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Pressemitteilung vom 04.06.2025    

Lebensmittelsicherheit in Rheinland-Pfalz: LUA zieht Bilanz für 2024

Das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz (LUA) hat seine jährliche Bilanz zur Lebensmittelüberwachung veröffentlicht. Der Bericht zeigt, dass die Mehrheit der Lebensmittel sicher ist, doch einige Herausforderungen bleiben bestehen.

Foto: Pixabay

Koblenz. Die amtliche Lebensmittelüberwachung des Landesuntersuchungsamts Rheinland-Pfalz (LUA) im Jahr 2024 umfasste 19.403 Stichproben aus unterschiedlichen Warengruppen. "Die Beanstandungsquote lag mit 10,2 Prozent auf dem Niveau der Vorjahre", erklärte Dr. Markus Böhl, Präsident des LUA.

Die meisten Beanstandungen betrafen irreführende Kennzeichnungen. Nur wenige Proben wurden als gesundheitsschädlich eingestuft, was auf wirksame Qualitätssicherungsmaßnahmen der Hersteller hinweist. Im Jahr 2024 identifizierte das LUA insgesamt 13 gesundheitsschädliche Proben, verglichen mit 26 im Vorjahr. Diese Quote entspricht etwa 0,1 Prozent aller untersuchten Proben und ist seit Jahren konstant niedrig.

Gesundheitsgefährdende Bakterien und Verunreinigungen

In neun Proben entdeckten Sachverständige bakterielle Verunreinigungen, darunter Salmonellen in Sprossen, Tahin und Blattsalatmischungen sowie shigatoxin-bildende E.coli Bakterien in zwei Wurstproben. Eine Suppenprobe war mit Bacillus cereus kontaminiert. Drei Thunfischproben überschritten den Grenzwert von 200 Milligramm pro Kilogramm Histamin erheblich. Größere Mengen an Histamin können bei empfindlichen Personen Vergiftungssymptome hervorrufen. Zudem fanden sich in vier Fällen Fremdkörper in Lebensmitteln, darunter Metalldrähte in geriebenem Käse und scharfkantige Gegenstände in einem Erdbeerfruchtaufstrich.



Ewigkeitschemikalien PFAS: Belastung unter Kontrolle
Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS), bekannt als Ewigkeitschemikalien, standen ebenfalls im Fokus. Diese Stoffe sind aufgrund ihrer Langlebigkeit in verschiedenen Umweltbereichen nachweisbar. Seit 1. Januar 2023 gelten EU-weit Höchstgehalte für PFAS in bestimmten Lebensmitteln. Das LUA hat 72 Proben untersucht, darunter Hühnereier, Pute, Rindfleisch, Schweinefleisch und Forellen. In allen Proben lagen die Gehalte für Perfluoroctansäure (PFOA), Perfluorhexansulfonsäure (PFHxS) und Perfluornonansäure (PFNA) unter der jeweiligen Bestimmungsgrenze. Bei 14 Proben wurde Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) über der Bestimmungsgrenze festgestellt, jedoch unterhalb des gesetzlichen Höchstgehalts.

Die vollständige Bilanz mit weiteren Details ist auf der Homepage des Landesuntersuchungsamts verfügbar. (PM/Red)


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