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Pressemitteilung vom 29.08.2025    

Wundertüten-Poetin Tina Hüsch begeisterte auf ganzer Linie im Stöffel-Park

Von Wolfgang Rabsch

Chapeau, was sich am 28. August in der "Alten Schmiede" im Stöffel-Park zu Enspel ereignete, wird noch lange nachhallen. Die "Alte Schmiede" war nicht nur bis auf den letzten Platz gefüllt, es mussten sogar noch Ersatzstühle herbeigeschafft werden.

Imnpressionen. (Alle Fotos: Wolfgang Rabsch)

Enspel. Normalerweise heißt es, die Veranstaltung ist ausverkauft, wenn alle Plätze belegt sind, doch im Stöffel-Park war alles anders, denn es wurde kein Eintritt erhoben Doch dazu später mehr.

Tina Hüsch, die sich selbst als "Wundertütenpoetin" bezeichnet, hatte zu ihrer beliebten Veranstaltung "Poesie & Gedudel" eingeladen. Sie ist weit über den Westerwald hinaus bekannt und beliebt, so dürfte es nicht verwundern, dass auch etliche Besucher nach Enspel kamen, die nicht im Westerwald wohnhaft sind. Sie alle brauchten ihr Kommen zu keiner Sekunde der Veranstaltung bereuen, denn sie wurden Zeugen eines auf hohem Niveau stattfindenden Events, einer Mischung aus Poesie, Lyrik, Gesang und artistischen Einlagen. Das abwechslungsreiche Geschehen hätte man durchaus auch als Varieté beschreiben können.

Die Besucher hingen mit Begeisterung und voller Sympathie an den Lippen von Tina Hüsch, die mit großem Spaß den Zuschauern unvergessliche Momente schenkte, die häufig mit Szenenapplaus belohnt wurden.

"Die Möglichkeiten von Poesie und Seelenbeben"

Das Motto des Abends lautete "Wutgewitter meiner Grenzen – Die Möglichkeiten von Poesie und Seelenbeben". Wer geglaubt hatte, beim Thema "Wut" gäbe es nichts zu lachen, der hatte sich die falsche Veranstaltung ausgesucht. Versehen mit einer großen Portion augenzwinkernden Humors, hatte Tina leichtes Spiel, denn sie stellte bei dem Thema den Geschlechterkampf zwischen Mann und Frau in den Fokus. Sie begrüßte die Besucher mit folgenden Worten: "Sie werden als ein anderer Mensch den Raum verlassen, als den sie ihn betreten haben."

Mit ihren teils bizarren Wortkapriolen gelang es ihr, den Spagat zu schaffen, da sie nicht als ideologische Feministin agierte, sondern auch bei den Männern positive Ansätze feststellte, obgleich auch nicht zu viele. Entsprechend war das Publikum, unter ihnen der überwiegend Paare, mehrfach geteilter Meinung, je nachdem, wer gerade "Opfer" von Tinas Wortklaubereien wurde.

Wortschatz der Geschlechter
Als Paradebeispiel darf die steile These erwähnt werden, die Tina Hüsch aufstellte, Frauen würden über einen Wortschatz von etwa 20.000 Wörtern verfügen, wobei sie diese Zahlen noch nach oben korrigierte, ohne rot zu werden, bei ihr könnten es gar 40.000 Worte sein, die ihr der Herrgott nachträglich "reingedrückt" hätte. Hingegen würden Männer lediglich über ein Volumen von 6.000 Wörtern verfügen, wenn es hochkäme, dann könnten es auch mal 7.000 Worte sein. Schallendes Gelächter war die Belohnung, für diese durch nichts erwiesene Behauptung.



Tina nahm sich selbst auch nicht so wichtig, als sie über ihren roten Lockenschopf und Glöckchen in den Haaren frotzelte: "Wer rote Haare hat, der ist vom Teufel gezeichnet. Krause Haare, krauser Sinn, mitten steckt der Teufel drin."

Beim Schlagwort "Pubertät" geriet Tina in leichte Rage, als sie vom alltäglichen Umgang mit ihren beiden Kindern berichtete. Sie zog einen hanebüchenen Vergleich zwischen eine Bestellung bei Amazon und einer Schwangerschaft und fragte: "Wenn bei Amazon eine Lieferung erst nach etwa neun Monaten zugestellt wird in den nächsten 18 Jahren bis zu 200.000 Euro kostet, manchmal stinken würde und Widerworte gibt, dann auch noch Pickel bekommt und nicht mehr umzutauschen ist, dann muss man es nehmen, wie es kommt, auch wenn man es lebenslang an der Backe hat. Trotzdem, oder vielleicht auch gerade deshalb, liebe ich meine Kinder über alles."

Dank an alle Unterstützer
Auf dieser Ebene könnten noch weitere Beispiele aufgeführt werden, das würde jedoch den Rahmen sprengen, darum an dieser Stelle die beiden Schlusssätze, mit denen Tina Hüsch ihren umjubelten Auftritt beendete: "Nur ein Mensch kann dem Menschen ein Mensch sein", und die Hommage an die Freundschaft "Das Dasein verlangt nach einem Nahsein."

Zuallerletzt bedankte sich Tina Hüsch bei Carmen Engel und dem Team vom Stöffel Park für die starke Unterstützung, auch dass für diesen Abend die "Alte Schmiede" kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde und der Inhalt der Spendenbox komplett der HundeNothilfe überwiesen werden kann. In ihren Dank schloss sie auch Johannes Schmidt, den Kulturreferenten der VG Westerburg ein, ebenso die Musiker Günter Weigel und Ralf Kortus, Uli Heidenreich, der ein Gedicht vortrug, und Elias Reissmüller, der mit Gesang und Gitarre das Publikum mitriss und zuletzt vor der "Alten Schmiede" mit einer unglaublichen Feuer-Jonglage die Besucher zu Beifallsstürmen hinriss.

Wie erwähnt, es ist einfach unmöglich, alle Höhepunkte aufzuzählen, deshalb können sich diejenigen glücklich schätzen, die rechtzeitig die Entscheidung getroffen hatten, den Abend zusammen mit Tina Hüsch und ihrem "Poesie & Gedudel" zu verbringen. Aktuell konnte aufgedeckt werden, dass sich in der Spendenbox die Summe von 1.137 Euro befunden hat, die schon heute (29. August) an die HundeNothilfe e.V. überwiesen wurden. (Wolfgang Rabsch)



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