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Pressemitteilung vom 23.09.2025    

Artenschutz am Wasser: Wie junge Steinkrebse Ökosysteme stabilisieren

Am Montag (22. September) setzte Klimaschutzministerin Katrin Eder junge Steinkrebse in einem Bach bei Koblenz aus. Dieses Vorhaben soll dazu beitragen, die bedrohte Art wieder anzusiedeln und die Gewässerqualität zu verbessern. Die Aktion ist Teil eines umfassenden Artenschutzprojekts.

Klimaschutzministerin Katrin Eder setzt gemeinsam mit SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis junge Steinkrebse in einem Bach bei Koblenz aus. (Foto: MKUEM)

Koblenz/Niederfell. Am Montag (22. September) versammelten sich Klimaschutzministerin Katrin Eder und SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis in Niederfell bei Koblenz, um ein Wiederansiedlungsprojekt zu unterstützen. Sie setzten sechs Monate alte Steinkrebse in einen Bach aus, um die Bestände dieser bedrohten Art zu stärken. "Je größer die Arten- und Lebensraumvielfalt ist, desto stabiler sind Ökosysteme", erklärte Eder. Die Steinkrebse tragen zur Sauberkeit der Gewässer bei, indem sie abgestorbene Pflanzen und Aas verzehren.

In den letzten Jahren haben der Klimawandel, verbaute Ufer, invasive Arten wie der Signalkrebs und die Krebspest die Population der Steinkrebse stark dezimiert. Das Projekt wird wissenschaftlich vom Umweltcampus Birkenfeld begleitet und hat bereits Erfolge vorzuweisen. Es ist das dritte Mal, dass Steinkrebse in dieser Region ausgesetzt werden, nachdem die erste Wiederansiedlung im Herbst 2023 erfolgreich war.



Wolfgang Treis wies darauf hin, dass das nördliche Rheinland-Pfalz eine Schlüsselrolle für das Überleben der Steinkrebse spielt, da hier noch stabile Bestände vorhanden sind. Die SGD Nord unterstützt die Entwicklung neuer Methoden zur Nachzucht und Wiederansiedlung jährlich mit rund 130.000 Euro. Die jungen Steinkrebse wurden unter professionellen Bedingungen aufgezogen, von der Eiablage bis zur Rückkehr nach Rheinland-Pfalz.

"Der heutige Besatz ist weit mehr als eine biologische Maßnahme, er ist ein starkes Zeichen für gelebten Biotop- und Artenschutz", betonte Eder. Mit gezielter Forschung und Zusammenarbeit soll es gelingen, auch weniger beachteten Arten geeignete Lebensräume zu bieten. (PM/Red)


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