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Pressemitteilung vom 20.06.2025    

Rückkehr nach 19 Jahren: Pfarrer Ralf Peter Jäkel wieder in Stein-Neukirch eingeführt

Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde Pfarrer Ralf Peter Jäkel in der Kirche von Stein-Neukirch willkommen geheißen. Nach fast zwei Jahrzehnten kehrt er in den Hohen Westerwald zurück, um eine halbe Pfarrstelle zu übernehmen.

Dekan Dr. Axel Wengenroth (rechts) führte Pfarrer Ralf Peter Jäkel in sein Amt ein. (Fotos: Sabine Hammann-Gonschorek)

Stein-Neukirch. Mit einem festlichen Gottesdienst in der Kirche von Stein-Neukirch ist Pfarrer Ralf Peter Jäkel offiziell in seinen neuen - und zugleich altvertrauten - Dienst eingeführt worden. Nachdem er vor 19 Jahren ins hessische Beilstein wechselte, kehrt der Theologe mit halber Pfarrstelle in den Hohen Westerwald zurück. "Es ist, wie nach Hause kommen!", sagte Jäkel bewegt in seiner Predigt und erinnerte an seine erste Amtszeit von 1993 bis 2006 "auf der Neukirch".

Dekan Dr. Axel Wengenroth führte Jäkel offiziell in sein Amt ein, unterstützt von Pfarrer i.R. Eckhard Schmitt sowie Mitgliedern der Kirchenvorstände Neukirch, Rabenscheid und Liebenscheid. Der Posaunenchor sorgte für die gelungene musikalische Begleitung. In seiner Ansprache erinnerte Dekan Dr. Wengenroth daran, dass alles Wachstum in Gottes Hand liege: "Unsere Aufgabe als christliche Gemeinde ist das Säen. Wo wir den Anspruch erheben, Wachstum selbst erzwingen zu wollen, drohen Überforderung und Enttäuschung."

Pfarrer Jäkel griff diesen Gedanken in seiner Predigt über 2. Korinther 13, Verse 11 bis 13 auf. Offen sprach er über seine Zweifel angesichts der Herausforderung, künftig in zwei unterschiedlichen Dekanaten - Westerwald und an der Dill - tätig zu sein und wie sich diese durch den liebevollen Empfang in Neukirch schnell auflösten. "Gottes Wege sind vollkommen", stellte der Pfarrer fest. In seiner Auslegung der Bibelverse betonte er die zentrale Rolle der Gnade, der Liebe Gottes und der Gemeinschaft des Heiligen Geistes: Christsein bedeute, den Glauben aktiv zu leben, für andere einzustehen, Verantwortung für die Schöpfung zu übernehmen - und sich dabei nicht aus der Gesellschaft zurückzuziehen. "Christsein ist nie unpolitisch", so Jäkel. Die Kirche müsse kritisch fragen und Orientierung geben, gerade in unsicheren Zeiten. Im Anschluss an den Gottesdienst sprachen Axel Grahn vom Liebenscheider Kirchenvorstand und Breitscheids Bürgermeister Roland Lay Grußworte. Danach waren alle Besucher zu einem Empfang im benachbarten Gemeindehaus eingeladen.



Pfarrer Jäkel wird voraussichtlich in seinen verbleibenden Dienstjahren bis zur Pensionierung 2028 zwei halbe Pfarrstellen betreuen: in Beilstein-Rodenroth sowie nun wieder im Hohen Westerwald. Hier teilt sich Jäkel die Aufgaben mit Pfarrerin Iris Kühmichel. Gemeinsam arbeiten sie eng mit den benachbarten Gemeinden im Kooperationsraum "Hoher Westerwald" zusammen, zu dem auch die Kirchengemeinden Emmerichenhain, Rennerod und Neunkirchen gehören. (PM)


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