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Nachricht vom 15.09.2025    

Eisenbahnmuseum Asbach feiert 25-jähriges Bestehen

Von Niklas Hövelmann

Viel Eisenbahnromantik lag am Wochenende (13. und 14. September 2025) in der Luft, als der Asbacher Museumsbahnhof sein 25-jähriges Jubiläum beging. Jung und Alt drängelten sich Samstag und Sonntag auf dem historischen Gelände, das, wenn es nach den Betreibern geht, bald zum Kulturerbe erklärt werden soll.

Eisenbahn-Enthusiasten geraten ins Schwärmen. (Alle Fotos: Niklas Hövelmann)

Asbach. 25 Jahre liegt es nun zurück, dass Wolfgang Klössner mit der Unterbringung der RSE53, der letzten und größten jemals gebauten Rhein-Sieg-Eisenbahn (RSE), auf dem historischen Bahnhof der Stadt Asbach das "RSE-Museum Asbach" ins Leben rief. In der Folgezeit sollten eifrige Eisenbahn-Enthusiasten das verfallene Gelände, das zuletzt nur noch als Bauhof diente, in liebevoller Kleinstarbeit wieder in den Zustand der 60er-Jahre zurückrestaurieren.

Am vergangenen Wochenende (13. und 14. September) präsentierten sie Schaulustigen die Früchte ihrer Arbeit.

Spürbare Veränderungen
Bei bestem Sonnenschein bestaunten etwa 1.500 Besucher, was die Lokomotivfreunde in den vergangenen 25 Jahren auf die Beine gestellt haben: Zahlreiche restaurierte Original-Zugmaschinen und Transportwagen der Rhein-Sieg-Eisenbahn waren auf dem Gleisbett in Asbach ausgestellt. Eben dieses war erst 2023 für 140.000 Euro – finanziert durch Spendengelder – wieder entsprechend dem Stand der 1950er-Jahre neu angelegt worden.

Mit einer Spurweite von 785mm ist es ein Zeitzeugnis der ersten Schmalspureisenbahn Deutschlands. Nebenan erstrahlte das Bahnhofsgebäude, jetzt als Museum mit einer Dauerausstellung über die Historie des Geländes, in neuem Glanz. Der ursprüngliche Lokschuppen war gleichsam restauriert worden. Die ehemalige Werkstatt wurde wiederbelebt und dient heute der Wiederherstellung diverser Zug- und Transportwagen.

Eisenbahner helfen sich
Für den feierlichen Anstrich am Wochenende sorgten, neben den obligatorischen Gastroständen, eine eigens eingerichtete Spielecke für die kleinen Gäste – natürlich mit Schienenmotiven, Live-Musik am Sonntag und Attraktionen befreundeter Vereine, die eigens angereist waren. So fuhren etwa die Gäste des Frankfurter Feldbahnmuseums die begeisterten Besucher mit einer ebensolchen quer über den Platz. Die heimischen Hausherren hatten indes alle Hände voll zu tun: Als Führer und laufende Lexika erklärten sie mit deutlich spürbarer Faszination jede Einzelheit aus der Geschichte der Bröltalbahn, der späteren Rhein-Sieg-Bahn, an die das Museum anknüpft.




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Ein kurzer historischer Abriss
Ursprünglich 1862 als Pferdebahn für den Erztransport eröffnet, erwiesen sich die Vierbeiner schnell als defizitär für die geforderten Aufgaben. Daher ging schon im Folgejahr die erste Dampflok in Betrieb. Gut ein Jahrzehnt später wurde der Erzabbau weitgehend zurückgefahren und die Bahn hauptsächlich für den Personenverkehr verwendet. 1885 wurde die Bahn schließlich erneut umfunktioniert: Dieses Mal sollte sie Basalt transportieren. Nach dem ersten Weltkrieg begann dann der endgültige Niedergang der Strecke, 1967 erfolgte die letzte Fahrt. Sehr ausführlich beschrieben wird der ganze Prozess im Asbacher Museumsgebäude, das jeweils einmal pro Monat seine Pforten für die Öffentlichkeit öffnet.

Die Brohltalbahn als Kulturerbe
Für Folkert Hemmen, den Organisator des Fests, ist die Brohltalbahn ein wichtiges Relikt der Geschichte. Daher formuliert er auch ein klares Anliegen: "Wir sind bestrebt, dass diese Bahn als Kulturdenkmal eingestuft wird und so der Nachwelt erhalten bleibt."

Das nächste Projekt des Vereins soll es nun sein, einen Abschnitt zu errichten, der an den Basalttransport erinnert. Den Platz dafür hat man auch schon gefunden. Aber das ist Stoff für eine der künftigen Veranstaltungen. (Niklas Hövelmann)


Mehr dazu:   Veranstaltungsrückblicke  
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