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Nachricht vom 18.05.2025    

Glanzvolle Festgala in Ransbach-Baumbach

Von Wolfgang Rabsch

Die Stadt Ransbach-Baumbach hatte gleich doppelten Grund zum Feiern: Die Verleihung der Stadtrechte vor 50 Jahren und das 40-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Pleurtuit. Mit fast 300 Gästen wurde die gelungene Entwicklung der Stadt gebührend gefeiert.

(alle Fotos: Wolfgang Rabsch)

Ransbach-Baumbach. Man soll ja bekanntlich die Feste feiern, wie sie fallen. In dieser Hinsicht hatte die Stadt Ransbach-Baumbach gleich in zweifacher Hinsicht einen vortrefflichen Grund: Zum einen standen die Feierlichkeiten zur Verleihung der Stadtrechte vor 50 Jahren an und zum anderen, wurde vor 40 Jahren die Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Pleurtuit aus der Bretagne gegründet. So verwunderte es nicht, dass die Stadthalle in Ransbach mit fast 300 Besuchern gefüllt war, die an festlich gedeckten Tischen Platz nahmen. Festlich gedeckt darum, weil die Gäste im Laufe der Gala mit einem raffinierten 3-Gänge-Menü verwöhnt wurden.

Doch der Reihe nach: Michael Merz, Stadtbürgermeister und Bürgermeister der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach, begrüßte als Hausherr die Besucher, darunter einige Ehrengäste. unter anderem Hendrik Hering, Präsident des rheinland-pfälzischen Landtags und Vorsitzender des Partnerschaftsverbands RLP “OUARTETT“, Dr. Tanja Machalet, MdB und Jenny Groß, MdL, sowie Landrat Achim Schwickert und weitere Kommunalpolitiker. Besonders herzlich begrüßte Michael Merz viele Gäste aus der bretonischen Partnerstadt Pleurtuit, die in großer Anzahl angereist waren, um das Jubiläum zu feiern.

Michael Merz befasste sich mit der Stadtentwicklung von Ransbach-Baumbach und schilderte, wie1969 aus den bis dahin eigenständigen Ortsgemeinden Ransbach und Baumbach, die neue Ortsgemeinde Ransbach-Baumbach gebildet wurde, trotz erheblicher Widerstände in beiden Orten. Im Nachhinein betrachtet, habe sich diese Entscheidung als goldrichtig erwiesen, denn die Stadt hat sich “von einer grauen, zu einer bunten Stadt“ entwickelt, in der zurzeit aktuell 8430 Einwohner leben. Die Verleihung der Stadtrechte am 10. Mai 1975, sei ein weiterer Meilenstein in der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Ransbach-Baumbach gewesen.

Die 1985 gegründete Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Pleurtuit bezeichnete März als wichtigen Faktor zur Belebung der deutsch-französischen Freundschaft nach dem Krieg. Durch den regen Austausch mit Pleurtuit wären viele Freundschaften entstanden, die durch häufige Gegenbesuche verstärkt würden.

Die Festredner lobten die Töpferstadt
Es folgte die Festrede von Hendrik Hering, der nochmals die deutsch-französische Freundschaft bestärkte, dabei nicht vergaß zu erwähnen, dass anfänglich von der französischen Seite, angesichts des Zweiten Weltkrieges, noch große Skepsis und Misstrauen vorhanden waren. Wenn Ransbach und Baumbach nicht fusioniert hätten, dann hätten beide Dörfer nichts erreicht, deswegen sei die damalige Entscheidung wegweisend für eine gute Zukunft gewesen. Ransbach-Baumbach sei als erste Stadt dem Partnerschaftsverband RLP beigetreten und habe sich, auch durch den Bau der Stadthalle, so einem Zentrum im Westerwald entwickelt. Gemeinsam mit Bürgermeister Merz, ehrte Hering anschließend Gerlinde Schüler-Rat, Heinz Willi Winkens und “Gründervater“ Gottfried Dahm mit der goldenen Ehrenmedaille des Partnerschaftsverbands RLP.

Landrat Achim Schwickert überbrachte die Glückwünsche des Westerwaldkreises zu beiden Anlässen und zeigte sich sehr zufrieden, welchen rasanten Aufstieg wirtschaftlich Ransbach_Baumbach genommen habe. Er sei auch deshalb zufrieden, weil durch die Steuerkraft der Stadt, natürlich auch der Kreis gute Einnahmen verzeichnen könne. Dr. Tanja Machalet und Jenny Groß lobten unisono ebenfalls die Expansion von Ransbach-Baumbach. Die Stadt wäre aus einem Mix von Arbeit, Wohnen und Freizeit, ein idealer Ort, um sich hier wohlzufühlen. Besonders hervorgehoben wurde, dass viele Menschen mit Migrationshintergrund, durch Fleiß und Arbeit hier eine Heimat gefunden haben.



Musikalischer und kulinarischer Genuss
Nach dem Ende der Festreden, begeisterte ein musikalischer Höhepunkt die Festgala, als Johannes Kalpers, der in Ransbach Baumbach aufwachsen ist, zum Botschafter des Westerwalds ernannt wurde und auf den großen Bühnen, als erfolgreicher Tenor Bekanntheit erlangt hat, mit einigen Liedern den Saal begeisterte. Begleitet wurde er am Klavier von seiner Lebensgefährtin Eveline Hannappel, die zusammen mit ihrem Liebsten ein vorzügliches Duo abgaben. “Julischka“ und “Ganz Paris träumt von der Liebe“, kamen beim Publikum bestens an, zumal Kalpers auch zum Mitsingen aufforderte. Danach servierten viele fleißige Hände aus “Philipps Kochtöpferei“, das mit großer Kochkunst zubereitete Menü.

Marie Therése Huberson, stellvertretende Bürgermeisterin von Pleurtuit, überbrachte die Glückwünsche der französischen Partnerstadt, verbunden mit einem Bekenntnis zu Europa und erklärte stolz, auf die lebendige Freundschaft mit Ransbach-Baumbach: “Unsere Freundschaft soll ein Beispiel für die Zukunft unserer Kinder sein“, dieser Satz wurde mit viel Beifall bedacht. Anschließend durften die Besucher sich über einen weiteren Auftritt von Johannes Kalpers und seiner Lebensgefährtin freuen, den er mit einer starken Version des Welthits von Louis Armstrong “What a wonderful world“ beendete. Sehr viel Beifall erhielt eine Tanzgruppe aus der französischen Partnerstadt, die mit Folkloretänzen aus der Bretagne das Publikum begeisterte.

Wiederauferstehung von Edith Piaf?
In den kurzen Pausen unterhielt Alleinunterhalter Andreas Nilges bestens das Publikum. Den musikalischen Schlusspunkt setzte Gabriele Draut, die als Chansonnette unter anderem Lieder von Edith Piaf interpretierte (La vie en rose und Non, je ne regrette rien) und zuletzt “Merci, Chérie“ von Udo Jürgens sang und am Ende des gefühlvollen Auftritts frenetisch gefeiert wurde.

Bevor es zum gemütlichen Teil überging, bat Michael Merz seine rechte Hand, Claudia Altwasser, auf die Bühne, um ihr uneingeschränktes Lob auszusprechen, da sie für die perfekte Vorbereitung und Organisation des Abends zuständig war und bis ins letzte Detail die Abläufe minutiös verliefen. Ein wunderschöner Blumenstrauß war das Mindeste, womit Michael Merz seiner Angestellten danken konnte.

Bei der hervorragenden Stimmung im Saal, ist stark davon auszugehen, dass der gemütliche Teil ausgiebig genutzt wurde, um bei guten Gesprächen und besten Weinen, die Nacht zum Tage zu machen.



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