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Pressemitteilung vom 06.11.2025    

Gefährdung der Geburtshilfe: Beleghebammen unter Druck

Die Situation der Geburtshilfe in Rheinland-Pfalz spitzt sich zu. Die neue Vergütungsordnung für Beleghebammen, die seit dem 1. November gilt, sorgt für Unruhe. Die Freien Wähler im Mainzer Landtag fordern dringend Maßnahmen von der Landesregierung.

Symbolbild (Quelle: Pixabay)

Mainz. Die Geburtshilfe in Rheinland-Pfalz steht vor erheblichen Herausforderungen. Seit 2009 hat sich die Zahl der Geburtsstationen von 52 auf nur noch 27 mehr als halbiert. Die neue Vergütungsordnung für Beleghebammen, die am 1. November in Kraft trat, könnte die Lage weiter verschärfen, so die Befürchtungen vieler Fachleute.

Lisa-Marie Jeckel, gesundheitspolitische Sprecherin der Freien Wähler im Mainzer Landtag, warnt vor den finanziellen Einbußen, die freiberufliche Beleghebammen erwarten könnten. Dies sei besonders kritisch in ländlichen Regionen, wo Beleghebammen oft das einzige verfügbare System darstellen. "Fünf der 27 Geburtsstationen im Land - darunter auch Dernbach - sind auf Beleghebammen angewiesen", erklärt Jeckel. Sie betont, dass diese Hebammen entscheidend für die Aufrechterhaltung der Geburtshilfe in vielen Kliniken seien.




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Geburten sind keine planbaren Eingriffe
Jeckel hebt hervor, dass Geburtshilfe eine Kernaufgabe der Gesundheitsversorgung darstelle. Im Mainzer Plenum unterstützte sie bereits im September einen Antrag, der die Landesregierung aufforderte, die Auswirkungen des neuen Hebammenhilfevertrags zu prüfen und bestehende Programme anzupassen. Flexible Lösungen seien notwendig, um Versorgungslücken zu schließen.

Jeckel mahnt, dass die Verantwortung nicht zwischen Bund, Land und Krankenkassen hin- und hergeschoben werden dürfe. Es müsse schnell gehandelt werden, um weitere Schließungen zu verhindern, da viele Schwangere bereits jetzt weite Wege in Kauf nehmen müssten. "Geburten sind keine planbaren Eingriffe, sondern im Prinzip Notfälle", betont sie. (PM/Red)


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