Werbung

Pressemitteilung vom 27.05.2025    

Hasenpest im Westerwaldkreis: Warnung vor Kontakt mit erkrankten Tieren

Im Westerwaldkreis wurde seit November 2024 bei mehreren Feldhasen die Hasenpest diagnostiziert. Die Kreisverwaltung warnt die Bevölkerung davor, kranke oder tote Tiere zu berühren. Was Spaziergänger und Tierbesitzer beachten sollten, erfahren Sie hier.

Symbolbild (Foto: Pixabay)

Westerwaldkreis. Seit November 2024 sind sechs Fälle von Hasenpest (Tularämie) bei Feldhasen im Westerwaldkreis bestätigt worden. Drei der betroffenen Tiere stammen aus der Verbandsgemeinde Montabaur, zwei aus Wallmerod und eines aus Bad Marienberg. Die Behörden befürchten, dass weitere Krankheitsfälle folgen könnten. Obwohl bislang keine Erkrankungsfälle beim Menschen bekannt sind, weist das Gesundheitsamt darauf hin, dass Tularämie meldepflichtig ist. Die letzte Meldung über eine Infektion beim Menschen datiert jedoch auf das Jahr 2014.

Richtige Verhaltensweise
Spaziergänger und Wanderer werden dringend gebeten, kranke oder tote Hasen und Wildkaninchen keinesfalls zu berühren. Hunde sollten ebenfalls keinen Kontakt zu diesen Tieren haben. Erkrankte Tiere zeigen oft Verhaltensauffälligkeiten wie Mattheit, Teilnahmslosigkeit und schnelle Atmung und flüchten nicht mehr vor Menschen.

Bei Sichtung eines solchen Tieres wird empfohlen, den Fund dem Veterinäramt des Westerwaldkreises unter der Telefonnummer 02602 124 280 zu melden. Alternativ können auch die örtlichen Ordnungsbehörden oder die Polizei informiert werden, die dann den zuständigen Jagdpächter benachrichtigen.

Tularämie
Der Erreger der Tularämie wird durch Bakterien verursacht, die hauptsächlich in Parasiten wie Zecken vorkommen und auf kleine Säugetiere übertragen werden. Auch andere Tiere und Menschen können sich infizieren, jedoch ist eine Übertragung von Mensch zu Mensch praktisch ausgeschlossen. Hunde besitzen eine hohe natürliche Resistenz gegen den Erreger.



Symptome beim Menschen
Menschen infizieren sich in der Regel durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren, offene Wunden oder das Einatmen von erregerhaltigem Staub. Bei Verdacht auf Ansteckung sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden. Der Verzehr von Hasenfleisch ist unbedenklich, wenn es bei mindestens 60 Grad Celsius für zehn Minuten gegart wird. Aufgrund der deutlichen Krankheitssymptome der Tiere ist der Verzehr jedoch selten.

Die Inkubationszeit beträgt beim Menschen drei bis zehn Tage. Symptome können Geschwüre, Lymphknotenschwellungen, hohes Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen und Erschöpfung umfassen. Bei Verdacht auf eine Infektion wird geraten, den Arzt über den möglichen Kontakt zu informieren.

Weitere Informationen zur Hasenpest sind in einem Merkblatt des Landesuntersuchungsamts verfügbar. (PM/Red)


Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Neue Bestattungsformen in RLP: Mehr Freiheiten bei der Vorsorge

Das novellierte Bestattungsgesetz in Rheinland-Pfalz erweitert die Optionen für die eigene Vorsorge erheblich. ...

Streit um Windpark Drei Eichen: Gemeinderat erklärt Bürgerbegehren für unzulässig

Der Gemeinderat Leuterod hat ein Bürgerbegehren gegen ein geplantes Windkraftprojekt gestoppt. Die Bürgerinitiative ...

Hachenburger Kirmespräsident kritisiert Berichterstattung der Medien

Das Thema Gleichberechtigung hatte die Medien in jüngster Vergangenheit auf die Satzung der Hachenburger ...

Heimat shoppen 2026: Stärkung der Innenstädte im IHK-Bezirk Koblenz

Am Wochenende des 11. und 12. September 2026 stehen die Innenstädte im IHK-Bezirk Koblenz ganz im Zeichen ...

Rehkitz beim Mähen getötet: Amtsgericht Montabaur spricht Landwirt frei

Ein Landwirt aus dem Westerwaldkreis stand vor dem Amtsgericht Montabaur, weil er beim Mähen einer Wiese ...

Einzigartige Stummfilmkonzerte in der Sayner Hütte

In den Anfängen der Filmgeschichte wurden bei Vorführungen der einstigen Stummfilme in den Kinopalästen ...

Weitere Artikel


Junghandwerker im Fokus: Deutsche Meisterschaft 2025 startet

Die Maschinenbau Cernota GmbH & Co. KG in Staudt unterstützt ihre jungen Gesellen bei der Teilnahme an ...

Neues Wasserschutzgebiet im Westerwald- und Rhein-Lahn-Kreis beschlossen

Ein neues Wasserschutzgebiet schützt künftig drei Trinkwasserbrunnen im Westerwaldkreis und Rhein-Lahn-Kreis. ...

"Seelentiefen": Eine Fotoausstellung in Gebhardshain, die zum Nachdenken anregt

Am Montag (19. Mai) wurde im Ratssaal des Rathauses Gebhardshain die Fotoausstellung "Seelentiefen" eröffnet. ...

Katastrophenschutzübung im Westerwaldkreis: Einsatzkräfte proben den Ernstfall

Am letzten Wochenende (23. bis 25. Mai) fand eine großangelegte Katastrophenschutzübung im Westerwaldkreis ...

Unfall und Pannen-Lkw sorgen für langen Stau auf der A 3 bei Oberhaid

Ein umgekippter Transporter und ein liegengebliebener Lkw führten am Dienstagvormittag (27. Mai) zu Verkehrsbehinderungen ...

Neue Plattform informiert über Wölfe in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz gibt es derzeit vier Wolfsrudel, was bei vielen Menschen Ängste auslöst. Das Umweltministerium ...

Werbung