Werbung

Pressemitteilung vom 27.06.2025    

Landesklimaschutzgesetz in Rheinland-Pfalz sorgt für Diskussionen in der Energiebranche

Das geplante Landesklimaschutzgesetz in Rheinland-Pfalz stößt auf Kritik. Landtagsabgeordneter Stephan Wefelscheid und der Landesverband der Energie- und Wasserwirtschaft äußern Bedenken über die Auswirkungen auf die Energieversorger im Bundesland.

v.l. Horst Meierhofer, Stephan Wefelscheid und Malte Buch (Fachbereichsleiter Energie
LDEW). (Foto: Claas Osterloh)

Koblenz. Am Mittwoch, 2. Juli, steht das neue Landesklimaschutzgesetz zur Abstimmung im rheinland-pfälzischen Landtag. Dieses Gesetz sieht vor, dass das Bundesland bereits im Jahr 2040 Klimaneutralität erreichen soll - fünf Jahre früher als vom Bund vorgesehen. Der Gesetzentwurf fordert die Festlegung von Sektorzielen und Handlungsfeldern zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen.

Stephan Wefelscheid, Landtagsabgeordneter aus Koblenz, kritisierte den Entwurf schon bei dessen Einbringung im April scharf. Er befürchtet negative Auswirkungen auf die Energiebranche, insbesondere angesichts des aktuellen Handelskonflikts mit den USA. Viele Unternehmen in Rheinland-Pfalz haben sich nun in einem offenen Brief an die Landesregierung gewandt, um vor den möglichen Folgen für den Wirtschaftsstandort zu warnen. Auch der Landesverband der Energie- und Wasserwirtschaft Hessen/Rheinland-Pfalz e.V. (LDEW) hat diesen Brief unterzeichnet.



Horst Meierhofer, Geschäftsführer des LDEW, äußerte im Gespräch mit Wefelscheid Bedenken bezüglich der Zeitspanne von 2040 bis 2045. "Aufgrund der Formulierungen des Gesetzentwurfs ist zu befürchten, dass beispielsweise Baugenehmigungen für Investitionen, die zwar dem Bundes-, nicht aber dem Landesziel entsprechen, versagt werden", so Meierhofer. Dies könnte dazu führen, dass Investitionen in andere Bundesländer verlagert werden, wo mehr Planungssicherheit besteht.

Wefelscheid teilt diese Sorgen und betont, dass die Energiebranche bereits jetzt mit den Zielen des Bundes große Investitionen in Infrastruktur leisten muss. Eine Vorverlegung dieser Investitionen um fünf Jahre würde die Kosten erheblich steigern, was letztlich die Endverbraucher belasten könnte. Er fordert eine klare Stellungnahme von Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt. (PM/Red)


Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Politik


Ministerpräsidenten überwiegend positiv zu Rentenvorschlägen

Die Vorschläge der Rentenkommission stoßen bei den Ministerpräsidenten auf mehrheitliche Zustimmung, ...

FDP Westerwald verzichtet auf Kandidatur bei Landratswahl

Der FDP-Kreisverband Westerwald hat beschlossen, keinen eigenen Kandidaten für die anstehende Landratswahl ...

Pharma-Investitionen in Rheinland-Pfalz auf dem Prüfstand

Die jüngsten Entscheidungen führender Pharmaunternehmen werfen Fragen zur Zukunft des Pharmastandorts ...

SPD Westerwald nominiert Dr. Tanja Machalet als Landratskandidatin

Der SPD-Kreisvorstand des Westerwaldkreises hat sich einstimmig für Dr. Tanja Machalet als Kandidatin ...

Line Bratenstein strebt Landratskandidatur im Westerwaldkreis an

Die Förderschullehrerin Line Bratenstein möchte für Die Linke als Landratskandidatin im Westerwaldkreis ...

Johannes Eidt tritt als Landratskandidat von Volt im Westerwaldkreis an

Der Sozialpädagoge Johannes Eidt aus Obererbach hat seine Kandidatur für die Landratswahl im Westerwaldkreis ...

Weitere Artikel


Mindestlohnerhöhung in Rheinland-Pfalz sorgt für gemischte Reaktionen

Die geplante Anhebung des Mindestlohns auf 14,60 Euro bis 2027 stößt in Rheinland-Pfalz auf unterschiedliche ...

Musikalisches Sommerfest in Montabaur: Ein Jubiläum voller Klänge

Die Kreismusikschule Westerwald feiert ihr 50-jähriges Bestehen mit einem besonderen Sommerfest in Montabaur. ...

Westerburg: Selbsthilfegruppe bietet Unterstützung bei Depressionen und Ängsten

Im Westerwald finden Menschen mit Depressionen oder Angststörungen einen geschützten Raum für Austausch ...

Musikalische Klänge vor historischer Kulisse in Rotenhain

Am Mittwoch, 2. Juli, lädt die Alte Burg in Rotenhain zu einem besonderen Konzertabend ein. Der beliebte ...

30. Raderlebnistag "Jedem Sayn Tal": Ein Fest für alle Sinne in Selters

Am Sonntag (15. Juni) verwandelte sich das Sayntal erneut in eine autofreie Zone und zog zahlreiche Radfahrende, ...

Kirmes-Spektakel in Waldbreitbach: "Wied in Flammen" 2025

Die Waldbreitbacher Kirmes verspricht auch im Jahr 2025 ein unvergessliches Erlebnis zu werden. Neben ...

Werbung