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Pressemitteilung vom 27.05.2025    

Katastrophenschutzübung im Westerwaldkreis: Einsatzkräfte proben den Ernstfall

Am letzten Wochenende (23. bis 25. Mai) fand eine großangelegte Katastrophenschutzübung im Westerwaldkreis statt. Rund 400 Einsatzkräfte aus verschiedenen Landkreisen kamen zusammen, um ihre Zusammenarbeit in Krisensituationen zu testen.

Die Osmose in Staudt wurde zur Übungsstätte der Einsatzbereitschaft der überörtlichen Hilfe. (Foto: Lara Krimbel)

Staudt. Am vergangenen Wochenende übten etwa 400 Einsatzkräfte der überörtlichen Hilfe im Leitstellenbereich Montabaur an verschiedenen Orten unterschiedliche Szenarien. Ziel dieser Übung war es, die überregionale Zusammenarbeit im Katastrophenfall praxisnah zu trainieren und weiter zu optimieren. Besondere Schwerpunkte lagen auf der Zusammenarbeit zwischen untereinander unbekannten Einsatzkräften in fremdem Terrain und der Orientierung bei zerstörter Infrastruktur.

Die Einsatzbereitschaft im Katastrophenschutz ist ein fest strukturierter Verband aus verschiedenen Hilfsorganisationen, der bei Bedarf über Landkreisgrenzen hinweg eingesetzt werden kann. Dazu gehören spezialisierte Einheiten wie Sanitätsdienst, Betreuung, Logistik und Führungskomponenten. Diese Kräfte können gemeinsam große Schadenslagen bewältigen und lokale Einsatzstrukturen unterstützen.

Übungsszenario: Erdbeben
Am Freitag (23. Mai) fuhren rund 150 Einsatzkräfte mit etwa 30 Fahrzeugen aus Koblenz nach Dierdorf, um dort in der Nelson-Mandela-Schule Quartier zu beziehen. Am Samstag wurden dann der Westerwaldkreis, der Rhein-Lahn-Kreis sowie der Landkreis Altenkirchen in die Übung eingebunden. Im Westerwaldkreis simulierte das Szenario ein Erdbeben, das weite Teile des Kreises und der Infrastruktur zerstört hatte. Auf dem Gelände des ehemaligen Industriebetriebs Osmose in der Gemarkung Staudt bereitete Thomas Huberty, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Wirges, eine realistische Lage vor. Beim Einsturz einer Halle wurden mehrere Personen verschüttet, die gesucht, gerettet und geborgen werden mussten.



Neben dem Löschzug der überörtlichen Hilfe aus dem Landkreis Ahrweiler war auch die Einsatzbereitschaft aus dem Westerwaldkreis mit zwei Löschzügen vor Ort. Diese setzte sich aus Einsatzkräften und Fahrzeugen der Einheiten Westerburg, Meudt, Hilgert, Freilingen, Neuhäusel, Wirges und Herschbach (Uww.) zusammen. Unterstützung erhielten die Kameraden durch DRK-Kräfte aus Wirges, Siershahn und Selters sowie die BRH-Rettungshundestaffel Westerwald. Die SEG Verpflegung aus Rhens versorgte die Übenden mit Getränken und Essen. Insgesamt waren bei diesem Teil der Übung im Westerwaldkreis etwa 110 Personen im Einsatz.

Zusammenarbeit der Landkreise
Vor Ort machte sich Tobias Haubrich, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Westerwaldkreises, ein Bild von der Lage und zeigte sich begeistert von der reibungslosen Zusammenarbeit der verschiedenen Landkreise. "Das Konzept der überörtlichen Bereitschaften bietet bei Großschadenslagen eine adäquate Unterstützung", lobte er. Ähnliche Szenarien wurden auch im Landkreis Altenkirchen mit einer großflächigen Unwetterlage und im Rhein-Lahn-Kreis mit einem Waldbrand geübt. (PM/Red)


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