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Nachricht vom 29.08.2025    

Feierliche Vereidigung von 442 Polizeikommissaranwärtern in Speyer

In Speyer fand eine bedeutende Veranstaltung für die zukünftigen Polizeikommissare von Rheinland-Pfalz statt. Hunderte Studierende der Polizeihochschule kamen zusammen, um einen wichtigen Schritt in ihrer Karriere zu begehen.

Polizei. Foto: Soeren Stache/dpa

Speyer. Genau 442 Polizeikommissaranwärter sind heute feierlich vor dem Dom in Speyer vereidigt worden. Unter den Anwärtern befinden sich 296 Männer und 146 Frauen, wie die Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz mitteilte. Diese Studierenden gehören zum 32. und 33. Bachelor-Studiengang im Bereich Polizeidienst. Während ein Teil der Studierenden ihr Studium bereits im Mai dieses Jahres begonnen hat, startete der andere Teil im Oktober 2024. Das dreijährige Studium umfasst zahlreiche Praxisanteile, die die angehenden Polizisten auf ihren Berufsalltag vorbereiten sollen. Ministerpräsident Alexander Schweitzer und Innenminister Michael Ebling (beide SPD) nahmen an der feierlichen Zeremonie teil und würdigten die Bedeutung dieses Schrittes für die künftigen Polizeibeamten des Landes.

Polizeianwärterinnen aus Rheinland-Pfalz: Traumjob trotz Risiken
Der Polizeiberuf ist für Jennifer Greb und Eva Geisbüsch ein lang gehegter Traum. "Ich wollte schon immer Polizistin werden und zur Schutzpolizei", erklärt Bachelor-Studentin Geisbüsch im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Greb ergänzt: "Für mich ist es ein Kindheitstraum, seit ich zehn Jahre alt bin." Beide Frauen schätzen die Vielfalt und den aktiven Charakter des Berufs. Die Vereidigung als Polizeianwärterinnen in Speyer an diesem Freitag stellt für sie einen "sehr bedeutenden Tag" dar. "Der Tag bringt für mich noch mal zum Ausdruck, welch toller Beruf das ist und mit welchem Stolz man den machen darf", so die 36-jährige Geisbüsch. Es sei auch das erste Mal, dass sie in Uniform in der Öffentlichkeit zu sehen seien.

Die Vielfalt der Aufgaben und die Unvorhersehbarkeit der täglichen Ereignisse sind Aspekte, die Geisbüsch besonders am Polizeiberuf reizen. Sie freut sich auf den Schichtdienst als Schutzpolizistin und betont die Bedeutung von Teamarbeit: "Sich gegenseitig unterstützen und füreinander einstehen." Greb hingegen schätzt das dreijährige Studium mit starkem Praxisbezug. "Das ist nicht wie ein Wirtschafts- oder Psychologiestudium, bei dem man erst danach über den Beruf nachdenkt. Wir gehören schon seit Tag eins zur Polizeifamilie", sagt die 21-Jährige.



Greb hebt hervor, dass der Kontakt mit Menschen und die Rolle als Hilfsperson zentrale Elemente ihrer Berufswahl sind. "Ich wünsche mir, dass die Menschen mehr auf die Polizei zugehen und um Hilfe bitten", äußert sie. Dies geschehe seltener, da manche Bürger ihren Ärger über die Politik an der Polizei auslassen. Angst vor verbalen oder körperlichen Angriffen haben die beiden Frauen nicht. "Messerangriffe haben wir schon sehr oft geübt", berichtet Greb. Sie fühlen sich gut vorbereitet, auch durch spezifische Trainings für Frauen.

Die tödlichen Schüsse eines mutmaßlichen Tankstellenräubers auf einen Polizisten im saarländischen Völklingen berühren die beiden Frauen tief, doch sie bleiben unbeirrt. Geisbüsch erklärt, dass die Tragödie sie eher darin bestärke, ihrem Beruf treu zu bleiben. Greb äußert Mitleid: "Mir tut das schrecklich Leid, dass so etwas passiert." Die Gefährlichkeit des Berufs sei ihr jedoch stets bewusst gewesen, was ihre Familie ihr seit ihrer Jugend verdeutlicht habe. Nach solchen Ereignissen entwickle die Polizei ihre Strategien kontinuierlich weiter.(dpa/bearbeitet durch Red)


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