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Nachricht vom 23.09.2025    

Steinernes Erbe: Assbergs Schiefergrube als GeoTop 2025 ausgezeichnet

Am 21. September 2025 wurde Limbachs Dachschiefergrube Assberg zum GeoTop des Jahres gekürt. Unter dem Motto "Wo Marmor, Stein und Eisen spricht und der Ton die Musik macht" lässt sie die Zeit im Gestein erklingen und Bergbaugeschichte spürbar werden.

Vl. Limbacher Ortsbürgermeister Manfred Brenner, Geopark-Fotograf Jan Bosch, 1. Vorsitzender des Kultur- und Verkehrsvereins Martin Schüler sowie Dipl.-Geogr. Michael Volkwein. Fotos: RESC

Limbach. Die historische Dachschiefergrube Assberg erhielt am bundesweiten "Tag des Geotops" am Sonntag die Auszeichnung "Geotop des Jahres 2025". Voller Stolz würdigte der Geopark Westerwald-Lahn-Taunus durch Michael Volkwein damit eine der ältesten und größten Schiefergruben des Hachenburger Westerwalds. Gleichzeitig feierte die Dachschiefergrube ihr 25-jähriges Jubiläum als Besucherstollen.

Bereits 1548 wurde die Dachschiefergrube Assberg in einem Verleihungsdokument des Zisterzienserklosters Marienstatt erstmals urkundlich erwähnt. Darin enthaltene Verweise auf frühere Verleihungen deuten allerdings auf einen älteren Ursprung hin. Mit ihrem hochwertigen Limbacher Schiefer deckten die Bergleute einst die Dächer des Zisterzienserklosters Marienstatt und des barocken Schlosses in Hachenburg sowie zahlreicher Bauernhäuser im Umland. Als GeoPunkt im Nationalen Geopark Westerwald-Lahn-Taunus verbindet sie seit vielen Jahren Geologie, Landesgeschichte und sanften Tourismus. Die Anlage umfasst einen Tagebau von rund 240 Metern Länge und 70 Metern Breite sowie ein unterirdisches Bergwerk, das sich etwa 20 Meter unter der Erdoberfläche in kapellenartiger Form erstreckt.

Die Auszeichnung zum "GeoTop des Jahres 2025" wurde am Vormittag bei einer Feierstunde vor der Dachschiefergrube Assberg überreicht. Der Limbacher Kultur- und Verkehrsverein, der das bergbauliche Kleinod ehrenamtlich betreut, hatte neben lokalen Gästen zahlreiche Vertreter aus Politik und Geowissenschaft eingeladen. Anlässlich der Feierlichkeiten ergriff unter anderem Peter Glöckner (ehem. Bürgermeister der VG Hachenburg) das Wort. In seiner Rede betonte er die Bedeutung der Grube für die Region und dankte allen, die über 25 Jahre den Ausbau als Besucherbergwerk unterstützt haben. Martin Schüler, 1. Vorsitzender des Kultur- und Verkehrsvereins Limbach e. V., nahm die Auszeichnung entgegen.



Heinz Leyendecker, dessen unermüdlicher Einsatz die Wiederentdeckung und Inwertsetzung der Schiefergrube erst möglich gemacht hat, konnte krankheitsbedingt leider nicht an dieser besonderen Ehrung teilnehmen.

Am Tag des Geotops konnten Interessierte zwischen einer kostenlosen Führung im Stollen und einer geführten Wanderung ab 10:30 Uhr wählen. Der Rundweg startete am Wanderparkplatz an der Limbacher Steinbrücke und führte in 1,5 Kilometern direkt zur Dachschiefergrube Assberg.

Für Schulklassen und Interessierte bietet der Kultur- und Verkehrsverein Limbach e.V. Führungen per Anmeldung an. (SASC)


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