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Pressemitteilung vom 31.10.2025    

Höhr-Grenzhausen: Deutschlands erste UNESCO Creative City des Handwerks

Die Stadt Höhr-Grenzhausen in Rheinland-Pfalz wurde am Freitag (31. Oktober 2025) offiziell in das weltweite Netzwerk der UNESCO Creative Cities aufgenommen. Gleich zwei Aspekte machen die Auszeichnung von Höhr-Grenzhausen zu einer Premiere: Zum einen ist die Stadt Deutschlands erste Kreativstadt des Handwerks, zum anderen die erste Kleinstadt, die Teil des UNESCO-Netzwerks wird.

Stadtteil Grenzhausen von oben (Foto: Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen)

Höhr-Grenzhausen. Die Stadt im Kannenbäckerland blickt auf eine jahrtausendealte Tradition in der Keramikkunst zurück. Mit den größten Tonvorkommen Deutschlands hat sich Höhr-Grenzhausen zu einem führenden Standort für Keramikausbildung und -forschung entwickelt. Rund 40 Werkstätten und Ateliers beschäftigen über 200 Künstler, und mehr als 2.500 Arbeitsplätze sind direkt oder indirekt mit der Glas- und Keramikbranche verbunden.

Forschung, Bildung und Innovation auf höchstem Niveau
Das Bildungs- und Forschungszentrum Keramik (BFZK) in Höhr-Grenzhausen ist ein europaweit einzigartiges Kompetenzzentrum, das Wissenschaft, Kunst und Unternehmertum vereint. Der Westerwald-Campus der Hochschule Koblenz bietet den bundesweit einzigartigen Studiengang Werkstofftechnik Glas und Keramik an. Das Institut für Künstlerische Keramik und Glas sowie die Fachschule Keramik ergänzen dieses Netzwerk, das Höhr-Grenzhausen zum größten Ausbildungs- und Forschungszentrum für Keramik in Europa macht.



Keramik als Entwicklungsmotor
Die Stadt nutzt ihre keramische Identität gezielt zur nachhaltigen Stadtentwicklung. Im Rahmen des Modellvorhabens "Innenstadt-Impulse" werden kreative Maßnahmen umgesetzt, um Leerstände zu nutzen und ein internationales "Haus der Keramik" zu entwickeln. Ziel ist es, den Austausch zwischen Kunsthandwerk, Technik und Forschung zu intensivieren.

Bereits 2016 wurde die Töpfertradition von Höhr-Grenzhausen in das immaterielle Kulturerbe der UNESCO aufgenommen. Nun verstärkt die neue Anerkennung als UNESCO Creative City of Crafts and Folk Art die internationale Sichtbarkeit der Stadt. Wolfgang Letschert, Stadtbürgermeister von Höhr-Grenzhausen, äußerte seine Freude: "Wir sind überglücklich und stolz, dass unsere Stadt nun offiziell zur Familie der UNESCO Creative Cities gehört." Marco Weisser, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen, betonte: "Der Titel 'UNESCO Creative City' ist ein starkes Signal für unsere Region." (PM/Red)


Mehr dazu:   Handwerk   Kultur & Freizeit  
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