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Pressemitteilung vom 12.07.2025    

Postversorgung in Rennerod: Fehlende Filiale sorgt für Unmut in der Region

Seit Mai 2025 fehlt in der Stadt Rennerod eine funktionierende Postfiliale. Die Folgen treffen nicht nur Privatpersonen, sondern auch lokale Unternehmen – und sorgen für anhaltenden Ärger.

Symbolbild (KI-generiert)

Rennerod. Die Schließung eines Schreibwarenladens an der Hauptstraße in Rennerod hat weitreichende Folgen für die Region. In diesem Geschäft befand sich bis Ende Mai 2025 auch die zentrale Postfiliale der Stadt. Seitdem gibt es keine Poststelle mehr, die alle Versanddienstleistungen abdeckt – weder in der Stadt Rennerod noch in der gesamten Verbandsgemeinde mit ihren rund 17.500 Einwohnern.

Unzufriedenheit in der Bevölkerung wächst
Die Situation führt zu wachsender Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Für viele Bürger ist es nicht nachvollziehbar, dass ein so grundlegender Bestandteil der öffentlichen Versorgung im ländlichen Raum ersatzlos entfällt. Besonders betroffen sind ältere und nicht mobile Menschen sowie ortsansässige Unternehmen und Institutionen, die auf einen funktionierenden Postservice angewiesen sind.

Bürgermeister Müller wendet sich an Bundesnetzagentur und Deutsche Post AG
Angesichts der zahlreichen Beschwerden hat Bürgermeister Gerrit Müller reagiert. Er wandte sich schriftlich an die Bundesnetzagentur in Bonn sowie an den Vorstand der Deutschen Post AG. In seinen Schreiben macht Müller deutlich, dass in der gesamten Verbandsgemeinde sowie in der Stadt Rennerod mit ihren rund 4.500 Einwohnern seit Mai keine ordnungsgemäße Postfiliale mehr existiert.



Die Bevölkerung ist seither gezwungen, für postalische Dienstleistungen auf andere Orte in benachbarten Verbandsgemeinden auszuweichen. Müller sieht darin einen unhaltbaren Zustand – insbesondere im ländlichen Raum, der ohnehin bereits unter Rückzügen öffentlicher Dienstleistungen leidet.

Fehlende Postfiliale widerspricht geltenden Vorgaben
Laut den Vorgaben der Deutschen Post AG muss es in Gemeinden mit über 2.000 Einwohnern mindestens eine Postfiliale geben. In Gebieten mit mehr als 4.000 Einwohnern muss diese innerhalb von 2.000 Metern erreichbar sein. Diese Anforderungen sind in Rennerod mehr als erfüllt. Dennoch fehlt eine entsprechende Poststelle, und seitens der Deutschen Post AG sind bislang keine konkreten Maßnahmen zur Beseitigung dieses Missstands ersichtlich.

Aufsichtsbehörde soll aktiv werden
Aus diesem Grund fordert Bürgermeister Müller die Bundesnetzagentur dazu auf, aufsichtsbehördlich tätig zu werden. Ziel ist es, die Postversorgung in der Verbandsgemeinde Rennerod zeitnah wiederherzustellen. Gleichzeitig appelliert er an die Deutsche Post AG, ihrer Verpflichtung zur Einrichtung einer vollwertigen Postfiliale nachzukommen. Die aktuelle Situation gefährde nicht nur die Daseinsvorsorge, sondern trage auch zur allgemeinen Politikverdrossenheit bei. (PM/Red)


Lokales: Rennerod & Umgebung
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