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Pressemitteilung vom 04.09.2025    

Landwirte und CDU im Dialog: Praxisfragen und Politik auf Gut Westerwald

Auf Einladung von Jenny Groß kamen Landwirte und CDU-Vertreter zu einer Gesprächsrunde zusammen. Im Mittelpunkt standen Bürokratieabbau, Agrardiesel, Düngeverordnung, Pflanzenschutz und der Umgang mit dem Wolf. Die Teilnehmenden zogen ein positives Fazit.

(Fotoquelle: Marcel Willig/CDU Westerwald)

Girod-Kleinholbach. Auf Initiative der Landtagsabgeordneten Jenny Groß (CDU) trafen sich Landwirte aus verschiedenen Sparten mit dem Bundestagsabgeordneten Johannes Steiniger, Sprecher der Arbeitsgruppe Landwirtschaft, Ernährung und Heimat der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Gastgeber war Paul Prassler auf dem Gut Westerwald, unterstützt durch das Agrarbüro Mittermeier aus Zehnhausen b. W. Unter den Anwesenden waren neben Vertretern aus Ackerbau, Milchviehhaltung und Schäferei auch Matthias Müller, Kreisvorsitzender des Bauern- und Winzerverbandes Westerwald.

Schwerpunkte des Austauschs
Zu Beginn wurde die Bedeutung der Landwirtschaft für den Westerwald herausgestellt. Die Gesprächsrunde diente dazu, Anliegen aus der Praxis gebündelt zu adressieren und politische Schwerpunkte zu erläutern. Ein zentrales Thema war die Entlastung der Betriebe von Bürokratie. Genannt wurden der Abbau doppelter Melde- und Dokumentationspflichten, die vollständige Wiedereinführung der Agrardiesel-Rückvergütung als jährliche Entlastung in dreistelliger Millionenhöhe sowie die Abschaffung der Stoffstrombilanzierung. Auch eine praxisgerechtere Überarbeitung der Düngeverordnung wurde eingefordert.

Pflanzenschutz und Verbandskoordination
Mit Blick auf den Wegfall einzelner Pflanzenschutzwirkstoffe machten Praktiker den Handlungsdruck deutlich. Aus der Runde wurde betont, dass ein Schulterschluss der Verbände sinnvoll sei, um Positionen zu bündeln und tragfähige Alternativen zu entwickeln. Genannt wurden hierbei insbesondere der Bauernverband und der Bundesverband Berufsschäfer.

Rückkehr des Wolfes
Breiten Raum nahm der Umgang mit dem Wolf ein. Die Landwirte berichteten von Belastungen für Weidetierhaltung und Herdenschutz. Von politischer Seite wurde die Notwendigkeit unterstrichen, negative Auswirkungen wirksam zu begrenzen und rechtliche Rahmen zu schaffen, die eine praxistaugliche Regulierung ermöglichen. Für den Westerwald wurde auf eine höhere Zahl von Tieren hingewiesen, als amtlich erfasst sei, mit entsprechenden Folgen für die Betriebe.




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Tierhaltung, Ernährungssicherung und Flächenbewertung
Kreisbauernchef Matthias Müller hob die Rolle moderner Tierhaltung für hochwertige Lebensmittel und erneuerbare Energien hervor. Aus der Diskussion ergab sich der Wunsch, die Ernährungssicherung rechtlich stärker zu verankern. Zudem wurde vor zusätzlicher Belastung durch eine realitätsferne Grünlandkartierung gewarnt. Aus Sicht der Praxis bedarf es einer Überarbeitung, die regionale Besonderheiten und betriebliche Abläufe berücksichtigt.

Ausbildung, Wertschätzung und Regelmäßigkeit des Dialogs
Einigkeit bestand darüber, dass kontinuierlicher Austausch Vertrauen schafft und praktikable Lösungen beschleunigt. Die Gesprächsrunde wurde als konstruktiv bewertet; die Fortführung in regelmäßigen Abständen gilt als Ziel. Politische Vertreter sicherten zu, auf allen Ebenen Rahmenbedingungen zu verbessern und Anliegen der Betriebe aufzunehmen.

Fazit
Die Runde auf Gut Westerwald verdeutlichte, wie eng Praxis und Politik zusammenwirken müssen, um zukunftsfeste Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft zu gestalten. Von Bürokratieabbau über Pflanzenschutz bis zum Herdenschutz wurden klare Arbeitsfelder benannt. Der direkte Dialog soll fortgesetzt werden, um Lösungen umzusetzen und die Betriebe im Westerwald zu stärken. (PM/bearbeitet durch Red)


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