Werbung

Pressemitteilung vom 02.07.2025    

Eichenprozessionsspinner breitet sich aus: Vorsicht vor den Brennhaaren

In mehreren Gemeinden im Westerwald wurden kürzlich auffällige Gespinste in Eichen entdeckt. Der unscheinbare Nachtfalter, der Eichenprozessionsspinner, sorgt für Aufsehen - leider nicht wegen seines Aussehens, sondern aufgrund der Gefahren, die von seinen Raupen ausgehen.

Meiden Sie den Kontakt mit diesen Gespinsten. (Foto: Frank Krause)

Anhausen. Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist ein Nachtfalter, der an verschiedenen Eichenarten vorkommt. Als Forstschädling ist er in der Regel unbedeutend, da er bei uns am Rand seines klimatischen Optimalbereichs lebt und seine Raupen meist nur einen Kahlfraß der Blätter verursachen, den die Bäume normalerweise verkraften.

Das Forstrevier Anhausen warnt: Die wärmeren und trockeneren Wetterbedingungen der letzten Jahre haben jedoch zu einer deutlichen Verbreitung des Insekts geführt.

Hauptproblem: Die Brennhaare
Der Eichenprozessionsspinner wird vor allem durch die Brennhaare seiner Raupen kritisch. Nach ihrer dritten Häutung besitzen die etwa 2 cm langen Tiere Haare, die bei Berührung brechen und ein hochallergenes Eiweiß freisetzen. Diese Haare können vom Wind verweht oder im Geäst und am Boden gesammelt werden. Von dort aus können sie erneut aufgewirbelt werden und durch die Luft auf Haut oder Schleimhäute gelangen.

Dank ihrer Widerhaken haften sie dort und lösen im besten Fall Hautrötungen aus, im schlimmsten Fall kann es zu lebensgefährlichem Kreislaufversagen kommen. Besonders stark fallen die Reaktionen bei Kontakt mit Schleimhäuten und Augen aus, oft sind Entzündungen die Folge.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Bildungsbegleitung (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57610 Altenkirchen

Sachbearbeiter (m/w/d) Organisation und Verwaltung

Verbandsgemeindeverwaltung Altenkirchen-Flammersfeld
57610 Altenkirchen (Westerwald)

Fachkraft Wohnstätte Einzelfallhilfe (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Koch/Köchin (m/w/d) Großküche

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Raupen können auch mitten im Ort vorkommen
Die Raupen befallen bevorzugt frei oder sonnig stehende Bäume, was den hygienischen Aspekt der Raupenhaare besonders brisant macht. Solche Bäume stehen häufig an Waldrändern in Siedlungsnähe, in Parks oder Ortschaften. Dadurch gelangen die gefährlichen Haare direkt in die Nähe der Bevölkerung.

Die Beeinträchtigung durch die Brennhaare ist nicht auf die kurze Zeit der Raupenaktivität beschränkt: vielmehr reichern sich die Haare wie ein Giftstoff über Monate und Jahre im Gelände an. Die allergene Wirkung bleibt erhalten und kann ganzjährig Probleme verursachen.

Bäume im Ortsbereich und an Erholungsschwerpunkten werden in der Regel durch Spezialisten behandelt. Dabei werden die Raupen und Gespinste mit Spezialstaubsaugern abgesaugt und die Reste am Baum verklebt. Diese Maßnahmen sind sehr kostspielig.

Die Raupen leben in Gespinsten, die sie vor Fressfeinden schützen. Alte Gespinstnester mit Häutungsresten finden sich normalerweise unterhalb des Kronenansatzes und sind gut sichtbar. Sie stellen ebenfalls eine Gefahrenquelle dar und sollten von Fachfirmen entfernt werden. (PM/Red)


Mehr dazu:   Umwelt & Gesundheit  
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Einblicke in die Natur: NABU-Infotag an der Westerwälder Seenplatte

Das NABU-Projektbüro Rheinland-Pfalz lud zu einem informativen Tag in Dreifelden ein. Besucher erhielten ...

Vier Wettkampfbahnen, ein Ziel: HeRpSl-Länderjugendwettkampf als Sprungbrett nach Mannheim

Am Sonntag (5. Juli 2026) fand in Frankenberg (Eder) ein Wettkampf statt, bei dem 160 junge Helfer ihr ...

"Siegtal pur" ist auch nach 30 Jahren ein Ereignis mit steigender Beliebtheit

Radfahrer aller Altersklassen nehmen von Beginn an diesem Event teil. Vor 30 Jahren hatten einige findige ...

Marienrachdorf installiert ersten öffentlich zugänglichen Defibrillator

In Marienrachdorf wurde ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Notfallversorgung unternommen. Die ...

Baggerarbeiten führen zu Stromausfall in Meudt und Ruppach-Goldhausen

Am Samstagnachmittag (4. Juli) kam es in den Gemeinden Meudt und Ruppach-Goldhausen zu einem Stromausfall. ...

Erstes Smartphone: So gelingt Kindern ein sicherer Einstieg

Mit dem Wechsel auf die weiterführende Schule erhalten viele Kinder ihr erstes Smartphone. Neben neuen ...

Weitere Artikel


Doppelmord in Bad Breisig: Zusammenfassung der letzten Verhandlungstage beim Landgericht Koblenz

Da die Kuriere nicht von jedem Verhandlungstag des aufsehenerregenden Prozesses beim Landgericht Koblenz ...

Unfallflucht in Dreifelden: Polizei sucht Zeugen

Am frühen Dienstagnachmittag (1. Juli) kam es in Dreifelden zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Kleinbus ...

Rekordhitze in Rheinland-Pfalz: Vorläufige Höchstwerte gemessen

Am Mittwoch erlebte Rheinland-Pfalz den bisher heißesten Tag des Jahres. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) ...

Neue Chefärztin für Neurologie am Evangelischen Krankenhaus Dierdorf/Selters

Das Evangelische Krankenhaus Dierdorf/Selters erhält eine neue Leitung in der Klinik für Neurologie. ...

Stromabschaltung in mehreren Wäller Gemeinden am 13. Juli

Am Sonntag, dem 13. Juli, müssen sich die Bewohner von Elgert, Marienhausen und weiteren Gemeinden auf ...

Umfangreiche Sanierung der B 62 in Niederschelderhütte startet am 14. Juli

Am 14. Juli beginnen die Sanierungsarbeiten an der Bundesstraße B 62 im Ortsteil Niederschelderhütte. ...

Werbung