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Nachricht vom 11.08.2025    

Kirmesmontag in Hachenburg: Blaukittel, Musik und ein Abschied in bester Feierlaune

Von Lara Jane Schumacher

Am 11. August endete die Hachenburger Kirmes mit einem Tag, der noch einmal alles bot, was das Volksfest ausmacht: Tradition, Musik, Begegnungen und ausgelassene Stimmung. Vom Ischelessen am Morgen bis zum letzten Lied der Lasterbacher Musikanten am späten Abend feierten Besucher jeden Alters gemeinsam – ganz so, „wie dat sein soll“.

Blaukittel, Musikverein Siershahn und bestens gelaunte Gäste füllen das Festzelt am Kirmesmontag. Fotos: Lara Jane Schumacher (Art of Jane)

Hachenburg. Der Kirmesmontag startete früh und deftig: Ab 8.30 Uhr öffneten die Lokale der Stadt zum traditionellen Ischelessen. Die beliebte Hackfleischspezialität gehört seit Jahrzehnten zum festen Programm und stärkt für einen langen Festtag. Aufgrund der sommerlichen Temperaturen und des strahlenden Sonnenscheins nahmen viele Gäste das Angebot dankbar an.

Um 10 Uhr sammelten sich die Blaukittel an der Kreuzung Friedrichstraße/ Alexanderring, begleitet vom Musikverein Siershahn. In festlicher Tracht, mit Fackeln und Standarten, zogen sie in Richtung Rathaus, um dort den Stadtschlüssel zu erobern. Ein Ziel, das – der Tradition folgend – noch keinem Bürgermeister zu verwehren gelungen ist. Über die Wilhelmstraße und mit einem Stopp auf dem Alten Markt ging es weiter ins Festzelt im Burggarten.

Dort, in Blau und Rot geschmückt und unter dem diesjährigen Motto „Matrosen“, wurde um 11 Uhr offiziell der Frühschoppen eröffnet. Kirmespräsident Marco Pfeifer begrüßte zahlreiche Ehrengäste, darunter Harald Orthey, Landtagspräsident Hendrik Hering, Vertreter der örtlichen Banken, das Sanitätsregiment 2 mit Hauptmann sowie Ehrenmitglieder der Kirmesgesellschaft.

Ein besonderer Moment des Tages war die Ehrung des Musikvereins Siershahn, der seit 40 Jahren fester Bestandteil der Hachenburger Kirmes ist. Als Zeichen der Wertschätzung erhielt der Verein ein Banner und eine erhöhte Position für den Dirigenten. Die Musiker revanchierten sich mit einem eigens angefertigten Blaukittel für den Ehrenplatz im Vereinsheim – der erste von mehreren emotionalen Höhepunkten des Tages.

Im Zelt herrschte durchgehend ausgelassene Stimmung. Eine Besucherin brachte es auf den Punkt: „Hier wird noch gefeiert, wie dat sein soll.“ Immer wieder hallte der Ruf „Hui Wäller – Allemol!“ durch die große Festhalle. An allen Plätzen lagen „Klapper-Hände“ bereit, mit denen im Rhythmus oder zur Begeisterung geklatscht werden konnte – und das, ohne das Bierglas absetzen zu müssen.

Auch die Zusammensetzung der Gäste zeigte die Verbundenheit mit der Tradition: Jung und Alt, Familien, Vereine und Unternehmen feierten Seite an Seite. Neben vielen Einheimischen nutzten auch zahlreiche Firmen den Montag für einen gemeinsamen Besuch – darunter auffallend viele Vertreter der Bundeswehr vom 2. Sanitätsregiment 2.
Musikalisch übernahm nach dem Frühschoppen zunächst die Gruppe HaKiJus mit kölschen Liedern, Heimatmelodien und selbst komponierten Stücken. Ab 15 Uhr sorgten die Lasterbacher Musikanten mit einer Mischung aus Volksmusik, Schlagern, Pop- und Rockklassikern bis tief in die Nacht für ein volles Tanzparkett. Ihre energiegeladenen Auftritte brachten selbst die letzten Zurückhaltenden auf die Bänke.




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Doch nicht nur der letzte Kirmestag hielt zahlreiche Highlights bereit: Bereits am Kirmessamstag, 9. August, startete das Volksfest mit dem ökumenischen Gottesdienst und dem Konzert des Musikvereins Siershahn, gefolgt von der Rock- und Pop-Show von „True Collins“ auf dem Alten Markt. Bei Einbruch der Dunkelheit sorgte die feierliche Eröffnung mit dem Kirmesekel Justus Bonn, dem Großen Zapfenstreich und einer eindrucksvollen Illumination der Altstadt für Gänsehautmomente. Parallel feierten die Besucher im Festzelt bei der Kirmesparty mit den „Dohlemer Boube“ bis in die Nacht.

Der Kirmessonntag, 10. August, stand im Zeichen von Familienfreude, Sport und Tanz. Der traditionelle Brezelzug führte vom Westend ins Festzelt, wo der große Frühschoppen mit drei Musikvereinen, dem Aufstellen des Kinderbaums und Auftritten der Kermespänz für Unterhaltung sorgte. Am Nachmittag folgte der Fußball-Speedkick-Wettbewerb, ehe am Abend die „Dayson Farmboys“ mit Rock, Pop und Country die Bühne übernahmen und das Zelt in eine stimmungsvolle Tanzfläche verwandelten.

Mit der Musik der Lasterbacher und der Gemeinschaft der Blaukittel klang die Hachenburger Kirmes aus – ein Finale, das einmal mehr zeigte, wie lebendig die Tradition in der Stadt noch immer ist und das schon jetzt Vorfreude auf das kommende Jahr weckt. LJS


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