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Nachricht vom 01.06.2025    

Festkonzert zum 30. Jubiläum der Villa Musica in Schloss Engers

Von Helmi Tischler-Venter

Das Barockschloss Engers ist ein Juwel in der Kette architektonischer Pretiosen des Landes Rheinland-Pfalz und zugleich ein Ort, an dem junge Musiktalente geschliffen und veredelt werden. Seit drei Jahrzehnten garantiert die Exzellenzförderung des Landes wunderbare Kammermusik in diesem kongenialen Ambiente. Davon konnten sich die Besucher beim Jubiläumskonzert am Samstag, 31. Mai überzeugen.

Anastasia Kobekina kam mit einem Violincello von Antonio Stradivari auf die Bühne. Fotos: Wolfgang Tischler

Neuwied-Engers. Die Bedeutung der Institution Villa Musica wurde in der Präsenz hochrangiger Gäste deutlich: Kulturstaatssekretär Prof. Dr. Jürgen Hardeck, Vorstandsvorsitzender der Villa Musica Rheinland-Pfalz begrüßte eine ganze Reihe von Ehrengästen, darunter Ministerpräsident Alexander Schweitzer, Katharina Binz, Ministerin für Familie, Frauen, Kultur und Integration, Peter Jung, kulturzuständiger Bürgermeister der Stadt Neuwied, Landtagsabgeordnete Lana Horstmann, Philipp Rasbach, Kreisbeigeordneter des Landkreises Neuwied, dazu den Vorstand der Stiftung und des Kuratoriums, das Team und die unterstützenden Freunde der Villa Musica.

Ministerpräsident Schweitzer betonte in seinem Grußwort die gemeinsame Verantwortung des Landes und der kommunalen Ebene für das Schmuckstück Villa Musica im Schloss Engers. Er freue sich über alles, was die Villa Musica für uns bedeute: Musik für viele und Musik überall im Land mit dem Anspruch, wandelbar zu sein. Diesem Anspruch werde die Villa Musica seit drei Jahrzehnten gerecht. Sie sei bedeutend für die Ausbildung junger Talente, ein Ort für gemeinsame Proben und Leben sowie gemeinsame Vorbereitung. "Über Jahre hinweg haben Musiker internationale Auftritte wahrgenommen und sind immer wieder zurückgekommen."

Schweitzer wünschte der Villa Musica noch sehr viel Energie und Engagement für die Zukunft. "In dieser schnelldrehenden Zeit braucht es etwas, was Menschen verbindet: die internationale Sprache der Musik!"

Das Konzert begann mit Beethovens "Sonata quasi una fantasia cis-Moll, op. 27 Nr. 2" Die sogenannte "Mondscheinsonate" spielte der Pianist Fabian Müller, der mit mehreren Preisen für seine Werk-Interpretationen ausgezeichnet wurde, am Steinway-Flügel. Mit "Adagio sostenuto" begann die Komposition melodisch und langsam getragen, um im nachfolgenden "Allegretto" mit etwas schnelleren, frei schweifenden Harmonien und gehämmerten Moll-Klängen zum dritten Satz "Presto agitato" zu leiten, der mit leidenschaftlichen, schnellen Läufen einen furiosen Abschluss bildete. Dem Musiker wurden danach Applaus und Jubel zuteil.




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Anastasia Kobekina, die ebenfalls hoch gelobte Preisträgerin ist, kam mit einem Violincello von Antonio Stradivari auf die Bühne und spielte zusammen mit dem Pianisten Fabian Müller die "Cellosonate d-Moll" von Claude Debussy. Das zarte, harmonievolle Cellospiel wurde im "Prologue" vom Klavier ebenso zart und gefühlvoll begleitet. In "Sérénade et Final" erklang der Flügel lauter und stärker, das Cello mit schwingender Melodie, beide gemeinsam tanzend-perlend harmonierend. Anschließend kommunizierten die Instrumente mit Pizzicato und starken Bogenstrichen sowie Hammerschlägen, steigerten Volumen und Tempo zum kraftvollen Finale hin. Belohnt wurden die Musiker mit dreifachem, kräftigem Applaus.

Nach der Pause bildete ein Koryphäen-Trio den Superlativ mit Felix Mendelssohns "Klaviertrio d-Moll, op. 49". Prof. Ervis Gega, die künstlerische Leiterin der Villa Musica, ehemalige Villa Musica-Stipendiatin und Förderpreisträgerin des Landes Rheinland-Pfalz und vom Ministerpräsidenten als "Frau mit sehr viel Energie und Charme" beschrieben, interpretierte die Violin-Partitur. Begleitet wurde sie von Anastasia Kobekina und Fabian Müller. Das Trio ließ die in die Kammermusik eingewebte Wehmut, Romantik und Freude in den Dianasaal schweben. Zarter sowie voluminöser Klang, schwungvolle Melodien, perlende Tonfolgen und temporeiche Passagen sowie ein furioses Finale verzauberten das Auditorium, das mit anhaltendem Applaus und Standing Ovations antwortete. Nachdem die drei Musiker Blumensträuße erhalten hatten, wurden Aktive und Gäste zu Imbiss und Gesprächen in den Gartensaal eingeladen. htv


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