besonders Goldschmuck aus Dubai war wieder ein Renner. Ebenso angesagt waren „Mystery Packs“ und Boxen mit unbekanntem Inhalt.

Für die Kinder waren Spielwaren im Angebot, Luftballons und ein Kinderkarussell. Etliche Vereine engagierten sich, zum Beispiel der Junggesellenverein, Tierschutz Altenkirchen, die Ruanda-Hilfe Hachenburg und die Kinderkrebshilfe Gieleroth. Der Lions Club verkaufte Gelees zugunsten der Clowndoktoren, der Rotary Club führte eine Boxen-Verlosung durch für die Hebammen-Ambulanz und die SG Müschenbach/Hachenburg betrieb einen Getränkestand.

Neu auf dem Markt waren Skater mit Zubehör und Trainingsinformationen, außerdem Metallfiguren für den Garten. Zwischen Obst vom „Billigen Jakob“ und Kleidung aller Art fand man jahreszeitlich vorausschauende Angebote wie Weihnachtsdeko aus Keramik und Holz, Kränze, Weihnachtskarten, vielteilige Krippen und Wichtelzubehör und dekorative Vogelhäuser, sogar mit funktionierender Uhr, vielleicht, damit die Piepmätze sehen, wann Futterzeit ist. htv


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